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Energie & Management > Kernkraft - Rosatom hält an Kernkraft-Projekten im Iran fest
Quelle: Pixabay / Ulrike Leone
Kernkraft

Rosatom hält an Kernkraft-Projekten im Iran fest

Der russische Hersteller will trotz geopolitischer Spannungen seine Atomkraftprojekten im Iran und in der Türkei fertig bauen und treibt mehrere Auslandsprojekte weiter voran.
Rosatom-Chef Alexei Likatschew erklärte der russischen Nachrichtenagntur Interfax zufolge, der Staatskonzern beabsichtige weder, den Bau der zweiten und dritten Blöcke im Kernkraftwerk Buschehr einzustellen, noch sich aus dem Iran zurückzuziehen. „Der Bau der zweiten und dritten Einheit hat für das Unternehmen weiterhin Priorität. Es ist definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, ihn aufzugeben“, zitierte ihn eine Firmenzeitschrift.

Likatschew erwartet, dass der Konflikt von langer Dauer sein wird. „Wenn wir die Situation oberflächlich betrachten, wird der Konflikt langwierig sein – und er wird die Weltwirtschaft, die globale Logistik und die globale öffentliche Meinung grundlegend beeinflussen“, sagte er.

Der erste Block des Kernkraftwerks Buschehr mit einer Leistung von 1.000 MW wurde 2013 an den iranischen Kunden geliefert. Der Bau der zweiten Phase (Blöcke II und III mit einer Gesamtleistung von 2.100 MW) begann 2016. Die Fertigstellung von Block II war für 2024 und die von Block III für 2026 geplant. Ende Februar 2025 berichtete Liktschachew, dass in Iran ein Standort für ein weiteres russisches Atomkraftwerk identifiziert worden sei, die Arbeiten daran aber noch in weiter Ferne lägen.

Auch andere Auslandsprojekte von Rosatom laufen weiter. So gehen die Arbeiten am ersten Block des Kernkraftwerks Akkuyu in der türkischen Provinz Mersin Likatschew zufolge planmäßig weiter. Der Betrieb soll im Dezember anlaufen, nachdem erste Tests erfolgreich abgeschlossen wurden.

Bereits im Januar hatte Rosatom mitgeteilt, dass der Bau fertig und ein Großteil der Vorbereitungen zum Hochfahren abgeschlossen seien. Zudem sei eine stabile Verbindung zum türkischen Stromnetz hergestellt. Nunmehr seien unter Aufsicht der türkischen und russischen Regulierungsbehörden alle notwendigen Verfahren abzuschließen.

Darüber hinaus verwies der Rosatom-CEO auf die vor dem Abschluss stehenden Projekte Block 1 des Kernkraftwerks Rooppur in Bangladesch, Block 7 des Kernkraftwerks Tianwan und in Block 3 des Kernkraftwerks Xudapu, jeweils in China.

Freitag, 13.03.2026, 15:42 Uhr
Martin Klingsporn
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Rosatom hält an Kernkraft-Projekten im Iran fest
Der russische Hersteller will trotz geopolitischer Spannungen seine Atomkraftprojekten im Iran und in der Türkei fertig bauen und treibt mehrere Auslandsprojekte weiter voran.
Rosatom-Chef Alexei Likatschew erklärte der russischen Nachrichtenagntur Interfax zufolge, der Staatskonzern beabsichtige weder, den Bau der zweiten und dritten Blöcke im Kernkraftwerk Buschehr einzustellen, noch sich aus dem Iran zurückzuziehen. „Der Bau der zweiten und dritten Einheit hat für das Unternehmen weiterhin Priorität. Es ist definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, ihn aufzugeben“, zitierte ihn eine Firmenzeitschrift.

Likatschew erwartet, dass der Konflikt von langer Dauer sein wird. „Wenn wir die Situation oberflächlich betrachten, wird der Konflikt langwierig sein – und er wird die Weltwirtschaft, die globale Logistik und die globale öffentliche Meinung grundlegend beeinflussen“, sagte er.

Der erste Block des Kernkraftwerks Buschehr mit einer Leistung von 1.000 MW wurde 2013 an den iranischen Kunden geliefert. Der Bau der zweiten Phase (Blöcke II und III mit einer Gesamtleistung von 2.100 MW) begann 2016. Die Fertigstellung von Block II war für 2024 und die von Block III für 2026 geplant. Ende Februar 2025 berichtete Liktschachew, dass in Iran ein Standort für ein weiteres russisches Atomkraftwerk identifiziert worden sei, die Arbeiten daran aber noch in weiter Ferne lägen.

Auch andere Auslandsprojekte von Rosatom laufen weiter. So gehen die Arbeiten am ersten Block des Kernkraftwerks Akkuyu in der türkischen Provinz Mersin Likatschew zufolge planmäßig weiter. Der Betrieb soll im Dezember anlaufen, nachdem erste Tests erfolgreich abgeschlossen wurden.

Bereits im Januar hatte Rosatom mitgeteilt, dass der Bau fertig und ein Großteil der Vorbereitungen zum Hochfahren abgeschlossen seien. Zudem sei eine stabile Verbindung zum türkischen Stromnetz hergestellt. Nunmehr seien unter Aufsicht der türkischen und russischen Regulierungsbehörden alle notwendigen Verfahren abzuschließen.

Darüber hinaus verwies der Rosatom-CEO auf die vor dem Abschluss stehenden Projekte Block 1 des Kernkraftwerks Rooppur in Bangladesch, Block 7 des Kernkraftwerks Tianwan und in Block 3 des Kernkraftwerks Xudapu, jeweils in China.

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