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Enerige & Management > Stromnetz - 50 Hertz darf Leitung zwischen Sachsen und Thüringen bauen
Quelle: E&M / Jonas Rosenberger
STROMNETZ:
50 Hertz darf Leitung zwischen Sachsen und Thüringen bauen
Die Bundesnetzagentur hat am 28. September die Genehmigung für den Abschnitt Ost der 110 km langen 380 kV-Freileitung als Ersatzneubau erteilt, der 40 % mehr Strom transportieren kann.
 
Zwischen den Umspannwerken Röhrsdorf in Sachsen und Weida und Remptendorf in Thüringen darf der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz eine wichtige Freileitung fertigstellen. Die Bundesnetzagentur hat mit dem Planfeststellungsbeschluss den östlichen Abschnitt des 380 kV-Ersatzneubaus zwischen den Umspannwerken Röhrsdorf bei Chemnitz und Weida südlich von Gera genehmigt. Im westlichen Abschnitt zwischen Weida und dem Umspannwerk Remptendorf im Saale-Orla-Kreis hatte 50 Hertz bereits mit den Bauvorbereitungen begonnen.

Die Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, Barbie Kornelia Haller, übergab den Beschluss am 28. September persönlich an Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50 Hertz. Das Projekt gilt als Musterbeispiel für gelungene länderübergreifende Genehmigungsverfahren und soll als Blaupause für ähnliche Leitungsbauvorhaben dienen. „Ich danke der Bundesnetzagentur für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und dem Planungsteam für seinen großen Einsatz“, sagte Kapferer.

Netze als Teil der Energiewende

Mehr Tempo bei der Energiewende gelte nicht nur für den Ausbau der erneuerbaren Energien sondern auch für den Stromnetzausbau, unterstrich Kapferer. Im westlichen Abschnitt des Projekts zwischen Weida und dem Umspannwerk Remptendorf werde bereits gebaut und auch auf dem heute genehmigten Teilstück sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr starten, kündigte er an. Die geplante Bauzeit für das Projekt beträgt drei Jahre. 
Die rund 100 Kilometer lange Stromleitung soll die bereits vorhandene 380-kV-Freileitung zwischen Röhrsdorf (Sachsen), Weida und Remptendorf (Thüringen) mit gleicher Spannung ersetzen. Die Leitung verbessert die bisher schlechte Anbindung zwischen den alten und neuen Bundesländern. So können unter anderem die Energiedefizite durch den Kernenergieausstieg in den südlichen Bundesländern ausgeglichen werden und Energie aus erneuerbaren Energien über das Vorhaben aus den nordöstlichen Bundesländern zur Verfügung gestellt werden.
 
Übersichtskarte der Freileitung Röhrsdorf - Weida
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Quelle: 50 Hertz

Weitgehend alte Trasse genutzt

Die neue Freileitung soll nach ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2025 rund 40 % mehr Strom transportieren. Ihre Stromtragfähigkeit steigt dank leistungsfähiger Hochstrom-Leiterseile von 2.500 auf dann 3.600 Ampere je Stromkreis. Sobald der Strom in der neuen Leitung fließt, könne die jetzige Bestandsleitung zurückgebaut werden.

Der Ersatzneubau wird in weiten Teilen parallel zur aktuellen Freileitung errichtet. Kleinere Abweichungen im Trassenverlauf schonen Siedlungs- und Naturräume. Die Trassenplanung für die insgesamt 275 Masten wurde laut 50 Hertz in einem kontinuierlichen Dialogverfahren mit regionalen Behörden und Anliegern erläutert und abgestimmt.

Weitere Informationen zum Netzverstärkungsprojekt Röhrsdorf – Weida – Remptendorf  stehen im Internet bereit.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Mittwoch, 28.09.2022, 16:15 Uhr

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