• Strom: Day Ahead weiter hoch
  • Gas: Preisanstieg geht weiter
  • Braunschweig setzt Voicebots zur Zählererfassung ein
  • Kultur zum Stromvertrag
  • Generationswechsel in Norderstedt
  • Kaminabbruch als Signal für den Wandel
  • Kohleausstiegsgesetz tritt in Kraft
  • MVV Q1-Q3/2019-2020: Prognose bekräftigt
  • Rabeneck übernimmt bei den Stadtwerken Schaumburg-Lippe
  • E-Auto-Prämie: Ablehnung liegt nur bei 5 %
Enerige & Management > Windkraft - 1 000 MW Offshore-Zubau bis Jahresende möglich
Bild: Fotolia.com, zentilia
WINDKRAFT:
1 000 MW Offshore-Zubau bis Jahresende möglich
In deutschen Gewässern dürften bis zum Jahresende mehrere Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von knapp 1 000 MW neu am Netz sein.
 
„Die erste Ausbaustufe verläuft angesichts der vorliegenden Daten nach Plan“, kommentierte Gerd Krieger, stellvertretender Geschäftsführer von VDMA Power Systems, die Halbjahresbilanz zum Offshore-Windkraftausbau. Die von der Deutschen WindGuard GmbH ermittelten Zahlen haben allerdings eine Schieflage: In den ersten Monaten haben nur 30 Propeller mit einer Leistung von 108 MW mit der Stromeinspeisung begonnen. Dabei handelt es sich um das Projekt Borkum Riffgat von EWE und dem Projektentwickler Enova, dessen Netzanschluss sich um mehrere Monate verzögert hatte.

Mit den gleichen Problem haben auch andere Projekte zu kämpfen, sodass nach der WindGuard-Analyse weitere 126 Windturbinen mit einer Leistung von gut 543 MW zwar errichtet sind, aber noch keine einzige Kilowattstunde ins öffentliche Netz eingespeist haben. Sozusagen on hold warten die beiden Projekt Meerwind (288 MW) und Borkum West (200 MW). Zudem sind auch bei den Vorhaben Global Tech I, DanTysk und Nordsee Ost erste Anlagen komplett errichtet. In diesen drei Projekten dürften in den kommenden Wochen sukzessive eine Reihe von Windturbinen ans Netz angeschlossen werden, sodass das erhoffte Ausbauziel von 1 000 MW für dieses Jahr durchaus realistisch ist.

Für das kommende Jahr ist bei den laufenden Bauarbeiten in Nord- und Ostsee mit einem weiten Zubau von 1 500 MW zu rechnen, sodass bis Ende 2015 die deutsche Offshore-Windleistung bei etwa 3 300 MW liegen könnte. Das wäre die Hälfte der Kapazität, die die Bundesregierung nach der jüngsten Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) bis 2020 anstrebt.

„Die jüngsten Zahlen zeigen, dass Offshore-Windenergie zunehmend ein fester Bestandteil der deutschen Stromversorgung wird," kommentierte Ronny Meyer die WindGuard-Statistik: „Mit der beschlossenen EEG-Reform und den wieder planbaren Rahmenbedingungen für Offshore-Windenergie sollten die Investoren nun das Vertrauen haben, die zweite Ausbauwelle bis Ende dieser Dekade anzupacken“, sagt der Geschäftsführer des Industrienetzwerkes WAB e.V. Bis Ende 2015 rechnen die Offshore-Windenergieverbände mit der vollständigen Fertigstellung und dem Netzanschluss von folgenden Hochseewindparks: Global Tech I, DanTysk, Nordsee Ost, Butendiek, Amrumbank West, Borkum Riffgrund 1 und Baltic 2.
 

Ralf Köpke
© 2020 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 10.07.2014, 16:03 Uhr

Mehr zum Thema