Der Vorstand der Rhenag: Till Cremer (links) und Jan-Bernd Brüning. Quelle: Rhenag Rheinische Energie AG
Die Kölner Rhenag hat im vergangenen Geschäftsjahr 2025 ihr Ergebnis augebaut. Die Nachfrage kommunaler Versorger nach Unterstützung steigt.
Die „rhenag Rheinische Energie AG“ hat im Geschäftsjahr 2025 ihr Ergebnis verbessert und ihre Rolle im kommunalen Umfeld ausgebaut, teilte der Energieversorger mit. Das Unternehmen erwirtschaftete ein Ergebnis vor Steuern von 68,5 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr 2025 nach 67,7 Millionen Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss stieg auf 58 Millionen Euro verglichen zum Vorjahrm wo der Überschuss bei 56,6 Millionen Euro lag.
Rhenag führt die Entwicklung auf die Fortsetzung seiner strategischen Ausrichtung zurück. Diese umfasst den Ausbau des Beteiligungsnetzwerks, die stärkere Vernetzung mit kommunalen Partnern sowie die Weiterentwicklung des Leistungsportfolios für Stadtwerke. Mehr als 30 Beteiligungen bilden das kommunale EVU‑Netzwerk der Rhenag. Im Jahr 2025 wurde laut dem Unternehmen diese Vernetzung weiter vertieft – durch gemeinsame Plattformen, standardisierte Prozesse sowie neue Formen des Wissens- und Erfahrungsaustauschs.
Ziel ist es, Synergien zu nutzen und operative Abläufe bei den Partnerunternehmen zu vereinfachen. „Entscheidend ist für uns, dass unsere Partner durch diese Vernetzung spürbar profitieren“, erklärt Rhenag‑Vorstand Till Cremer. „Gemeinsam entwickeln wir Lösungen, nutzen Skalierungseffekte und schaffen Strukturen, die Stadtwerke nachhaltig entlasten.“
Steigende Anforderungen bei Stadtwerken erhöhen NachfrageParallel dazu wächst der Unterstützungsbedarf kommunaler Versorger, teilte die Rhenag weiter mit und verweist auf zunehmende regulatorische Vorgaben, höhere Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz sowie die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung. Auch die Digitalisierung von Prozessen und die Weiterentwicklung bestehender IT-Systeme treiben den Anpassungsdruck.
Vor diesem Hintergrund verzeichneteman 2025 eine steigende Nachfrage nach Dienstleistungen. Dazu zählen Beratungsleistungen, IT-Services sowie operative Unterstützung in verschiedenen Geschäftsbereichen. Rhenag wertet diese Entwicklung als Indikator für die zunehmende Komplexität der Aufgaben auf kommunaler Ebene. „Unser Ziel ist es, kommunale Akteure so zu unterstützen und zu vernetzen, dass sie die großen Aufgaben der Energie- und Wärmewende pragmatisch, bürgernah und verlässlich umsetzen können“, so Jan-Bernd Brüning.
Auch das eigene Energiegeschäft richtet das Unternehmen weiter aus. Schwerpunkte liegen auf regionalen Angeboten, integrierten Versorgungslösungen sowie dem Ausbau von Wärmelösungen, Ladeinfrastruktur und Quartiersprojekten. Im laufenden Geschäftsjahr sollen zusätzliche kommunale Versorger in das Netzwerk integrieren und bestehende Beteiligungen weiterentwickelt werden.
Höherer Gasbsatz, weniger Strom verkauft Der Gasabsatz lag 2025 bei rund 1,3 Milliarden kWh und damit über dem Vorjahrsniveau von 1,2 Milliarden kWh. Hauptfaktor für dieses Absatzplus war die längere Kälteperiode am Anfang des Jahres, steht im Geschäftsbericht.
Die kleinere Stromsparte von Rhenag verzeichnete im Berichtsjahr hingegen einen Absatzrückgang. Das Absatzvolumen sank um rund 20 Millionen kWh auf 126 Millionen kWh. Als wesentliche Ursachen wird der intensive Wettbewerb im Haushaltskundensegment sowie den Markteintritt neuer Anbieter gesehen.
Zusätzlich wirkte sich die Übertragung von 7.800 Kunden der externen Vertriebsmarke „Gaspar“ auf die Tochtergesellschaft „energy4u“ aus. Dieser Schritt führte zu einem Absatzeffekt von minus 7,6 Millionen kWh. Im Großkundensegment zeigte sich hingegen eine gegenläufige Entwicklung. Hier lag der Stromabsatz um 10 Millionen kWh über dem Vorjahreswert. Rhenag führt dies auf eine stabilere Nachfrage in diesem Kundensegment zurück.
Donnerstag, 30.04.2026, 15:01 Uhr
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