E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > F&E - Wasserstoff-Projekt sucht Märkte für Elektrolyse-Sauerstoff
Quelle: Fotolia / alphaspirit
F&E

Wasserstoff-Projekt sucht Märkte für Elektrolyse-Sauerstoff

Das neue Projekt „O2Hamm“ untersucht die Nutzung von Sauerstoff aus der Wasserstoffproduktion. Das Fraunhofer IEG und Trianel wollen dafür regionale Geschäftsmodelle entwickeln.
Bei der Wasserstoffproduktion steht meist der erzeugte Wasserstoff im Mittelpunkt. Das nun gestartete Forschungsprojekt „O2Hamm“ legt einen anderen Schwerpunkt. Es richtet den Blick auf ein bislang wenig beachtetes Nebenprodukt, den Sauerstoff, der bei der Elektrolyse entsteht. Ziel der Projektpartner ist es, Einsatzmöglichkeiten für diesen Sauerstoff zu identifizieren und tragfähige Versorgungskonzepte für die Region Hamm und das Ruhrgebiet zu entwickeln. Dies teilte die Transferinitiative „H2Raum“ mit.

Das Vorhaben setzt die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (Fraunhofer IEG) mit Sitz in Bochum gemeinsam mit dem Stadtwerkenetzwerk Trianel aus Aachen um. Nach Angaben der Projektpartner soll O2 Hamm zeigen, wie sich Wasserstoffprojekte wirtschaftlich besser nutzen lassen, indem auch der anfallende Sauerstoff in regionale Wertschöpfungsketten eingebunden wird.

Im geplanten Wasserstoffzentrum Hamm am östlichen Rand des Ruhrgebiets sollen nach der Inbetriebnahme jährlich rund 1.500 Tonnen grüner Wasserstoff entstehen. Gleichzeitig werden dabei etwa 12.000 Tonnen Sauerstoff anfallen. Dieser könnte laut H2 Raum beispielsweise in der Abwasserbehandlung, der Lebensmittelindustrie, in Krankenhäusern oder in verschiedenen Industrieprozessen eingesetzt werden.
 
Konzentriertes Arbeiten beim Projektstart von O2 Hamm (v.l.): Tim Peil, Tilman Cremer (beide Fraunhoer IEG), Tobias Sieker, Tobias Großer (beide Trianel) und Sahand Saadat (Fraunhofer IEG)
Quelle: H2 Raum

Unternehmen sollen Bedarf definieren

Das vom Bundesforschungsministerium mit 380.000 Euro geförderte Projekt läuft über zwei Jahre. In dieser Zeit wollen die Partner zunächst den regionalen Sauerstoffbedarf ermitteln. Dazu sollen insbesondere mittelständische Unternehmen befragt werden. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach benötigten Mengen, Reinheitsanforderungen und wirtschaftlich tragfähigen Preisen. Auf dieser Grundlage wollen die Partner verschiedene Versorgungskonzepte entwickeln. Untersucht werden sowohl Transportlösungen als auch leitungsgebundene Versorgungsmodelle sowie gasförmige und verflüssigte Bereitstellungsformen. Projektleiter Sahand Saadat vom Fraunhofer IEG erklärt, die Ergebnisse sollten sowohl ökologisch als auch ökonomisch bewertet werden. 

O2 Hamm ist Teil der Transferinitiative H2 Raum. Das Netzwerk wird über das Förderprogramm „T!Raum – TransferRäume für die Zukunft von Regionen“ des Bundesforschungsministeriums unterstützt. Ziel der Initiative ist es, den Strukturwandel im Ruhrgebiet zu fördern und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft stärker miteinander zu vernetzen. Dabei sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen beim Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft unterstützt und gemeinsame Projekte angestoßen werden. (ds)

Hintergrund zum Wasserstoffzentrum Hamm

Das Wasserstoffzentrum Hamm entsteht am Trianel-Gaskraftwerk im Stadtteil Hamm-Uentrop in Nordrhein-Westfalen. Herzstück des Projekts ist ein 20-MW-Elektrolyseur, der mit Strom aus erneuerbaren Energien jährlich rund 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen soll.

Träger des Vorhabens sind die Stadtwerkekooperation Trianel sowie die Stadtwerke Hamm, die Stadtwerke Bochum und DSW21 aus Dortmund. Ziel ist es, den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft im östlichen Ruhrgebiet voranzutreiben und Industrie, Mobilität und weitere Abnehmer mit grünem Wasserstoff zu versorgen.

Zugleich soll das Projekt Erfahrungen für den Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft liefern. Ein Termin für die Inbetriebnahme des Wasserstoffzentrums wurde bislang nicht veröffentlicht.
 

Mittwoch, 8.07.2026, 17:34 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > F&E - Wasserstoff-Projekt sucht Märkte für Elektrolyse-Sauerstoff
Quelle: Fotolia / alphaspirit
F&E
Wasserstoff-Projekt sucht Märkte für Elektrolyse-Sauerstoff
Das neue Projekt „O2Hamm“ untersucht die Nutzung von Sauerstoff aus der Wasserstoffproduktion. Das Fraunhofer IEG und Trianel wollen dafür regionale Geschäftsmodelle entwickeln.
Bei der Wasserstoffproduktion steht meist der erzeugte Wasserstoff im Mittelpunkt. Das nun gestartete Forschungsprojekt „O2Hamm“ legt einen anderen Schwerpunkt. Es richtet den Blick auf ein bislang wenig beachtetes Nebenprodukt, den Sauerstoff, der bei der Elektrolyse entsteht. Ziel der Projektpartner ist es, Einsatzmöglichkeiten für diesen Sauerstoff zu identifizieren und tragfähige Versorgungskonzepte für die Region Hamm und das Ruhrgebiet zu entwickeln. Dies teilte die Transferinitiative „H2Raum“ mit.

Das Vorhaben setzt die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (Fraunhofer IEG) mit Sitz in Bochum gemeinsam mit dem Stadtwerkenetzwerk Trianel aus Aachen um. Nach Angaben der Projektpartner soll O2 Hamm zeigen, wie sich Wasserstoffprojekte wirtschaftlich besser nutzen lassen, indem auch der anfallende Sauerstoff in regionale Wertschöpfungsketten eingebunden wird.

Im geplanten Wasserstoffzentrum Hamm am östlichen Rand des Ruhrgebiets sollen nach der Inbetriebnahme jährlich rund 1.500 Tonnen grüner Wasserstoff entstehen. Gleichzeitig werden dabei etwa 12.000 Tonnen Sauerstoff anfallen. Dieser könnte laut H2 Raum beispielsweise in der Abwasserbehandlung, der Lebensmittelindustrie, in Krankenhäusern oder in verschiedenen Industrieprozessen eingesetzt werden.
 
Konzentriertes Arbeiten beim Projektstart von O2 Hamm (v.l.): Tim Peil, Tilman Cremer (beide Fraunhoer IEG), Tobias Sieker, Tobias Großer (beide Trianel) und Sahand Saadat (Fraunhofer IEG)
Quelle: H2 Raum

Unternehmen sollen Bedarf definieren

Das vom Bundesforschungsministerium mit 380.000 Euro geförderte Projekt läuft über zwei Jahre. In dieser Zeit wollen die Partner zunächst den regionalen Sauerstoffbedarf ermitteln. Dazu sollen insbesondere mittelständische Unternehmen befragt werden. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach benötigten Mengen, Reinheitsanforderungen und wirtschaftlich tragfähigen Preisen. Auf dieser Grundlage wollen die Partner verschiedene Versorgungskonzepte entwickeln. Untersucht werden sowohl Transportlösungen als auch leitungsgebundene Versorgungsmodelle sowie gasförmige und verflüssigte Bereitstellungsformen. Projektleiter Sahand Saadat vom Fraunhofer IEG erklärt, die Ergebnisse sollten sowohl ökologisch als auch ökonomisch bewertet werden. 

O2 Hamm ist Teil der Transferinitiative H2 Raum. Das Netzwerk wird über das Förderprogramm „T!Raum – TransferRäume für die Zukunft von Regionen“ des Bundesforschungsministeriums unterstützt. Ziel der Initiative ist es, den Strukturwandel im Ruhrgebiet zu fördern und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft stärker miteinander zu vernetzen. Dabei sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen beim Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft unterstützt und gemeinsame Projekte angestoßen werden. (ds)

Hintergrund zum Wasserstoffzentrum Hamm

Das Wasserstoffzentrum Hamm entsteht am Trianel-Gaskraftwerk im Stadtteil Hamm-Uentrop in Nordrhein-Westfalen. Herzstück des Projekts ist ein 20-MW-Elektrolyseur, der mit Strom aus erneuerbaren Energien jährlich rund 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen soll.

Träger des Vorhabens sind die Stadtwerkekooperation Trianel sowie die Stadtwerke Hamm, die Stadtwerke Bochum und DSW21 aus Dortmund. Ziel ist es, den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft im östlichen Ruhrgebiet voranzutreiben und Industrie, Mobilität und weitere Abnehmer mit grünem Wasserstoff zu versorgen.

Zugleich soll das Projekt Erfahrungen für den Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft liefern. Ein Termin für die Inbetriebnahme des Wasserstoffzentrums wurde bislang nicht veröffentlicht.
 

Mittwoch, 8.07.2026, 17:34 Uhr
Davina Spohn

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.