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Bild: Fotolia, ChiccoDodiFC
WIRTSCHAFT:
Verbraucher sollen schwarze Schafe melden
Der Marktwächter Energie, ein Gemeinschaftsprojekt der Verbraucherzentralen, startet im Februar eine Verbraucher-Umfrage zu untergeschobenen Verträgen für Strom- und Gaslieferungen.
 
Beschwerden über untergeschobene Verträge für Strom- und Gaslieferungen sind in den Beratungen der Verbraucherzentrale sehr häufig, begründen Marktwächter Energie und der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) den nun gestarteten Aufruf an die Verbraucher.

Meist seien an diesem Vorgang Vermittler beteiligt, welche die Betroffenen direkt ansprechen – entweder telefonisch oder an der Haustür. In einem vermeintlich unverbindlichen Gespräch fragen die Vermittler nach Informationen der Verbraucherzentralen entscheidende Informationen ab, zum Beispiel den aktuellen Stromlieferanten oder die Zählernummer. Mit diesen Informationen könnten die Vermittler dann ohne Wissen und Einverständnis der Kunden einen Vertragswechsel in die Wege leiten. Wenige Tage nach diesem Gespräch gratuliere dem Verbraucher ein unbekannter Lieferant per Post zum gerade abgeschlossenen Stromvertrag, während der alte Stromanbieter die Kündigung bestätige. Besonders ärgerlich ist laut den Verbraucherschützern, dass es „den Betroffenen ohne Rechtsbeistand oftmals gar nicht möglich ist, diesen Vorgang wieder rückgängig zu machen“.

Ziel der Befragung ist es, die Problematik untergeschobener Verträge genauer zu analysieren. Dabei möchte der Marktwächter Energie herausfinden, wie die Vermittler vorgehen. Außerdem soll die Umfrage zeigen, welche Regelungen sich die unseriösen Vermittler zunutze machen und wie Verbraucher in Zukunft besser geschützt werden können. Verbraucher können sich über das Marktwächter-Portal beteiligen.

Wann die ersten Ergebnisse dieser großen Untersuchung vorliegen, konnte eine VZBV-Sprecherin auf Nachfrage von E&M noch nicht beantworten, da die Umfrage erst startet. Es könnte aber sein, dass erste Ergebnisse im Laufe dieses Jahres vorliegen. 

Der Marktwächter Energie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Verbraucherzentralen und des VZBV. Ziel ist es, Fehlentwicklungen frühzeitig aufzuzeigen und Erkenntnisse über die Lage der Verbraucher im Energiemarkt zu gewinnen. Das Bundesjustizministerium fördert den Marktwächter Energie bis 2018 mit bis zu rund 1,5 Mio. Euro.
 

Heidi Roider
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Dienstag, 13.02.2018, 11:43 Uhr

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