Quelle: Georg Eble
Ein geplanter Windpark im hessischen Knüllgebirge wird nicht realisiert. Die Städtischen Werke Kassel beenden die Planungen für das Projekt.
Ein Funkmessstandort der Bundeswehr im Knüllgebirge in Nordhessen steht den geplanten Windenergieanlagen entgegen. Deshalb geben die Städtischen Werke Kassel die Entwicklung des Windparks Schwarzenborn beim gleichnamigen Städtchen auf. Das kommunale Energieunternehmen hatte das Vorhaben gemeinsam mit regionalen Partnern vorbereitet.
Die Städtische Werke AG mit Sitz in Kassel versorgt die Region mit Strom, Gas und Wärme und entwickelt seit Jahren Projekte im Bereich erneuerbarer Energien. Für den Standort nahe Bad Hersfeld (Hessen) planten das Unternehmen, die Stadt Schwarzenborn und die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll mehrere Windenergieanlagen im Waldgebiet des Knüllgebirges.
Die Projektpartner wollten den Windpark gemeinsam entwickeln und betreiben. Dazu planten sie eine Gesellschaft, an der sich neben den Städtischen Werken auch die Kommune und die Energiegenossenschaft beteiligen sollten. Während der Planungsphase erhob die Bundeswehr Einwände gegen das Vorhaben. Grund dafür ist ein militärischer Funkmessstandort in der Region. Die geplanten Windenergieanlagen könnten nach Angaben der Städtischen Werke die Funktionsfähigkeit dieser Einrichtung beeinträchtigen.
Unter diesen Voraussetzungen können die Projektpartner den Windpark nicht realisieren und verzichten auf eine weitere Entwicklung des Standorts bei Schwarzenborn. Die Städtischen Werke betonen jedoch, dass der Ausbau erneuerbarer Energien weiterhin zu ihren zentralen Aufgaben gehört. Laut eigener Internetseite betreibt oder betreut das Unternehmen in Nordhessen mehrere Windparks mit mehr als 30 Windenergieanlagen und über 100 MW installierter Leistung. Neue Projekte entwickeln die Kasseler weiterhin gemeinsam mit Kommunen und Bürgerenergiegesellschaften.
Freitag, 13.03.2026, 15:17 Uhr
Davina Spohn
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