E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Bilanz - Orsted will 2000 Stellen abbauen
Quelle: Orsted
Bilanz

Orsted will 2000 Stellen abbauen

Die Geschäftszahlen für 2025 des dänischen Energieunternehmens Orsted sind nicht schlecht. Trotzdem kündigt das Management Einschnitte an.
Der dänische Energiekonzern Orsted weist für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 25,1 Milliarden dänischen Kronen (3,36 Milliarden Euro) aus. Der Jahresgewinn lag bei 3,2 Milliarden dänischen Kronen (430 Millionen Euro), so das Unternehmen bei Vorlage der Geschäftszahlen für 2025.

Nach Angaben des Unternehmens war 2025 von einer strategischen Neuausrichtung geprägt. Dazu gehörten eine Stärkung der Kapitalstruktur sowie der vorzeitige Abschluss des für 2025 und 2026 geplanten Beteiligungs- und Veräußerungsprogramms. Aus diesem Programm erzielte Orsted Erlöse von umgerechnet rund 6,2 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Konzern im Rahmen einer Kapitalerhöhung Bruttoerlöse von rund 8,1 Milliarden Euro erzielt.

Konzernchef Rasmus Errboe bezeichnete das Jahr als wegweisend für den Konzern. „2025 war ein prägendes Jahr für Orsted.“ Zugleich betonte er, dass der Umbau des Unternehmens noch nicht abgeschlossen sei. „Wir haben große Schritte hin zu einem stärkeren, fokussierteren und wettbewerbsfähigeren Orsted gemacht, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt.“

Zur weiteren Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit kündigte Orsted organisatorische Anpassungen an. Bis Ende 2027 soll die Belegschaft um rund 2.000 Stellen reduziert werden, um die Kostenstruktur zu verbessern und die Organisation flexibler aufzustellen.

Arbeiten in den USA laufen wieder

Im operativen Geschäft meldet Orsted Fortschritte beim Bauprogramm für Offshore-Windparks. Das Unternehmen arbeitet derzeit an einem Offshore-Windportfolio mit einer Leistung von 8,1 GW in der Bauphase. Bis Ende 2027 soll die installierte Offshore-Leistung auf mehr als 18 GW steigen.

Die Offshore-Stromerzeugung nahm 2025 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zu, obwohl die Windgeschwindigkeiten unter dem Durchschnitt lagen. Als Gründe nennt Orsted eine höhere Verfügbarkeit der Anlagen sowie den Produktionshochlauf des deutschen Offshore-Windparks Gode Wind 3.

Gleichzeitig bestehen weiterhin Risiken, insbesondere in den USA. Bei den Projekten Revolution Wind und Sunrise Wind hatten die zuständigen Behörden zeitweise Baustopps verhängt. Nach gerichtlichen Entscheidungen konnten die Arbeiten wieder aufgenommen werden, die rechtlichen Verfahren sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Orsted erklärte, weiterhin Gespräche mit der US-Regierung zu führen, um eine dauerhafte Lösung zu erreichen.

Für 2026 erwartet Orsted ein Ebitda von mehr als 3,8 Milliarden Euro. Die geplanten Bruttoinvestitionen beziffert der Konzern auf 6,7 bis 7,4 Milliarden Euro. Offshore-Wind bleibt dabei der zentrale Schwerpunkt der Unternehmensstrategie.

Freitag, 6.02.2026, 15:41 Uhr
Stefan Sagmeister
Energie & Management > Bilanz - Orsted will 2000 Stellen abbauen
Quelle: Orsted
Bilanz
Orsted will 2000 Stellen abbauen
Die Geschäftszahlen für 2025 des dänischen Energieunternehmens Orsted sind nicht schlecht. Trotzdem kündigt das Management Einschnitte an.
Der dänische Energiekonzern Orsted weist für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 25,1 Milliarden dänischen Kronen (3,36 Milliarden Euro) aus. Der Jahresgewinn lag bei 3,2 Milliarden dänischen Kronen (430 Millionen Euro), so das Unternehmen bei Vorlage der Geschäftszahlen für 2025.

Nach Angaben des Unternehmens war 2025 von einer strategischen Neuausrichtung geprägt. Dazu gehörten eine Stärkung der Kapitalstruktur sowie der vorzeitige Abschluss des für 2025 und 2026 geplanten Beteiligungs- und Veräußerungsprogramms. Aus diesem Programm erzielte Orsted Erlöse von umgerechnet rund 6,2 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Konzern im Rahmen einer Kapitalerhöhung Bruttoerlöse von rund 8,1 Milliarden Euro erzielt.

Konzernchef Rasmus Errboe bezeichnete das Jahr als wegweisend für den Konzern. „2025 war ein prägendes Jahr für Orsted.“ Zugleich betonte er, dass der Umbau des Unternehmens noch nicht abgeschlossen sei. „Wir haben große Schritte hin zu einem stärkeren, fokussierteren und wettbewerbsfähigeren Orsted gemacht, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt.“

Zur weiteren Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit kündigte Orsted organisatorische Anpassungen an. Bis Ende 2027 soll die Belegschaft um rund 2.000 Stellen reduziert werden, um die Kostenstruktur zu verbessern und die Organisation flexibler aufzustellen.

Arbeiten in den USA laufen wieder

Im operativen Geschäft meldet Orsted Fortschritte beim Bauprogramm für Offshore-Windparks. Das Unternehmen arbeitet derzeit an einem Offshore-Windportfolio mit einer Leistung von 8,1 GW in der Bauphase. Bis Ende 2027 soll die installierte Offshore-Leistung auf mehr als 18 GW steigen.

Die Offshore-Stromerzeugung nahm 2025 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zu, obwohl die Windgeschwindigkeiten unter dem Durchschnitt lagen. Als Gründe nennt Orsted eine höhere Verfügbarkeit der Anlagen sowie den Produktionshochlauf des deutschen Offshore-Windparks Gode Wind 3.

Gleichzeitig bestehen weiterhin Risiken, insbesondere in den USA. Bei den Projekten Revolution Wind und Sunrise Wind hatten die zuständigen Behörden zeitweise Baustopps verhängt. Nach gerichtlichen Entscheidungen konnten die Arbeiten wieder aufgenommen werden, die rechtlichen Verfahren sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Orsted erklärte, weiterhin Gespräche mit der US-Regierung zu führen, um eine dauerhafte Lösung zu erreichen.

Für 2026 erwartet Orsted ein Ebitda von mehr als 3,8 Milliarden Euro. Die geplanten Bruttoinvestitionen beziffert der Konzern auf 6,7 bis 7,4 Milliarden Euro. Offshore-Wind bleibt dabei der zentrale Schwerpunkt der Unternehmensstrategie.

Freitag, 6.02.2026, 15:41 Uhr
Stefan Sagmeister

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.