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Energie & Management > Strom - Großhandelspreise Strom zweistellig gesunken
Quelle: Shutterstock
Strom

Großhandelspreise Strom zweistellig gesunken

Der Verband der Energie-Abnehmer (VEA) untersucht periodisch die Strompreisentwicklung. Die Commodity Strom wurde in den vergangenen Monaten für Großkunden billiger.
Die Strompreise für größere Abnehmer in den deutschen Verteilnetzen sind im Jahresvergleich gesunken. Nach einer Auswertung des Verbands der Energie-Abnehmer (VEA) sanken die Preise in den mehr als 50 untersuchten Netzgebieten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 11 Prozent.

Ursächlich dafür seien vor allem gesunkene Großhandelspreise sowie staatliche Zuschüsse für Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), so der VEA. Trotz des allgemeinen Rückgangs blieben die regionalen Unterschiede bei den Strompreisen erheblich. „Wegen der großen Preisunterschiede für die Netznutzung ergeben sich nach wie vor regionale Unterschiede bei den Strompreisen“, schreibt der VEA. Zusätzlich wirkten sich seit diesem Jahr Entlastungen für Netzbetreiber mit einem hohen Anteil an Erneuerbaren-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) aus, was zu spürbaren Verschiebungen zwischen den Netzgebieten führt.

Die stärksten prozentualen Preissenkungen verzeichnet die AVU Netz GmbH mit Sitz in Gevelsberg, Nordrhein-Westfalen, mit minus 18,2 Prozent. Es folgen die Bayernwerk Netz GmbH, Regensburg, zuständig für große Teile Bayerns, mit minus 16,6 Prozent sowie die EAM Netz GmbH mit Sitz in Kassel, tätig in Hessen und angrenzenden Regionen, mit minus 16,0 Prozent. 

Preisspanne von 29 Prozent

Die Spannweite zwischen dem günstigsten und dem teuersten Netzgebiet bleibt nach VEA-Angaben groß. Den niedrigsten Durchschnittspreis weist die Stadtwerke Kiel Netz GmbH in Schleswig-Holstein mit 14,18 Ct/kWh auf. Am teuersten ist die Ovag Netz GmbH mit 18,27 Ct/kWh. Die Differenz beträgt damit 4,09 Ct/kWh beziehungsweise 28,9 Prozent.

Zu den drei günstigsten Netzgebieten zählen neben Stadtwerke Kiel Netz die Schleswig-Holstein Netz AG in Quickborn, und die EWE Netz GmbH mit Sitz in Oldenburg, die vor allem in Niedersachsen und Bremen aktiv ist. Die höchsten Durchschnittspreise weisen nach der Ovag Netz GmbH, die Energieversorgung Halle Netz GmbH sowie die „SachsenNetze HS.HD GmbH“ mit Sitz in Dresden auf, die große Teile Sachsens versorgt.

Auch zwischen Ost- und Westdeutschland zeigen sich Unterschiede. Der durchschnittliche Strompreis in den neuen Bundesländern liegt bei 16,19 Ct/kWh und damit um 0,14 Ct/kWh beziehungsweise 0,9 Prozent unter dem Mittelwert der alten Bundesländer von 16,33 Ct/kWh.

Der Preisvergleich des Verbands der Energie-Abnehmer umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird nach VEA-Aussage „ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt“. Die Reihenfolge im Vergleich basiere auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Grundlage sind Vollstromversorgungsverträge mit Vertragsbeginn 1. Januar 2026 und einer Laufzeit von zwölf Monaten, die Unternehmen im zweiten Halbjahr 2025 abgeschlossen haben.
 
Der Preisvergleich des Verbands der Energie-Abnehmer I/2026.
(Zur Vollansicht auf die Grafik klicken)
Quelle: VEA

Freitag, 16.01.2026, 15:48 Uhr
Stefan Sagmeister
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Großhandelspreise Strom zweistellig gesunken
Der Verband der Energie-Abnehmer (VEA) untersucht periodisch die Strompreisentwicklung. Die Commodity Strom wurde in den vergangenen Monaten für Großkunden billiger.
Die Strompreise für größere Abnehmer in den deutschen Verteilnetzen sind im Jahresvergleich gesunken. Nach einer Auswertung des Verbands der Energie-Abnehmer (VEA) sanken die Preise in den mehr als 50 untersuchten Netzgebieten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 11 Prozent.

Ursächlich dafür seien vor allem gesunkene Großhandelspreise sowie staatliche Zuschüsse für Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), so der VEA. Trotz des allgemeinen Rückgangs blieben die regionalen Unterschiede bei den Strompreisen erheblich. „Wegen der großen Preisunterschiede für die Netznutzung ergeben sich nach wie vor regionale Unterschiede bei den Strompreisen“, schreibt der VEA. Zusätzlich wirkten sich seit diesem Jahr Entlastungen für Netzbetreiber mit einem hohen Anteil an Erneuerbaren-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) aus, was zu spürbaren Verschiebungen zwischen den Netzgebieten führt.

Die stärksten prozentualen Preissenkungen verzeichnet die AVU Netz GmbH mit Sitz in Gevelsberg, Nordrhein-Westfalen, mit minus 18,2 Prozent. Es folgen die Bayernwerk Netz GmbH, Regensburg, zuständig für große Teile Bayerns, mit minus 16,6 Prozent sowie die EAM Netz GmbH mit Sitz in Kassel, tätig in Hessen und angrenzenden Regionen, mit minus 16,0 Prozent. 

Preisspanne von 29 Prozent

Die Spannweite zwischen dem günstigsten und dem teuersten Netzgebiet bleibt nach VEA-Angaben groß. Den niedrigsten Durchschnittspreis weist die Stadtwerke Kiel Netz GmbH in Schleswig-Holstein mit 14,18 Ct/kWh auf. Am teuersten ist die Ovag Netz GmbH mit 18,27 Ct/kWh. Die Differenz beträgt damit 4,09 Ct/kWh beziehungsweise 28,9 Prozent.

Zu den drei günstigsten Netzgebieten zählen neben Stadtwerke Kiel Netz die Schleswig-Holstein Netz AG in Quickborn, und die EWE Netz GmbH mit Sitz in Oldenburg, die vor allem in Niedersachsen und Bremen aktiv ist. Die höchsten Durchschnittspreise weisen nach der Ovag Netz GmbH, die Energieversorgung Halle Netz GmbH sowie die „SachsenNetze HS.HD GmbH“ mit Sitz in Dresden auf, die große Teile Sachsens versorgt.

Auch zwischen Ost- und Westdeutschland zeigen sich Unterschiede. Der durchschnittliche Strompreis in den neuen Bundesländern liegt bei 16,19 Ct/kWh und damit um 0,14 Ct/kWh beziehungsweise 0,9 Prozent unter dem Mittelwert der alten Bundesländer von 16,33 Ct/kWh.

Der Preisvergleich des Verbands der Energie-Abnehmer umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird nach VEA-Aussage „ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt“. Die Reihenfolge im Vergleich basiere auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Grundlage sind Vollstromversorgungsverträge mit Vertragsbeginn 1. Januar 2026 und einer Laufzeit von zwölf Monaten, die Unternehmen im zweiten Halbjahr 2025 abgeschlossen haben.
 
Der Preisvergleich des Verbands der Energie-Abnehmer I/2026.
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Quelle: VEA

Freitag, 16.01.2026, 15:48 Uhr
Stefan Sagmeister

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