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Energie & Management > Klimaschutz - Shell nimmt elektrischen Industrieheizer in Betrieb
Quelle: Pixabay / Malte Reimold
Klimaschutz

Shell nimmt elektrischen Industrieheizer in Betrieb

Shell, Schneider Electric und Axens haben in der Raffinerie Rheinland einen elektrischen Industrieheizer installiert, um Prozesswärme ohne direkte CO2- und NOX-Emissionen zu erzeugen.
Der britische Energie- und Chemiekonzern Shell hat gemeinsam mit Schneider Electric und Axens einen elektrischen Rohrerhitzer im Industriemaßstab in Betrieb genommen. Beide Partner stammen aus Frankreich und sind Anbieter für Energiemanagement und Automatisierung sowie für Verfahrenstechnik für die Energie- und Chemieindustrie.

Die Anlage gehört zum „R3-Basisölprojekt“ im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland in Wesseling und Köln-Godorf. Nach Angaben der drei Unternehmen handelt es sich europaweit um die erste Anlage dieser Art im industriellen Maßstab. Der elektrische Heizer soll einen herkömmlichen, mit Brennstoff befeuerten Erhitzer ersetzen. Damit entfallen im Betrieb die direkten CO2- und Stickoxid-Emissionen aus der Feuerung. Die tatsächliche CO2-Bilanz der elektrischen Beheizung hängt dabei vom eingesetzten Strommix ab.

Das R3-Basisölprojekt ist Teil der Neuausrichtung des Shell-Standorts Rheinland. Shell will damit unter anderem den CO2-Fußabdruck der Raffinerie verringern. Der elektrische Rohrerhitzer beheizt Prozessströme für die Basisöldestillation und muss dabei die Anforderungen des bestehenden Raffinerieprozesses erfüllen.

Beiträge der Partner

Die Technologie für den elektrischen Heizer stammt von Axens beziehungsweise dessen Tochtergesellschaft Heurtey Petro Solutions. Der sogenannte Electric Tubular Radiant Heater nutzt elektrische Energie anstelle einer konventionellen Feuerung. Schneider Electric integrierte die elektrische Energieversorgung und die Steuerungstechnik in die Anlage.

Dafür lieferte Schneider Electric eine vorgefertigte, modulare Energielösung. Sie umfasst Schaltanlagen für die Stromverteilung, Transformatoren und ein System zur Leistungsregelung. Dieses kommuniziert mit dem Prozessleitsystem von Axens. Die Komponenten wurden laut den Unternehmen in die bestehende Infrastruktur des Shell-Standorts eingebunden.

Die Kombination aus elektrischer Energieversorgung und Verfahrenstechnik soll eine schnelle Regelung der Heizleistung und eine präzise Steuerung der Temperaturen ermöglichen. Zudem berücksichtigt die Lösung Anforderungen an Netzqualität, Betriebssicherheit und Anlagendesign.

Beitrag zur Industriedekarbonisierung

„Dieses Projekt zeigt, wie eine enge Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette die Transformation bestehender Industrieanlagen unterstützen kann“, sagte Marijn Bezuijen, Senior Project Manager bei Shell Rheinland. Die Kooperation mit Schneider Electric und Axens unterstütze die Einführung von Elektrifizierungslösungen, mit denen Shell die direkten betrieblichen CO₂-Emissionen aus der Prozesswärmeerzeugung senken wolle.

Axens-CEO Quentin Debuisschert verwies auf die Verbindung von Verfahrenstechnik und elektrischen Systemen. Die Kombination der elektrischen Erhitzertechnologie von Axens mit den Energie- und Steuerungslösungen von Schneider Electric ermögliche eine integrierte Lösung von der elektrischen Energieversorgung bis zum Prozess.

Devan Pillay, President Heavy Industries bei Schneider Electric, sieht in dem Projekt ein Beispiel für die Elektrifizierung energieintensiver Industrieprozesse. Die Verbindung der Verfahrenstechnik von Axens mit Energieversorgung und Automatisierung von Schneider Electric zeige, dass elektrische Lösungen auch in bestehenden Raffinerieprozessen eingesetzt werden können (sh)

Dienstag, 8.09.2026, 09:30 Uhr
Susanne Harmsen
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Quelle: Pixabay / Malte Reimold
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Shell nimmt elektrischen Industrieheizer in Betrieb
Shell, Schneider Electric und Axens haben in der Raffinerie Rheinland einen elektrischen Industrieheizer installiert, um Prozesswärme ohne direkte CO2- und NOX-Emissionen zu erzeugen.
Der britische Energie- und Chemiekonzern Shell hat gemeinsam mit Schneider Electric und Axens einen elektrischen Rohrerhitzer im Industriemaßstab in Betrieb genommen. Beide Partner stammen aus Frankreich und sind Anbieter für Energiemanagement und Automatisierung sowie für Verfahrenstechnik für die Energie- und Chemieindustrie.

Die Anlage gehört zum „R3-Basisölprojekt“ im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland in Wesseling und Köln-Godorf. Nach Angaben der drei Unternehmen handelt es sich europaweit um die erste Anlage dieser Art im industriellen Maßstab. Der elektrische Heizer soll einen herkömmlichen, mit Brennstoff befeuerten Erhitzer ersetzen. Damit entfallen im Betrieb die direkten CO2- und Stickoxid-Emissionen aus der Feuerung. Die tatsächliche CO2-Bilanz der elektrischen Beheizung hängt dabei vom eingesetzten Strommix ab.

Das R3-Basisölprojekt ist Teil der Neuausrichtung des Shell-Standorts Rheinland. Shell will damit unter anderem den CO2-Fußabdruck der Raffinerie verringern. Der elektrische Rohrerhitzer beheizt Prozessströme für die Basisöldestillation und muss dabei die Anforderungen des bestehenden Raffinerieprozesses erfüllen.

Beiträge der Partner

Die Technologie für den elektrischen Heizer stammt von Axens beziehungsweise dessen Tochtergesellschaft Heurtey Petro Solutions. Der sogenannte Electric Tubular Radiant Heater nutzt elektrische Energie anstelle einer konventionellen Feuerung. Schneider Electric integrierte die elektrische Energieversorgung und die Steuerungstechnik in die Anlage.

Dafür lieferte Schneider Electric eine vorgefertigte, modulare Energielösung. Sie umfasst Schaltanlagen für die Stromverteilung, Transformatoren und ein System zur Leistungsregelung. Dieses kommuniziert mit dem Prozessleitsystem von Axens. Die Komponenten wurden laut den Unternehmen in die bestehende Infrastruktur des Shell-Standorts eingebunden.

Die Kombination aus elektrischer Energieversorgung und Verfahrenstechnik soll eine schnelle Regelung der Heizleistung und eine präzise Steuerung der Temperaturen ermöglichen. Zudem berücksichtigt die Lösung Anforderungen an Netzqualität, Betriebssicherheit und Anlagendesign.

Beitrag zur Industriedekarbonisierung

„Dieses Projekt zeigt, wie eine enge Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette die Transformation bestehender Industrieanlagen unterstützen kann“, sagte Marijn Bezuijen, Senior Project Manager bei Shell Rheinland. Die Kooperation mit Schneider Electric und Axens unterstütze die Einführung von Elektrifizierungslösungen, mit denen Shell die direkten betrieblichen CO₂-Emissionen aus der Prozesswärmeerzeugung senken wolle.

Axens-CEO Quentin Debuisschert verwies auf die Verbindung von Verfahrenstechnik und elektrischen Systemen. Die Kombination der elektrischen Erhitzertechnologie von Axens mit den Energie- und Steuerungslösungen von Schneider Electric ermögliche eine integrierte Lösung von der elektrischen Energieversorgung bis zum Prozess.

Devan Pillay, President Heavy Industries bei Schneider Electric, sieht in dem Projekt ein Beispiel für die Elektrifizierung energieintensiver Industrieprozesse. Die Verbindung der Verfahrenstechnik von Axens mit Energieversorgung und Automatisierung von Schneider Electric zeige, dass elektrische Lösungen auch in bestehenden Raffinerieprozessen eingesetzt werden können (sh)

Dienstag, 8.09.2026, 09:30 Uhr
Susanne Harmsen

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