• Gasnotierungen in leichter Abwärtsdrift
  • Mit den Rechenzentren wächst auch der Energiebedarf
  • Vattenfall Berlin sorgt mit Kohle für den Winter vor
  • 100 Tage Schwarz-Grün in NRW - und es hagelt Kritik
  • Großer LNG-Terminal passt nicht in Hamburger Hafen
  • Bundesrat: Mehrwertsteuer auf Gas und Fernwärme sinkt
  • Neues Gaskraftwerk Marl behält schmutzige Steinkohleschwester
  • Eon setzt bei neuem Wärmepumpen-Angebot auf Vaillant
  • Versorgernetzwerk bringt digitale Plattform hervor
  • Stadtwerke Werdau brauchen neuen Chef
Enerige & Management > Photovoltaik - ALH-Versicherung deckt sich mit Solarparks ein
Der Solarpark Weesow-Willmersdorf ist ohne staatliche Förderung entstanden. Quelle: EnBW Paul / Langrock
PHOTOVOLTAIK:
ALH-Versicherung deckt sich mit Solarparks ein
Die Alte-Leipziger-Hallesche-Versicherungsgruppe (ALH-Gruppe) hat ein PV-Portfolio von fast 600 MW vom EnBW-Konzern gekauft.
 
Die ALH-Versicherungsgruppe erwirbt mittelbar 49,9 % der Anteile eines Portfolios von 16 Solarparks der EnBW mit einer Gesamtleistung von 597 MW. Zu dem Portfolio gehören auch die neuen Solar-Großprojekte Weesow, Gottesgabe und Alttrebbin in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, die als erste deutsche Solarparks in dieser Größe ohne staatliche Förderung gebaut wurden. Sie machen rund 80 % der installierten Leistung von 597 MW aus, die an die Finanzgruppe geht, heißt es in einer Mitteilung der Unternehmen.

Auch die PV-Parks an den anderen Standorten in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Sachsen wurden von der EnBW gebaut und sind erst in den vergangenen Jahren ans Netz gegangen. Der Energieversorger wird vereinbarungsgemäß weiter die Betriebsführung, den Service und die Wartung der Anlagen sowie die Vermarktung des dort erzeugten Stroms übernehmen. Die jährliche Menge von durchschnittlich 580 Mio. kWh deckt rechnerisch den Bedarf von 200.000 Drei-Personen-Haushalten.

EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer, erklärte, die ALH-Gruppe werde langfristig in den Solarprojekten der EnBW engagiert bleiben. Die Partnerschaft sei auf eine Zusammenarbeit über die gesamte Betriebsdauer der Anlagen angelegt. Den Verkaufserlös wolle man in neue Wachstumsprojekte in den Bereichen erneuerbare Energien und Netze investieren. „Dies ist heute wichtiger denn je, denn jede Megawattstunde aus erneuerbaren Energien macht Deutschland ein Stück weit unabhängiger von fossilen Energieträgern“, so Kusterer.

„Diese Kooperation im Bereich erneuerbare Energien ist eine ideale Ergänzung zu unserem bereits bestehenden Portfolio an Onshore- und Offshore-Windparks“, betonte Martin Rohm, Vorstand Kapitalanlagen und Finanzen der ALH-Gruppe. Die Investition sei ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung des Ziels, die Nachhaltigkeit der Kapitalanlagen substanziell auszubauen.

Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden. Sie wird im Herbst erwartet. Zum Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
+49 (0) 8152 9311 15
eMail
facebook
© 2022 Energie & Management GmbH
Montag, 15.08.2022, 14:10 Uhr

Mehr zum Thema