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Energie & Management > Photovoltaik - RWE-Solarpark bei Garzweiler erreicht 105 MW
Solarprojekt von RWE an der A 44n. Quelle: Teos Energy
Photovoltaik

RWE-Solarpark bei Garzweiler erreicht 105 MW

RWE hat die zweite Ausbaustufe seines Solarprojekts am Tagebau Garzweiler in Betrieb genommen. Damit steigt die Gesamtleistung der Anlage entlang der A 44n auf mehr als 100 MW.
Auf ehemaligen Tagebauflächen im Rheinischen Revier wächst die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Der Essener Energiekonzern RWE hat sein Solarprojekt entlang der Autobahn A 44n zwischen Bedburg und Jüchen in Nordrhein-Westfalen um eine zweite Ausbaustufe erweitert. Wie das Unternehmen am 14. Oktober in einer Mitteilung bekannt gibt, ging die neue Anlage bei Jüchen nach weniger als sechs Monaten Bauzeit vollständig in Betrieb. Damit übersteigt die installierte Leistung des gesamten Solarprojekts inzwischen 100 MW.

Die erste Ausbaustufe erzeugt bereits seit Ende 2025 Strom. Sie besteht aus 141.000 Solarmodulen und hat eine installierte Leistung von 86,5 MW. Im Oktober 2026 kamen weitere 30.600 Module mit 19,2 MW hinzu. Zusammen erreichen beide Anlagen damit eine Spitzenleistung von 105,7 MW. Die Wechselstromleistung liegt bei insgesamt 90,4 MW.

Nach Angaben von RWE können die nun insgesamt 171.600 Solarmodule rein rechnerisch rund 34.000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Photovoltaikanlagen stehen auf rekultivierten Flächen des Braunkohletagebaus Garzweiler. Damit nutzt der Konzern ehemalige Abbauflächen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Jüchens Bürgermeister Philipp Sieben (SPD) sieht darin ein Beispiel für den wirtschaftlichen Wandel der Region. „Die Solaroffensive von RWE am Tagebau Garzweiler zeigt, wie der Strukturwandel vor Ort konkret Gestalt annimmt.“ Davon profitiere auch die Region als künftiger Energiestandort, erklärte Sieben.

Batteriespeicher soll 2027 ans Netz gehen

Ergänzend zu den Photovoltaikanlagen baut RWE am Standort einen Batteriespeicher mit einer Leistung von 75 MW. Dessen Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Die geplante Speicherkapazität beträgt rund 150 MWh. Bei voller Leistung könnte die Anlage damit rechnerisch zwei Stunden lang Strom abgeben.

Mit dem Speicher will RWE unter anderem Regelenergie bereitstellen und so zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Die Batterie soll über denselben Netzanschluss wie die benachbarte Solaranlage mit dem Stromnetz verbunden werden. Auf diese Weise könne der Konzern die vorhandene Netzinfrastruktur besser auslasten, heißt es.

Weitere Wind- und Solarprojekte im Revier

Die Solaranlagen und der Batteriespeicher sind Teil eines größeren Ausbaus der erneuerbaren Stromerzeugung im Rheinischen Revier. In unmittelbarer Nähe errichtet RWE derzeit den Windpark Bedburg 3 mit einer geplanten Leistung von rund 60 MW.

Nach Unternehmensangaben baut und betreibt RWE in der Region Solar- und Windenergieprojekte mit einer Leistung von insgesamt 600 MW. Weitere Anlagen befinden sich in der Planung.

Thomas Körber, im Vorstand der RWE Power für die Braunkohle zuständig, sieht insbesondere in den rekultivierten Tagebauflächen Potenzial für zusätzliche Projekte. Diese Flächen eigneten sich besonders gut für den Ausbau erneuerbarer Energien, erklärte Körber. Dabei könne das Unternehmen auf die langjährige Erfahrung seiner Beschäftigten in der Energieversorgung zurückgreifen.

Die Nutzung der ehemaligen Tagebauflächen ist Teil des Strukturwandels im Rheinischen Revier. RWE baut dort parallel zum schrittweisen Rückzug aus der Braunkohleverstromung neue Erzeugungskapazitäten auf. Der Konzern plant, seine Kohleverstromung bis 2030 zu beenden. (ds)

Donnerstag, 15.10.2026, 12:27 Uhr
Davina Spohn
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Solarprojekt von RWE an der A 44n. Quelle: Teos Energy
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RWE-Solarpark bei Garzweiler erreicht 105 MW
RWE hat die zweite Ausbaustufe seines Solarprojekts am Tagebau Garzweiler in Betrieb genommen. Damit steigt die Gesamtleistung der Anlage entlang der A 44n auf mehr als 100 MW.
Auf ehemaligen Tagebauflächen im Rheinischen Revier wächst die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Der Essener Energiekonzern RWE hat sein Solarprojekt entlang der Autobahn A 44n zwischen Bedburg und Jüchen in Nordrhein-Westfalen um eine zweite Ausbaustufe erweitert. Wie das Unternehmen am 14. Oktober in einer Mitteilung bekannt gibt, ging die neue Anlage bei Jüchen nach weniger als sechs Monaten Bauzeit vollständig in Betrieb. Damit übersteigt die installierte Leistung des gesamten Solarprojekts inzwischen 100 MW.

Die erste Ausbaustufe erzeugt bereits seit Ende 2025 Strom. Sie besteht aus 141.000 Solarmodulen und hat eine installierte Leistung von 86,5 MW. Im Oktober 2026 kamen weitere 30.600 Module mit 19,2 MW hinzu. Zusammen erreichen beide Anlagen damit eine Spitzenleistung von 105,7 MW. Die Wechselstromleistung liegt bei insgesamt 90,4 MW.

Nach Angaben von RWE können die nun insgesamt 171.600 Solarmodule rein rechnerisch rund 34.000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Photovoltaikanlagen stehen auf rekultivierten Flächen des Braunkohletagebaus Garzweiler. Damit nutzt der Konzern ehemalige Abbauflächen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Jüchens Bürgermeister Philipp Sieben (SPD) sieht darin ein Beispiel für den wirtschaftlichen Wandel der Region. „Die Solaroffensive von RWE am Tagebau Garzweiler zeigt, wie der Strukturwandel vor Ort konkret Gestalt annimmt.“ Davon profitiere auch die Region als künftiger Energiestandort, erklärte Sieben.

Batteriespeicher soll 2027 ans Netz gehen

Ergänzend zu den Photovoltaikanlagen baut RWE am Standort einen Batteriespeicher mit einer Leistung von 75 MW. Dessen Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Die geplante Speicherkapazität beträgt rund 150 MWh. Bei voller Leistung könnte die Anlage damit rechnerisch zwei Stunden lang Strom abgeben.

Mit dem Speicher will RWE unter anderem Regelenergie bereitstellen und so zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Die Batterie soll über denselben Netzanschluss wie die benachbarte Solaranlage mit dem Stromnetz verbunden werden. Auf diese Weise könne der Konzern die vorhandene Netzinfrastruktur besser auslasten, heißt es.

Weitere Wind- und Solarprojekte im Revier

Die Solaranlagen und der Batteriespeicher sind Teil eines größeren Ausbaus der erneuerbaren Stromerzeugung im Rheinischen Revier. In unmittelbarer Nähe errichtet RWE derzeit den Windpark Bedburg 3 mit einer geplanten Leistung von rund 60 MW.

Nach Unternehmensangaben baut und betreibt RWE in der Region Solar- und Windenergieprojekte mit einer Leistung von insgesamt 600 MW. Weitere Anlagen befinden sich in der Planung.

Thomas Körber, im Vorstand der RWE Power für die Braunkohle zuständig, sieht insbesondere in den rekultivierten Tagebauflächen Potenzial für zusätzliche Projekte. Diese Flächen eigneten sich besonders gut für den Ausbau erneuerbarer Energien, erklärte Körber. Dabei könne das Unternehmen auf die langjährige Erfahrung seiner Beschäftigten in der Energieversorgung zurückgreifen.

Die Nutzung der ehemaligen Tagebauflächen ist Teil des Strukturwandels im Rheinischen Revier. RWE baut dort parallel zum schrittweisen Rückzug aus der Braunkohleverstromung neue Erzeugungskapazitäten auf. Der Konzern plant, seine Kohleverstromung bis 2030 zu beenden. (ds)

Donnerstag, 15.10.2026, 12:27 Uhr
Davina Spohn

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