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Energie & Management > Wärme - Verbraucher beim Thema Heizen oftmals ahnungslos
Quelle: Pixabay / ri
Wärme

Verbraucher beim Thema Heizen oftmals ahnungslos

Die Ergebnisse des Wärme- und Wohnen-Panels aus dem Kopernikus-Projekt Ariadne wurden veröffentlicht.
Beim Thema Heizen gibt es große Informationsdefizite im Hinblick auf die Technik und die damit verbundenen Kosten. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 15.000 Haushalten im Rahmen des Projektes Ariadne, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird.

Die meisten Haushalte hatten danach zu Beginn des letzten Winters keine zuverlässigen Informationen über ihre künftigen Energiepreise. Trotz der stark gestiegenen Preise für Strom, Gas und Fernwärme war das Einsparen von Energie nur für ein Drittel der befragten Haushalte ein „zentrales Thema“.

Die Bereitschaft zum Sparen war zwar größer als ein Jahr zuvor, aber nur 28 Prozent nahmen sich vor, ihren Wärmeverbrauch zu reduzieren. Dabei gab jeder Fünfte befragte Haushalt an, dass bereits ein Anstieg der Heizkosten um 10 Prozent „schwer, sehr schwer oder unmöglich“ zu tragen wäre.

44 Prozent der Eigentümer und 62 Prozent der Mieter gaben an, dass sie „keine verlässlichen Informationen über ihre künftigen Heizkosten“ hätten. Eine Energiesparkampagne der Bundesregierung sei weitgehend unbekannt geblieben.

Dagegen hatte eine große Mehrheit (88 %) von der Gasumlage gehört, die am Ende nicht eingeführt wurde. Zwar befürworten fast zwei Drittel der Befragten (65 %) eine Verpflichtung zum Einsatz erneuerbarer Energien in Heizungen, aber nur 28 Prozent sprechen sich dafür aus, den Einbau von Gasheizungen zu verbieten.

Als wichtigstes Hindernis für die energetische Sanierung von Wohnungen haben die Forscher die steigenden Baupreise (70 %) und die Unsicherheit übe die Preisentwicklung der verschiedenen Energieträger ausgemacht. Die privaten Verbraucher hätten sich vor dem letzten Winter zwar viele Sorgen gemacht, sagt Michael Pahle vom Potsdam-Institut für Klimaforschung: „Einen tiefgreifenden Wandel beim eigenen Verhalten in Sachen Energiesparen oder Sanieren scheint es jedoch nicht gegeben zu haben.“

Die Publikation „So ging Deutschland in den Energiekrise-Winter 2022: Ergebnisse des Wärme- & Wohnen-Panels“ ist auf der Internetseite von Ariadneprojekte veröffentlicht.

Freitag, 11.08.2023, 09:12 Uhr
Tom Weingrtner
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Verbraucher beim Thema Heizen oftmals ahnungslos
Die Ergebnisse des Wärme- und Wohnen-Panels aus dem Kopernikus-Projekt Ariadne wurden veröffentlicht.
Beim Thema Heizen gibt es große Informationsdefizite im Hinblick auf die Technik und die damit verbundenen Kosten. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 15.000 Haushalten im Rahmen des Projektes Ariadne, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird.

Die meisten Haushalte hatten danach zu Beginn des letzten Winters keine zuverlässigen Informationen über ihre künftigen Energiepreise. Trotz der stark gestiegenen Preise für Strom, Gas und Fernwärme war das Einsparen von Energie nur für ein Drittel der befragten Haushalte ein „zentrales Thema“.

Die Bereitschaft zum Sparen war zwar größer als ein Jahr zuvor, aber nur 28 Prozent nahmen sich vor, ihren Wärmeverbrauch zu reduzieren. Dabei gab jeder Fünfte befragte Haushalt an, dass bereits ein Anstieg der Heizkosten um 10 Prozent „schwer, sehr schwer oder unmöglich“ zu tragen wäre.

44 Prozent der Eigentümer und 62 Prozent der Mieter gaben an, dass sie „keine verlässlichen Informationen über ihre künftigen Heizkosten“ hätten. Eine Energiesparkampagne der Bundesregierung sei weitgehend unbekannt geblieben.

Dagegen hatte eine große Mehrheit (88 %) von der Gasumlage gehört, die am Ende nicht eingeführt wurde. Zwar befürworten fast zwei Drittel der Befragten (65 %) eine Verpflichtung zum Einsatz erneuerbarer Energien in Heizungen, aber nur 28 Prozent sprechen sich dafür aus, den Einbau von Gasheizungen zu verbieten.

Als wichtigstes Hindernis für die energetische Sanierung von Wohnungen haben die Forscher die steigenden Baupreise (70 %) und die Unsicherheit übe die Preisentwicklung der verschiedenen Energieträger ausgemacht. Die privaten Verbraucher hätten sich vor dem letzten Winter zwar viele Sorgen gemacht, sagt Michael Pahle vom Potsdam-Institut für Klimaforschung: „Einen tiefgreifenden Wandel beim eigenen Verhalten in Sachen Energiesparen oder Sanieren scheint es jedoch nicht gegeben zu haben.“

Die Publikation „So ging Deutschland in den Energiekrise-Winter 2022: Ergebnisse des Wärme- & Wohnen-Panels“ ist auf der Internetseite von Ariadneprojekte veröffentlicht.

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