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Energie & Management > Ladeinfrasttuktur - Electra öffnet seine App für Fremdnetze
Ladepark von Electra. Quelle: Electra
Ladeinfrasttuktur

Electra öffnet seine App für Fremdnetze

Der Ladenetzbetreiber Electra erweitert seine Lade-App und ermöglicht damit den Zugang zu 800.000 öffentlichen Ladepunkten in Europa. Sie vereint mehrere Ladenetze in einer Anwendung.
Der Betreiber von Schnellladeinfrastruktur Electra mit Hauptsitz in Paris erweitert sein Angebot. Seit 29. Juni tritt das Unternehmen auch als E-Mobility Service Provider (eMSP) auf. Wie Electra bekannt gibt, erhalten Nutzer der unternehmenseigenen App nun Zugang zu rund 800.000 öffentlichen Ladepunkten in Europa. Bislang umfasste das Angebot der App vor allem die rund 4.000 Ladepunkte des eigenen Netzes.

Als eMSP vermittelt Electra den Zugang zu Ladepunkten verschiedener Betreiber. Fahrer können Ladepunkte suchen, vergleichen, ansteuern und den Ladevorgang starten, ohne für jedes Ladenetz eine eigene App oder ein separates Nutzerkonto zu benötigen. Nach Angaben des Unternehmens lässt sich der Ladevorgang zudem mit einer einzigen Electra-Ladekarte an den angeschlossenen Ladenetzen freischalten.

Empfehlungen statt Kartenansicht

Ein Schwerpunkt der neuen App-Funktionen liegt auf der Auswahl geeigneter Ladepunkte. Ein Algorithmus bewertet verfügbare Stationen anhand von Ladeleistung, aktueller Verfügbarkeit, technischer Zuverlässigkeit, Standort und Preis. Nutzer können außerdem eigene Kriterien wie Preishöhe, Entfernung oder Ladeleistung festlegen. Der integrierte Routenplaner berücksichtigt Ladestopps automatisch bei der Streckenplanung.

Je nach Betreiber erfolgt die Freischaltung des Ladevorgangs über die App oder die Electra-Ladekarte. An den eigenen Schnellladestationen bietet Electra zudem Autocharge an. Nach einer einmaligen Registrierung erkennt die Ladesäule das Fahrzeug automatisch und startet den Ladevorgang nach dem Anschließen ohne weitere Freigabe.

Nach Angaben des Unternehmens sollen Nutzer den jeweiligen Ladepreis bereits vor Beginn des Ladevorgangs sehen. Für Ladevorgänge in fremden Ladenetzen erhebt Electra nach eigenen Angaben keine zusätzlichen Gebühren. Damit will das Unternehmen die Preisübersicht beim öffentlichen Laden verbessern.

Ausbau in Deutschland

Parallel setzt Electra den Ausbau seines Schnellladenetzes in Deutschland fort. Am 1. Juli eröffnet das Unternehmen nach eigenen Angaben in Hannover seinen bislang größten urbanen Schnellladepark in Deutschland. Am Standort an der Herschelstraße nahe dem Hauptbahnhof sollen dann 14 Ladepunkte an sieben Ladesäulen mit einer Ladeleistung von jeweils bis zu 400 kW zur Verfügung stehen. Weitere Ladeparks nahm Electra zuletzt unter anderem in Leipzig, Peine, Detmold und Krefeld in Betrieb.

Electra wurde 2020 gegründet und betreibt nach eigenen Angaben Ladeparks in zehn europäischen Ländern. Bis 2030 will das Unternehmen sein Netz auf 15.000 Schnellladepunkte ausgebaut haben.

Dienstag, 30.06.2026, 08:50 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > Ladeinfrasttuktur - Electra öffnet seine App für Fremdnetze
Ladepark von Electra. Quelle: Electra
Ladeinfrasttuktur
Electra öffnet seine App für Fremdnetze
Der Ladenetzbetreiber Electra erweitert seine Lade-App und ermöglicht damit den Zugang zu 800.000 öffentlichen Ladepunkten in Europa. Sie vereint mehrere Ladenetze in einer Anwendung.
Der Betreiber von Schnellladeinfrastruktur Electra mit Hauptsitz in Paris erweitert sein Angebot. Seit 29. Juni tritt das Unternehmen auch als E-Mobility Service Provider (eMSP) auf. Wie Electra bekannt gibt, erhalten Nutzer der unternehmenseigenen App nun Zugang zu rund 800.000 öffentlichen Ladepunkten in Europa. Bislang umfasste das Angebot der App vor allem die rund 4.000 Ladepunkte des eigenen Netzes.

Als eMSP vermittelt Electra den Zugang zu Ladepunkten verschiedener Betreiber. Fahrer können Ladepunkte suchen, vergleichen, ansteuern und den Ladevorgang starten, ohne für jedes Ladenetz eine eigene App oder ein separates Nutzerkonto zu benötigen. Nach Angaben des Unternehmens lässt sich der Ladevorgang zudem mit einer einzigen Electra-Ladekarte an den angeschlossenen Ladenetzen freischalten.

Empfehlungen statt Kartenansicht

Ein Schwerpunkt der neuen App-Funktionen liegt auf der Auswahl geeigneter Ladepunkte. Ein Algorithmus bewertet verfügbare Stationen anhand von Ladeleistung, aktueller Verfügbarkeit, technischer Zuverlässigkeit, Standort und Preis. Nutzer können außerdem eigene Kriterien wie Preishöhe, Entfernung oder Ladeleistung festlegen. Der integrierte Routenplaner berücksichtigt Ladestopps automatisch bei der Streckenplanung.

Je nach Betreiber erfolgt die Freischaltung des Ladevorgangs über die App oder die Electra-Ladekarte. An den eigenen Schnellladestationen bietet Electra zudem Autocharge an. Nach einer einmaligen Registrierung erkennt die Ladesäule das Fahrzeug automatisch und startet den Ladevorgang nach dem Anschließen ohne weitere Freigabe.

Nach Angaben des Unternehmens sollen Nutzer den jeweiligen Ladepreis bereits vor Beginn des Ladevorgangs sehen. Für Ladevorgänge in fremden Ladenetzen erhebt Electra nach eigenen Angaben keine zusätzlichen Gebühren. Damit will das Unternehmen die Preisübersicht beim öffentlichen Laden verbessern.

Ausbau in Deutschland

Parallel setzt Electra den Ausbau seines Schnellladenetzes in Deutschland fort. Am 1. Juli eröffnet das Unternehmen nach eigenen Angaben in Hannover seinen bislang größten urbanen Schnellladepark in Deutschland. Am Standort an der Herschelstraße nahe dem Hauptbahnhof sollen dann 14 Ladepunkte an sieben Ladesäulen mit einer Ladeleistung von jeweils bis zu 400 kW zur Verfügung stehen. Weitere Ladeparks nahm Electra zuletzt unter anderem in Leipzig, Peine, Detmold und Krefeld in Betrieb.

Electra wurde 2020 gegründet und betreibt nach eigenen Angaben Ladeparks in zehn europäischen Ländern. Bis 2030 will das Unternehmen sein Netz auf 15.000 Schnellladepunkte ausgebaut haben.

Dienstag, 30.06.2026, 08:50 Uhr
Davina Spohn

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