Gebäude der VNG in Leipzig. Quelle: Urbanksy
Die Energiekonzern EnBW hat vom Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) dessen Anteil an dem Leipziger Gasgroßhändler VNG übernommen.
Geschäft mit dem Gesellschafter: Die Karlsruher EnBW erwirbt von der OEW Energie-Beteiligungs GmbH, der 47 Prozent des EnBW-Konzerns gehören, deren Anteil an dem Leipziger Gasgroßhändler VNG. Die OWE hält bisher 4,53 Prozent an der VNG. Die Übertragung sei auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der VNG AG in Leipzig am 11. Dezember beschlossen worden, teilt EnBW mit.
Der baden-württembergische Energieriese EnBW sei künftig mit 84,37 Prozent an der VNG beteiligt. Die übrigen 15,63 Prozent verblieben weiterhin bei kommunalen ostdeutschen Unternehmen.
Die Entscheidung unterstreiche „die strategische Bedeutung der VNG für die EnBW, die als einziges großes deutsches integriertes Energieunternehmen gleichermaßen in die Elektrifizierung des Energiesystems wie auch in die Transformation hin zu klimaneutralen Gasen wie Wasserstoff investiert“, heißt es in einer Mitteilung.
OEW legt Fokus auf „Kernbeteiligungen“
Die OEW – eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke – beschleunige die strategische Fokussierung auf ihre Kernbeteiligungen in Baden-Württemberg in Verbindung mit den damit verbundenen Aufgaben und Investitionen.
Die VNG mit Hauptsitz in Leipzig ist ein Unternehmensverbund mit mehr als 20 Gesellschaften. Geschäftsfelder sind Handel und Vertrieb, Transport, Speicher, Biogas und digitale Infrastruktur. Die Zahl der Mitarbeitenden liegt nach Unternehmensangaben aktuell bei 1.900.
Für das Geschäftsjahr 2024 weist die VNG AG ein Beteiligungs- und Finanzergebnis in Höhe von 491 Millionen Euro aus. Nach Steuern steht ein Ergebnis von 355,5 Millionen Euro zu Buche.
Freitag, 12.12.2025, 15:42 Uhr
Manfred Fischer
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