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Enerige & Management > Biogas - Abfallvergärung in Rehau
Bild: Rehau AG
BIOGAS:
Abfallvergärung in Rehau
Die RSB Bioverwertung Hochfranken GmbH hat Ende Juli in Rehau offiziell ihre Biogasanlage zur Vergärung von kommunalen und gewerblichen Bioabfällen in Betrieb genommen.
 
Nach Angaben der Betreibergesellschaft wurde mit der Abfallvergärung das Herzstück des Bioenergiezentrums Hochfranken eingeweiht. Bislang zählten eine landwirtschaftliche Biogasanlage im Ortsteil Kühschwitz, eine Anlage zur Vergärung von organischen Industrieabfällen der ortsansässigen Gerberei sowie ein Biomethan-BHKW am Firmensitz der Rehau AG zu dem kommunalen Energieversorgungszentrum. Den Angaben zufolge produziert der Zusammenschluss mehrerer lokaler Erzeuger jährlich rund 76 Mio. kWh Strom und Wärme und deckt in Rehau inzwischen über 40 % des Strombedarfs von Haushalten und Industrie ab.
 
Die von einer Rehau-Tochter entwickelte Biogasanlage ist für die Vergärung von jährlich rund 30 000 t Bioabfällen ausgelegt
Bild: Rehau AG

Die von der Rehau Energy Solutions GmbH, einem Tochterunternehmen des Polymerspezialisten Rehau, entwickelte Vergärungsanlage soll jährlich 30 000 t Bioabfälle des Abfallzweckverbands Stadt und Landkreis Hof sowie des Kommunalunternehmens Umweltschutz Fichtelgebirge verwerten. Das Anlagenkonzept basiert auf einer mehrstufigen Nassvergärung mit stufenloser Hydrolyse, dem vorgeschaltet ist eine Sortieranlage. Ziel ist eine möglichst vollständige Durchmischung der Bioabfälle in den Gärbehältern sowie eine durchgängig stabile Temperatur beim Gärprozess. „Die Gasausbeute bei dieser Anlage ist am Ende 25 bis 30 Prozent höher als bei bestehenden Verfahren“, sagt Eric Priller, Geschäftsführer der Rehau Energy Solutions AG. Dafür sei auch die Hydrolyse in Helixbauweise – also als spiralförmiger Kanal – verantwortlich, die die Biogassubstrate vor der eigentlichen Methanisierung aufschließt. Das erzeugte Biogas treibt ein 330-kW-Aggregat von GE Jenbacher am Standort der Vergärungsanlage an. Der Großteil der Biogasmenge wird über Mikrogasleitungen zu mehreren Satelliten-BHKW transportiert.

Seit Jahresanfang verpflichtet das Kreislaufwirtschaftsgesetz die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger in Deutschland erstmals, ein kommunales Stoffstrommanagement in ihren Abfallwirtschaftskonzepten zu berücksichtigen. Seitdem müssen Kommunen unter anderem die Getrenntsammlung von Bioabfällen aus Haushalten flächendeckend garantieren.
 

Michael Pecka
Redakteur
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Freitag, 31.07.2015, 11:35 Uhr

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