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29 Unternehmen in den Landkreisen Ebersberg und München vernetzen sich für mehr Klimaschutz und Energieeffizienz. Ihr Bündnis ist das inzwischen 500. Netzwerk bundesweit.
Auch in der Region um die bayerische Landeshauptstadt versprechen Unternehmen sich etwas davon, ihre Kräfte und ihr Knowhow für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz zu bündeln. Mit dem Beitritt zum „Klimabündnis Ebersberg-München” haben 29 kleine und mittlere Unternehmen sich das Versprechen gegeben, im Austausch zu Fortschritten im Energiesektor zu kommen.
Zugleich hievt das Klimabündnis in den beiden Landkreisen Ebersberg und München die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) auf ein neues Level. Die IEEKN kommt durch die nun erfolgte Anmeldung des Klimabündnis’ auf insgesamt 500 Netzwerke bundesweit. Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, lobt die Netzwerkinitiative laut einer Mitteilung als „erprobtes Instrument der Energiewende“.
Die Firmen aus Ebersberg und München arbeiten nach eigenen Angaben auf das Ziel hin, durch die gemeinsamen Anstrengungen insgesamt 5,1 Millionen kWh Endenergie und 1.500 Tonnen CO₂-Äquivalente jährlich einzusparen. Sie setzen dabei auf die Unterstützung der Energieagentur Ebersberg-München. Zu den möglichen Vorhaben zählen Sanierungsmaßnahmen an Gebäudehüllen, der Einsatz von LED-Beleuchtung und Wärmepumpen.
Wie die IEEKN weiter mitteilt, sind mit dem 500 Netzwerk nunmehr 4.000 Unternehmen in Klimaschutzfragen miteinander verbunden. Gerade die ökonomischen Auswirkungen des Austausches in ökologischen und Effizienz-Fragen ist demnach nicht zu unterschätzen. Hohe Energiepreise und die angespannte Wirtschaftslage machen Einsparungen doppelt lohnenswert. Die Initiative spricht von aktuell 3,36 Millionen kWh und 1.020 Tonnen weniger CO2, auf die ein teilnehmendes Unternehmen im Schnitt pro Jahr komme.
Lob für das Engagement der Betriebe
Ressourcenschutz und Wirtschaftswachstum seien zwei Seiten derselben Medaille, sagt Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatsekretärin beim Bundesumweltminister, laut der Mitteilung. „Unternehmen, die auf effiziente, klimafreundliche Technologien setzen, werden auch in Zukunft erfolgreich sein.“
Lob für das Engagement der Betriebe in den Netzwerken kommt ferner vom Vize-Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Industrie, Holger Lösch. Das gemeinsame Engagement und die Entscheidungsfreiheit der einzelnen Unternehmen, welche Ziele sie mit welchen Mitteln erreichen wollen, „motiviert, steigert das Know-how bei den Beteiligten und führt zu beeindruckenden Innovationen, Investitionen und einer deutlichen Senkung der Energiekosten“.
Die Netzwerke-Initiative – getragen von 20 Verbänden und Organisationen der Wirtschaft, der Bundesregierung und Projektpartnern – schaut auf eine inzwischen zwölfjährige Geschichte zurück. Nach der ersten Phase, die sich auf Energieeffizienz-Netzwerke konzentrierte, kamen 2021 mit der zweiten Phase die Themen Klimaschutz, Energiewende und Nachhaltigkeit hinzu. Die Initiative will ihre Arbeit in einer dritten Phase bis 2030 fortführen und bereitet dazu eine Vereinbarung vor.
Ein Monitoring-Bericht listet die Erfolge der bisherigen Netzwerke auf. In der ersten Phase bis Ende 2020 gab es jährliche Einsparungen von 7,3 Milliarden kWh Endenergie und 2,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Die bis Ende 2025 abgeschlossenen Netzwerke der zweiten Phase kommen auf jährlich eingesparte 2,8 Milliarden kWh Endenergie und 842.000 Tonnen CO2-Äquivalente. (vs)
Dienstag, 8.09.2026, 14:40 Uhr
Volker Stephan
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