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Der Smart Meter Rollout gewinnt an Tempo, doch bei Planung und Prozessreife liegt noch einiges im Argen. Dies zeigt eine Umfrage von PwC unter 37 Messstellenbetreibern.
Nach Einschätzung von PwC fehlt es vielerorts noch an belastbaren Strukturen für einen schnelleren Rollout intelligenter Messsysteme. Zwar hätten einzelne Messstellenbetreiber bereits Prozesse geschaffen, die als Orientierung dienen könnten. Für die nächste Phase müssten daraus jedoch Standards entstehen, die auch bei deutlich steigenden Einbauzahlen tragfähig seien. Besonders bei der Planung der Rollout-Mengen arbeiten viele Unternehmen nach Erkenntnissen der Berater weiterhin mit manuellen oder nur teilweise digitalisierten Verfahren.
Auch bei der Prozessreife zeige sich ein uneinheitliches Bild. 57 Prozent der befragten grundzuständigen Messstellenbetreiber – diese Marktrolle ist für den nach dem Messstellenbetriebsgesetz geregelten Pflichteinbau von intelligenten Messsystemen zuständig – stufen sich als überwiegend skalierungsfähig ein. Allerdings sieht sich kein Unternehmen bereits als vollständig skalierungsfähig. Der durchschnittliche Reifegrad liegt laut Studie bei 2,7 von fünf Punkten; die Einzelwerte reichen von rund 1,2 bis 3,8.
Nachholbedarf sieht PwC insbesondere bei der Planung der Einbaumengen. 49 Prozent der befragten Unternehmen planen diese noch manuell, weitere 30 Prozent kombinieren ein Planungstool mit Excel. Für den weiteren Hochlauf müssten Planung, Beschaffung, Installation und die Zusammenarbeit mit Dienstleistern enger verzahnt werden.
Beim Einbau selbst gelingt die Installation nach Angaben der Befragten in 74 Prozent der Fälle im ersten Versuch. Scheitert ein Termin zunächst, nennen die Messstellenbetreiber vor allem eine fehlende WAN-Anbindung sowie Probleme vor Ort, etwa die Abwesenheit von Kundinnen und Kunden oder fehlenden Zugang zur Anlage. Beide Ursachen werden von jeweils 84 Prozent der Unternehmen bei erfolglosen Installationen genannt. In 60 Prozent der Fälle erschweren zudem bauliche Gründe wie der Zustand der Anlage oder Platzmangel den Einbau.
Defizite gibt es der Studie zufolge auch bei der Auswertung nach der Installation. Drei Viertel der Grundzuständigen erfassen weder die Kundenzufriedenheit noch die Ursachen von Beschwerden systematisch. Zwar stellen 70 Prozent digitale Informationen wie FAQ-Seiten oder Erklärvideos bereit, 84 Prozent nutzen jedoch kein eigenes CRM- oder Ticketsystem.
An der PwC-Studie nahmen 37 grundzuständige Messstellenbetreiber teil. Zusammen decken sie rund 21 Prozent der Messlokationen in Deutschland ab.
Die Ergebnisse der „
PwC Smart-Meter Studie 2026“ stehen auf der Website der Beratungsgesellschaft zum Download zur Verfügung.
(fw)
Montag, 21.09.2026, 14:00 Uhr
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