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Energie & Management > Strom - Wärmepumpe mit Potenzial
Quelle: Quelle: playgroundai
Strom

Wärmepumpe mit Potenzial

Die Vermittlungsplattform Aroundhome hat sich die Bestandsgebäude in 20 der größten deutschen Städte hinsichtlich der Nutzung einer Wärmepumpe angeschaut.
Knapp 60 Prozent aller Gebäude in deutschen Großstädten sind für die Installation einer Wärmepumpe geeignet. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von der Online-Vermittlungsplattform Aroundhome. Die Plattform vermittelt Fachbetriebe für Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben an Hauseigentümer. Dazu gehören Solaranlagen, Heizungen und energetische Gebäudemaßnahmen. 

Grundlage der Auswertung waren einer Mitteilung zufolge Daten der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FFE) in München. Aroundhome hat analysiert, wie viele Bestandsgebäude in deutschen Großstädten aufgrund ihrer baulichen, räumlichen und geologischen Voraussetzungen für Wärmepumpen geeignet sind. Durchschnittlich mehr als jedes zweite Gebäude (58,9 Prozent) kommt dafür infrage. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Städten erheblich.

An der Spitze liegt Dresden: Dort sind 82,5 Prozent der Gebäude grundsätzlich für mindestens eine der untersuchten Technologien geeignet. Dahinter folgen Bielefeld mit 78,2 Prozent, Berlin mit 74,9 Prozent, Hamburg mit 68,1 Prozent und Bochum mit 66,1 Prozent. Deutlich niedriger fällt das ermittelte Potenzial in anderen Großstädten aus. In Düsseldorf sind nur 40,9 Prozent der Gebäude geeignet, in Frankfurt am Main gerade einmal 41,4 Prozent. Davor liegen Köln mit 44,4 Prozent und Mannheim mit 45,1 Prozent. 

Ob eine Wärmepumpe technisch infrage kommt, hängt unter anderem vom Platzangebot sowie von den Grundstücks- und Bodenverhältnissen ab. Dabei unterscheiden sich auch die Anforderungen der verschiedenen Technologien.

Luftwärmepumpen benötigen vergleichsweise wenig Platz, da in der Regel vor allem ein geeigneter Aufstellort für das Gerät erforderlich ist. Erdsonden und Erdkollektoren setzen dagegen geeignete Bodenverhältnisse beziehungsweise ausreichend Grundstücksfläche voraus. Gerade in dicht bebauten Städten sind die Einsatzmöglichkeiten deshalb eingeschränkter. Solar-Eisspeicher kommen laut Auswertung vor allem bei Neubauten und umfangreicheren Sanierungsprojekten infrage.

Entsprechend unterscheiden sich die ermittelten Potenziale. Für Luftwärmepumpen kommt im bundesweiten Durchschnitt ein Anteil von 65 Prozent der untersuchten Gebäude infrage. Bei Erdsonden-Wärmepumpen sind es 47 Prozent, bei Solar-Eisspeichern 37 Prozent und bei Erdkollektoren 24 Prozent. Grundwasser-Wärmepumpen wurden in der Analyse nicht berücksichtigt.

Einen erheblichen Einfluss hat auch der Gebäudetyp. Unter den betrachteten Kategorien weisen freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser mit durchschnittlich 91 Prozent den höchsten Anteil technisch geeigneter Gebäude auf. Bei kleinen Mehrfamilienhäusern mit drei bis sechs Wohneinheiten sind es 83,4 Prozent, bei Doppelhäusern 71 Prozent. Deutlich geringer fällt das Potenzial bei Reihenhäusern (40,0 Prozent) sowie großen Mehrfamilienhäusern mit sieben und mehr Wohneinheiten (32,7 Prozent) aus.

Die Untersuchung „Wärmepumpen-Potenzial in deutschen Großstädten“ ist auf der Internetseite von Aroundhome veröffentlicht. (sag)

Montag, 10.08.2026, 17:22 Uhr
Stefan Sagmeister
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Die Vermittlungsplattform Aroundhome hat sich die Bestandsgebäude in 20 der größten deutschen Städte hinsichtlich der Nutzung einer Wärmepumpe angeschaut.
Knapp 60 Prozent aller Gebäude in deutschen Großstädten sind für die Installation einer Wärmepumpe geeignet. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von der Online-Vermittlungsplattform Aroundhome. Die Plattform vermittelt Fachbetriebe für Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben an Hauseigentümer. Dazu gehören Solaranlagen, Heizungen und energetische Gebäudemaßnahmen. 

Grundlage der Auswertung waren einer Mitteilung zufolge Daten der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FFE) in München. Aroundhome hat analysiert, wie viele Bestandsgebäude in deutschen Großstädten aufgrund ihrer baulichen, räumlichen und geologischen Voraussetzungen für Wärmepumpen geeignet sind. Durchschnittlich mehr als jedes zweite Gebäude (58,9 Prozent) kommt dafür infrage. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Städten erheblich.

An der Spitze liegt Dresden: Dort sind 82,5 Prozent der Gebäude grundsätzlich für mindestens eine der untersuchten Technologien geeignet. Dahinter folgen Bielefeld mit 78,2 Prozent, Berlin mit 74,9 Prozent, Hamburg mit 68,1 Prozent und Bochum mit 66,1 Prozent. Deutlich niedriger fällt das ermittelte Potenzial in anderen Großstädten aus. In Düsseldorf sind nur 40,9 Prozent der Gebäude geeignet, in Frankfurt am Main gerade einmal 41,4 Prozent. Davor liegen Köln mit 44,4 Prozent und Mannheim mit 45,1 Prozent. 

Ob eine Wärmepumpe technisch infrage kommt, hängt unter anderem vom Platzangebot sowie von den Grundstücks- und Bodenverhältnissen ab. Dabei unterscheiden sich auch die Anforderungen der verschiedenen Technologien.

Luftwärmepumpen benötigen vergleichsweise wenig Platz, da in der Regel vor allem ein geeigneter Aufstellort für das Gerät erforderlich ist. Erdsonden und Erdkollektoren setzen dagegen geeignete Bodenverhältnisse beziehungsweise ausreichend Grundstücksfläche voraus. Gerade in dicht bebauten Städten sind die Einsatzmöglichkeiten deshalb eingeschränkter. Solar-Eisspeicher kommen laut Auswertung vor allem bei Neubauten und umfangreicheren Sanierungsprojekten infrage.

Entsprechend unterscheiden sich die ermittelten Potenziale. Für Luftwärmepumpen kommt im bundesweiten Durchschnitt ein Anteil von 65 Prozent der untersuchten Gebäude infrage. Bei Erdsonden-Wärmepumpen sind es 47 Prozent, bei Solar-Eisspeichern 37 Prozent und bei Erdkollektoren 24 Prozent. Grundwasser-Wärmepumpen wurden in der Analyse nicht berücksichtigt.

Einen erheblichen Einfluss hat auch der Gebäudetyp. Unter den betrachteten Kategorien weisen freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser mit durchschnittlich 91 Prozent den höchsten Anteil technisch geeigneter Gebäude auf. Bei kleinen Mehrfamilienhäusern mit drei bis sechs Wohneinheiten sind es 83,4 Prozent, bei Doppelhäusern 71 Prozent. Deutlich geringer fällt das Potenzial bei Reihenhäusern (40,0 Prozent) sowie großen Mehrfamilienhäusern mit sieben und mehr Wohneinheiten (32,7 Prozent) aus.

Die Untersuchung „Wärmepumpen-Potenzial in deutschen Großstädten“ ist auf der Internetseite von Aroundhome veröffentlicht. (sag)

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