Das Landesstudio Niedersachsen des NDR. Quelle: NDR
Der Energieversorger Enercity wird weiterhin die Gebäude der Rundfunkanstalten von ARD und ZDF mit Strom versorgen. Die Verträge laufen bis 2029 und umfassen knapp 500 Gebäude.
Die Enercity AG hat sich erneut in einem europaweiten Vergabeverfahren den Zuschlag für die Stromversorgung aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland gesichert, teilte der Energieversorger mit Sitz in Hannover am 30. Dezember mit. Die Verträge laufen bis 2029 und betreffen die Einrichtungen von ARD, ZDF und Deutschlandradio.
Zum Lieferumfang zählen zentrale Produktions- und Verwaltungsstandorte wie das ZDF-Sendezentrum am Lerchenberg in Mainz sowie die Funkhäuser und Studios der ARD-Anstalten. Auch Tochter- und Beteiligungsgesellschaften wie Bavaria Film, Deutsche Welle oder die WDR Mediagroup gehören zu den belieferten Organisationen. Der Auftrag umfasst bundesweit rund 500 einzelne Abnahmestellen.
Bereits seit 2022 beliefert Enercity den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit Strom (wir berichteten). Der erneute Zuschlag bestätigt nun die Fortsetzung dieser Geschäftsbeziehung über weitere fünf Jahre. Das jährliche Liefervolumen liegt bei etwa 270 Millionen kWh. Es handelt sich „um 100 Prozent Ökostrom mit Herkunftsnachweisen aus europäischen Anlagen“, teilte ein Sprecher auf Nachfrage der Redaktion mit.
Nach Angaben des Unternehmens spielte im Vergabeverfahren neben dem Preis auch die Fähigkeit zur Abbildung komplexer Lastprofile eine Rolle. „Diesen Vertriebserfolg sehen wir als Bestätigung von Enercity als zuverlässige Partnerin im B2B-Commodity-Geschäft. Institutionen mit komplexen Lastprofilen erwarten maßgeschneiderte Lösungen aus einer Hand“, sagte Steffen Harte, Leiter B2B-Commodity bei Enercity. Öffentliche Auftraggeber würden in solchen Ausschreibungen zudem Aspekte wie Vertragsgestaltung, Risikoabsicherung und die Qualität des Energie-Reportings bewerten.
Der Auftrag stärke die Position von Enercity im Geschäft mit Großkunden aus dem öffentlichen Sektor. Institutionen mit vielen dezentralen Standorten und hohem Energiebedarf stellen laut dem Versorger besondere Anforderungen an Lieferanten und Vertragsmodelle. Enge Abstimmung mit den Auftraggebern und stabile Prozesse gelten dabei als zentrale Kriterien.
Dienstag, 30.12.2025, 15:05 Uhr
Heidi Roider
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