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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Allen Zielen zum Trotz: Ausbau verlangsamt sich
Quelle: Fotolia / Lars Schmid
WINDKRAFT ONSHORE:
Allen Zielen zum Trotz: Ausbau verlangsamt sich
Der Bund hat die Energiewende-Ziele mehrmals nach oben geschraubt. Allein, der Onshore-Windkraft-Zubau verliert bislang an Dynamik. Ein Flächenland baut sogar per Saldo ab.
 
Von Januar bis Mai 2021 sind bundesweit nur noch 252 Windenergieanlagen genehmigt worden. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch 294 Genehmigungen gegeben, teilte der Bundesverband Windenergie (BWE) am 27. Juni zum Auftakt des Mitteldeutschen Windbranchentages in Leipzig mit. Der Rückgang belief sich also auf gut 14 % oder jedes siebte Windrad.

Als besonderes "Trauerspiel" bezeichnete BWE-Präsident Hermann Albers die Lage der Windkraft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sachsen-Anhalt habe netto in den ersten fünf Monaten sogar Windenergieleistung verloren: Den sechs neu errichteten Windturbinen standen ihm zufolge 19 Rückbauten gegenüber. In Sachsen kamen lediglich zwei neue Windenergieanlagen ans Netz, in Thüringen fünf. Im Bundesländer-Vergleich lägen die drei mitteldeutschen Bundesländer im hinteren Drittel.

Genehmigt wurden in Sachsen ebenfalls gerade mal zwei neue Anlagen. In Thüringen und Sachsen-Anhalt waren es jeweils neun. Albers rief die Bundesländer dazu auf, das Windenergie-an-Land-Gesetz "zügig" umzusetzen hinsichtlich Flächenausweisungen, Genehmigungstempo und Vereinheitlichung von Artenschutz-Regelungen. Der Gesetzentwurf war am 24. Juni in der Verbändeanhörung im Energieausschuss des Bundestages (wir berichteten). Er soll im Juli abschließend verabschiedet werden.
 

Georg Eble
Redakteur
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