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Energie & Management > Studie - Wer heute Stromer fährt und lädt, ist jünger, weiblich und zufriedener
Quelle: Eon / Malte Braun
Studie

Wer heute Stromer fährt und lädt, ist jünger, weiblich und zufriedener

Wer nicht zu den Pionieren der E-Mobilität zählt, sondern mit dem Hochlauf der Stromer eingestiegen ist, hat im Vergleich weniger am Laden im öffentlichen Raum zu bemängeln.
Die Zufriedenheit beim Laden von Elektro-Autos steigt. Das zeigt eine Nutzerumfrage des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für das vergangene Jahr. Der BDEW hat nach eigenen Angaben im Januar 2026 etwa 2.700 Menschen befragt, dabei gehen die besonders positiven Rückmeldungen vor allem auf das Konto der neu in die E-Mobilität Eingestiegenen.

Je länger es elektrische Antriebe gibt, desto mehr Nutzende kommen hinzu. Also hört der BDEW sich inzwischen nicht nur bei den Pionieren um, sondern auch unter den inzwischen Hinzugestoßenen – den sogenannten „Early Adoptern“. Sie seien deutlich zufriedener mit dem öffentlichen Ladeangebot als die Stromer-Fahrenden der ersten Stunde, so der BDEW.

Es gibt allerdings noch weitere Veränderungen zwischen Früh- und Späteinsteigenden. An Bord von E-Autos sitzen nun häufiger Frauen, während zu Beginn des Elektro-Zeitalters vorwiegend Männer ein solches Fahrzeug besaßen. Auch verändert sich die Altersstruktur. Wer neu eingestiegen ist, ist etwa 30 bis 45 Jahre alt. Die Pioniere zählten überwiegend zu der Stufe 45 Jahre und älter.

Durch die Verschiebung in den Altersklassen ändert sich auch das Ladeverhalten. Immer mehr der E-Auto-Fahrenden sind im urbanen Zusammenhang zu finden, sie leben der Untersuchung zufolge häufiger in Großstädten und Mehrfamilienhäusern. Das macht das Laden weniger einfach, weil die Steckdose oder Wallbox an einer eigenen Garage oder Hauswand meist fehlt.

Umso interessanter erscheint die ausgeprägte Zufriedenheit der Early Adopter mit dem Angebot an öffentlichen Ladepunkten, die sie neben Angeboten des Arbeitgebers nutzen. Das öffentliche Laden übererfüllt zu 58 Prozent ihre Erwartungen an die Qualität. Über alle Befragten hinweg ist die Zustimmung mit 86 Prozent sehr hoch. Wer zu Hause laden kann, ist nur marginal positiver gestimmt als die Gruppe derer, die nicht über diese Möglichkeit verfügen.

Die Veränderungen in Alter und Zusammensetzung der E-Mobilisten führt auch dazu, dass immer mehr Tools beim Laden zum Einsatz kommen. Insgesamt nutzt etwas mehr als die Hälfte beispielsweise Apps für den Preisvergleich. Der Anteil bei den Early Adoptern ist dabei deutlich höher als bei den Pionieren. Wer seinen Stromer als Dienstwagen fährt, tut das kaum.

Die Early Adopter unterscheiden sich noch in einem weiteren Punkt von den frühesten E-Mobilisten. Sie achten weniger genau auf den Preis – sowohl beim Kauf eines Stromers als auch bei den Tarifen für die kWh Autostrom. Diese Zielgruppe erreicht eine hohe Kilometerleistung: 60 Prozent von ihnen kommen auf eine Wegstrecke von mehr als 15.000 Kilometern im Jahr, während es bei den Pionieren 52 Prozent sind. Die Jahresstrecke insgesamt liegt deutlich über der von jenen, die einen Verbrenner fahren.

Der BDEW hat seine Umfrage zum insgesamt vierten Mal durchgeführt. Mit der Untersuchung will der Verband nach eigenen Angaben die öffentliche Diskussion über die E-Mobilität „versachlichen“. Die „4. BDEW Nutzerumfrage: Elektromobilität und Laden 2025“ ist als PDF im Internet verfügbar.

Freitag, 16.01.2026, 10:11 Uhr
Volker Stephan
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Quelle: Eon / Malte Braun
Studie
Wer heute Stromer fährt und lädt, ist jünger, weiblich und zufriedener
Wer nicht zu den Pionieren der E-Mobilität zählt, sondern mit dem Hochlauf der Stromer eingestiegen ist, hat im Vergleich weniger am Laden im öffentlichen Raum zu bemängeln.
Die Zufriedenheit beim Laden von Elektro-Autos steigt. Das zeigt eine Nutzerumfrage des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für das vergangene Jahr. Der BDEW hat nach eigenen Angaben im Januar 2026 etwa 2.700 Menschen befragt, dabei gehen die besonders positiven Rückmeldungen vor allem auf das Konto der neu in die E-Mobilität Eingestiegenen.

Je länger es elektrische Antriebe gibt, desto mehr Nutzende kommen hinzu. Also hört der BDEW sich inzwischen nicht nur bei den Pionieren um, sondern auch unter den inzwischen Hinzugestoßenen – den sogenannten „Early Adoptern“. Sie seien deutlich zufriedener mit dem öffentlichen Ladeangebot als die Stromer-Fahrenden der ersten Stunde, so der BDEW.

Es gibt allerdings noch weitere Veränderungen zwischen Früh- und Späteinsteigenden. An Bord von E-Autos sitzen nun häufiger Frauen, während zu Beginn des Elektro-Zeitalters vorwiegend Männer ein solches Fahrzeug besaßen. Auch verändert sich die Altersstruktur. Wer neu eingestiegen ist, ist etwa 30 bis 45 Jahre alt. Die Pioniere zählten überwiegend zu der Stufe 45 Jahre und älter.

Durch die Verschiebung in den Altersklassen ändert sich auch das Ladeverhalten. Immer mehr der E-Auto-Fahrenden sind im urbanen Zusammenhang zu finden, sie leben der Untersuchung zufolge häufiger in Großstädten und Mehrfamilienhäusern. Das macht das Laden weniger einfach, weil die Steckdose oder Wallbox an einer eigenen Garage oder Hauswand meist fehlt.

Umso interessanter erscheint die ausgeprägte Zufriedenheit der Early Adopter mit dem Angebot an öffentlichen Ladepunkten, die sie neben Angeboten des Arbeitgebers nutzen. Das öffentliche Laden übererfüllt zu 58 Prozent ihre Erwartungen an die Qualität. Über alle Befragten hinweg ist die Zustimmung mit 86 Prozent sehr hoch. Wer zu Hause laden kann, ist nur marginal positiver gestimmt als die Gruppe derer, die nicht über diese Möglichkeit verfügen.

Die Veränderungen in Alter und Zusammensetzung der E-Mobilisten führt auch dazu, dass immer mehr Tools beim Laden zum Einsatz kommen. Insgesamt nutzt etwas mehr als die Hälfte beispielsweise Apps für den Preisvergleich. Der Anteil bei den Early Adoptern ist dabei deutlich höher als bei den Pionieren. Wer seinen Stromer als Dienstwagen fährt, tut das kaum.

Die Early Adopter unterscheiden sich noch in einem weiteren Punkt von den frühesten E-Mobilisten. Sie achten weniger genau auf den Preis – sowohl beim Kauf eines Stromers als auch bei den Tarifen für die kWh Autostrom. Diese Zielgruppe erreicht eine hohe Kilometerleistung: 60 Prozent von ihnen kommen auf eine Wegstrecke von mehr als 15.000 Kilometern im Jahr, während es bei den Pionieren 52 Prozent sind. Die Jahresstrecke insgesamt liegt deutlich über der von jenen, die einen Verbrenner fahren.

Der BDEW hat seine Umfrage zum insgesamt vierten Mal durchgeführt. Mit der Untersuchung will der Verband nach eigenen Angaben die öffentliche Diskussion über die E-Mobilität „versachlichen“. Die „4. BDEW Nutzerumfrage: Elektromobilität und Laden 2025“ ist als PDF im Internet verfügbar.

Freitag, 16.01.2026, 10:11 Uhr
Volker Stephan

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