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Enerige & Management > Wasserstoff - 10 Mio. Euro Förderung für 20 MW Elektrolyseur übergeben
Quelle: Thyssenkrupp Steel Europe
WASSERSTOFF:
10 Mio. Euro Förderung für 20 MW Elektrolyseur übergeben
Im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie bekam Air Liquide am Standort Oberhausen den deutschlandweit ersten BMWi-Förderbescheid für einen Elektrolyseur mit erneuerbarem Strom.
 
Am 29. Juli wurde vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) der erste Förderbescheid für ein grünes Wasserstoffprojekt in Deutschland übergeben. Das Fördervolumen umfasst 10,9 Mio. Euro und wird im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie ausgereicht. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim BMWi, Elisabeth Winkelmeier-Becker, hat den Förderbescheid für den Aufbau eines 20-MW-Elektrolyseurs in Oberhausen an Air Liquide Deutschland überreicht.

„Das Projekt ‚Trailblazer‘ (Wegbereiter) der Air Liquide Deutschland hat Vorzeigecharakter“, begründete die Staatssekretärin. Hier werde gezeigt, wie mit grünem Wasserstoff aus erneuerbarem Strom die nachhaltige Transformation der Industrie und bestimmter Verkehrsbereiche aussehen kann. „Zugleich ist das Projekt ein starkes Zeichen für die Positionierung des Rhein-/Ruhrgebiets im Wasserstoffbereich“, ergänzte Winkelmeier-Becker.

Der Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft biete große ökonomische Chancen insbesondere nach den Einschnitten der Corona-Pandemie. Das Wirtschaftsministerium arbeite daher mit Hochdruck an der Schaffung der regulatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. „Jetzt brauchen wir konkrete und ambitionierte Projekte“, sagte sie.

Grüner Wasserstoff für die Industrie

„Trailblazer“ ist das erste Wasserstoffvorhaben in Deutschland, das im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) aus Mitteln des Konjunkturpakets gefördert wird. Das Projekt stehe auch für den Beginn der Partnerschaft von Air Liquide und Siemens Energy im Elektrolysebereich mit dem ersten Elektrolyseur im industriellen Maßstab. „Es ist das erste großindustrielle deutsche Projekt, das auch durch die Förderung die Chancen von grünem Wasserstoff für die Klimapolitik und den Industriestandort Deutschland verdeutlicht“, erläuterte die Staatssekretärin.
 
Der Elektrolyseur wird an die bereits bestehende Wasserstoffpipeline von Air Liquide angeschlossen, um Schlüsselindustrien im Ruhrgebiet zu versorgen. Der erzeugte grüne Wasserstoff soll zum Beispiel im Raffineriebereich und in der Stahl- und Chemieindustrie eingesetzt werden.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Donnerstag, 29.07.2021, 16:30 Uhr

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