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Energie & Management > Biogas - Absatzplus bei Biomethan gibt der Branche Optimismus zurück
Bild: Fotolia/Stephan Leyk
Biogas

Absatzplus bei Biomethan gibt der Branche Optimismus zurück

Die Zeiten des Haderns sind offenbar vorbei: Dank gestiegenen Absatzes und veränderter Bestimmungen blickt die Biomethanbranche optimistisch in die Zukunft.
Die Stimmung in der Biomethanbranche ist gut, viel besser als ein Jahr zuvor. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (Dena) unter rund 50 Unternehmen für das Branchenbarometer 2021. Im vergangenen Jahr lag der Absatz von Biogas erstmals im zweistelligen Milliardenbereich, in Kilowattstunden gerechnet (10,2 Mrd.). 2019 war mit 9,7 Mrd. kWh noch als schlechtestes Jahr in die Annalen seit der Datenerhebung 2012 eingegangen.

Die Dena macht für den Optimismus neben gestiegenem Absatz bei höheren Handelspreisen die guten Entwicklungsmöglichkeiten in allen Märkten verantwortlich. Die besseren Perspektiven erwachsen aus einigen regulatorischen Änderungen. Vor allem im Kraftstoff- und Wärmesektor – mit einem Plus von mehr als 35 % beziehungsweise über 20 % – setzten die über 200 Anlagen in Deutschland im vergangenen Jahr erheblich mehr Biomethan ab. An den Tankstellen verfehlte Biomethan nur knapp die Verkaufsmenge von 1 Mrd. kWh.

Für den Schwerlastverkehr sieht Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung, ein besonderes Entwicklungspotenzial. Die Sparte hat gegenüber 1990 rund 48 % an Treibhausgasen einzusparen, lag 2019 aber 43 % über der Ausgangsmarke. Für den verstärkten Einsatz von Gülle und Reststoffen (Abfällen) zur Methanproduktion benötige die Branche laut Kuhlmann „verlässliche, für Unternehmen umsetzbare Rahmenbedingungen“. Die kommende Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung stelle im derzeitigen Entwurf höhere Anforderungen, die umzusetzen „für viele Unternehmen nicht in kurzer Frist möglich ist und die Kosten von Biomethan zusätzlich erhöhen“.

Ob der Optimismus der Branche auch wieder zu mehr Biogasanlagen führt, ist derweil ungewiss – auch wegen langer Planungs- und Genehmigungszeiten. Den Ausbau sieht die Dena aufgrund der zuletzt schlechten Geschäftsjahre auf „gleichbleibend niedrigem Niveau“. 2020 kamen lediglich vier Anlagen hinzu, die den – auch im Mai 2021 noch aktuellen – Bestand auf 232 Anlagen an 222 Standorten mit einer Aufbereitungskapazität von 146.959 Normkubikmetern pro Stunde erhöhte. Sechs weitere Anlagen könnten in den kommenden Monaten und bis einschließlich 2022 in Betrieb gehen.

 
Kennzahl20202019
Biomethananlagen in Deutschland232228
Einspeisekapazität (in Normkubikmetern/h)146.959140.609
Gesamtabsatz (in Mrd. kWh)10,2699,735
Absatz im Kraftstoffmarkt (in Mio. kWh)999733
Absatz im Wärmemarkt (in Mio. kWh)640524
Einspeisevolumen (in Mrd. kWh)9,8479,823
Durchschnittliche Volllaststunden7.2347.256

Quelle: Dena

Die Deutsche Energie-Agentur stellt ihre Analyse "Branchenbarometer Biomethan 2021" im Internet zum Download bereit.

Dienstag, 6.07.2021, 15:38 Uhr
Volker Stephan
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Biogas
Absatzplus bei Biomethan gibt der Branche Optimismus zurück
Die Zeiten des Haderns sind offenbar vorbei: Dank gestiegenen Absatzes und veränderter Bestimmungen blickt die Biomethanbranche optimistisch in die Zukunft.
Die Stimmung in der Biomethanbranche ist gut, viel besser als ein Jahr zuvor. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (Dena) unter rund 50 Unternehmen für das Branchenbarometer 2021. Im vergangenen Jahr lag der Absatz von Biogas erstmals im zweistelligen Milliardenbereich, in Kilowattstunden gerechnet (10,2 Mrd.). 2019 war mit 9,7 Mrd. kWh noch als schlechtestes Jahr in die Annalen seit der Datenerhebung 2012 eingegangen.

Die Dena macht für den Optimismus neben gestiegenem Absatz bei höheren Handelspreisen die guten Entwicklungsmöglichkeiten in allen Märkten verantwortlich. Die besseren Perspektiven erwachsen aus einigen regulatorischen Änderungen. Vor allem im Kraftstoff- und Wärmesektor – mit einem Plus von mehr als 35 % beziehungsweise über 20 % – setzten die über 200 Anlagen in Deutschland im vergangenen Jahr erheblich mehr Biomethan ab. An den Tankstellen verfehlte Biomethan nur knapp die Verkaufsmenge von 1 Mrd. kWh.

Für den Schwerlastverkehr sieht Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung, ein besonderes Entwicklungspotenzial. Die Sparte hat gegenüber 1990 rund 48 % an Treibhausgasen einzusparen, lag 2019 aber 43 % über der Ausgangsmarke. Für den verstärkten Einsatz von Gülle und Reststoffen (Abfällen) zur Methanproduktion benötige die Branche laut Kuhlmann „verlässliche, für Unternehmen umsetzbare Rahmenbedingungen“. Die kommende Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung stelle im derzeitigen Entwurf höhere Anforderungen, die umzusetzen „für viele Unternehmen nicht in kurzer Frist möglich ist und die Kosten von Biomethan zusätzlich erhöhen“.

Ob der Optimismus der Branche auch wieder zu mehr Biogasanlagen führt, ist derweil ungewiss – auch wegen langer Planungs- und Genehmigungszeiten. Den Ausbau sieht die Dena aufgrund der zuletzt schlechten Geschäftsjahre auf „gleichbleibend niedrigem Niveau“. 2020 kamen lediglich vier Anlagen hinzu, die den – auch im Mai 2021 noch aktuellen – Bestand auf 232 Anlagen an 222 Standorten mit einer Aufbereitungskapazität von 146.959 Normkubikmetern pro Stunde erhöhte. Sechs weitere Anlagen könnten in den kommenden Monaten und bis einschließlich 2022 in Betrieb gehen.

 
Kennzahl20202019
Biomethananlagen in Deutschland232228
Einspeisekapazität (in Normkubikmetern/h)146.959140.609
Gesamtabsatz (in Mrd. kWh)10,2699,735
Absatz im Kraftstoffmarkt (in Mio. kWh)999733
Absatz im Wärmemarkt (in Mio. kWh)640524
Einspeisevolumen (in Mrd. kWh)9,8479,823
Durchschnittliche Volllaststunden7.2347.256

Quelle: Dena

Die Deutsche Energie-Agentur stellt ihre Analyse "Branchenbarometer Biomethan 2021" im Internet zum Download bereit.

Dienstag, 6.07.2021, 15:38 Uhr
Volker Stephan

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