• N-Ergie erteilt Planauskunft per Online-Dienst
  • Das Olympische Feuer brennt künftig mit Wasserstoff
  • Bulgarien will weg von russischem Gas
  • Hybride Netze für die Energiewende nutzen
  • Biogasrat: Klimaschutzpotenzial besser nutzen
  • Estland plant Kernkraftwerk
  • Gelsenwasser-Chef: "Wir geben eine unternehmerische Antwort"
  • Warum es nicht egal ist, wie Kabel angeordnet sind
  • Energieforschung in Gefahr
  • Nennleistung der aktiven Kernkraftwerke in Deutschland 2019
Enerige & Management > Photovoltaik - 50.000 neue Jobs bei Solar und Speicher prognostiziert
Bild: Jonas Rosenberger
PHOTOVOLTAIK:
50.000 neue Jobs bei Solar und Speicher prognostiziert
Der Ausbau von Photovoltaik und Speichern könnte die Zahl der Jobs verdreifachen, so das Ergebnis einer Bonner Marktstudie.
 
Um eine Stromerzeugungslücke infolge des Atom- und Kohleausstiegs zu vermeiden, müssen Photovoltaik- und Speicherkapazitäten deutlich stärker ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2030 könnten so über 50.000 neue Jobs in Deutschland entstehen. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Bonner Markt- und Forschungsunternehmens EuPD Research hervor, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) in einer Mitteilung am 5. Dezember mit.

Demnach könne die Zahl der Arbeitsplätze in der heimischen Photovoltaik- und Speicherbranche bundesweit bis zum Jahr 2030 von derzeit 26.400 auf 78.000 gesteigert werden. Die Arbeitsplätze entstehen laut den Ergebnissen der Studie überwiegend in den Bereichen Planung, Installation, Betrieb und Wartung von PV-Anlagen.

BSW warnt vor PV-Markteinbruch wie bei Wind

Allein im Bereich der Wartung könnten die Beschäftigtenzahlen von 9.200 auf 26.000 im Jahr 2030 ansteigen. Weiteres Potenzial ergibt sich zudem aus der Erschließung der Marktpotenziale von Mittel- und Langfristspeicher.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) fordert die Bundesregierung daher auf, bestehende Investitionsbarrieren für Solaranlagen und Speicher zu beseitigen und die im Klimaschutzprogramm genannten Ausbauziele für Solartechnik nachzubessern. Noch in diesem Jahr müsse der 52-Gigawatt-Deckel im Erneuerbare-Energien-Gesetz fallen, wie dies von der Bundesregierung in den vergangenen Wochen wiederholt versprochen wurde.

Andernfalls drohe 2020 nach der Windbranche nun auch der Solarbranche ein Markteinbruch, der die Klimaschutzbemühungen konterkariere und tausende Jobs gefährde. BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig warnt: „Die Zeit läuft ab, weitere Verzögerungen sind unverantwortlich. Die 52-Gigawatt-Marke wird bereits in wenigen Monaten erreicht.“

Die Studie „Energiewende im Kontext von Atom- und Kohleausstieg – Perspektiven im Strommarkt bis 2040“   wurde in Kooperation von Bundesverband Solarwirtschaft BSW Solar, EuPD Research und The smarter E Europe erarbeitet und kann angefordert werden.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
+49 (0) 8152 9311 28
eMail
facebook
© 2020 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 05.12.2019, 15:51 Uhr

Mehr zum Thema