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Enerige & Management > Politik - 2 Mrd. Euro Entlastung bei Strom- und Energiesteuer für Industrie
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POLITIK:
2 Mrd. Euro Entlastung bei Strom- und Energiesteuer für Industrie
Das produzierende Gewerbe kann auch 2016 vom sogenannten Spitzenausgleich profitieren. Die dafür notwendige Steigerung der Energieeffizienz sei erreicht worden, so das Bundeskabinett.
 
Laut Auskunft des Bundesfinanzministeriums erhalten Unternehmen des produzierenden Gewerbes auch in diesem Jahr eine Teilentlastung von der Strom- und der Energiesteuer. Seit 2013 wird dieser „Spitzenausgleich“ nur noch gewährt, wenn die Unternehmen durch Effizienzsteigerungen einen Beitrag zur Energieeinsparung leisten. Dafür gilt jeweils ein festgelegter Zielwert.

Der für das Antragsjahr 2016 maßgebliche Zielwert zur Reduktion der Energieintensität (Bezugsjahr 2014) liegt bei 2,6 %. Das Bundeskabinett hat am 6. Januar auf der Grundlage eines Monitoringberichts des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) festgestellt, dass die deutsche Industrie diesen Zielwert voll erreicht habe. Das Bundesfinanzministerium hat für die Entlastung der Unternehmen bei der Strom- und Energiesteuer rund 2 Mrd. Euro eingeplant.

Energieintensität 2014 um 8,9 % gesenkt

Laut dem RWI-Bericht betrug im Jahr 2014 die tatsächliche Reduktion der Energieintensität 8,9 % gegenüber dem Basiswert der jahresdurchschnittlichen Energieintensität in den Jahren 2007 bis 2012. Somit könne der Spitzenausgleich auch im Jahr 2016 in voller Höhe gewährt werden. Die Entlastung von der Strom- und der Energiesteuer erfolgt mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Sie wird auf Antrag in Form einer Erstattung oder Verrechnung gewährt.

Grundlage für den Monitoringbericht ist eine Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft zur Steigerung der Energieeffizienz vom 1. August 2012. Darin hatte die Wirtschaft zugesagt, als Gegenleistung für die Gewährung des Spitzenausgleichs unter anderem die Energieintensität der Unternehmen des produzierenden Gewerbes zu reduzieren.
 

Angelika Nikionok-Ehrlich
Redakteurin
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Donnerstag, 07.01.2016, 10:27 Uhr

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