Quelle: Jonas Rosenberger
Die Energiebeschaffung rückt für mittelständische Unternehmen stärker in den Fokus. Uniper erweitert sein Gewerbestromangebot ab einer Million kWh Jahresverbrauch.
Mit einem erweiterten Gewerbestromangebot will Uniper stärker mittelständische Unternehmen ansprechen. Wie der Energieversorger mit Sitz in Düsseldorf in einer Mitteilung vom 13. August bekannt gibt, richtet sich das Angebot an Betriebe mit einem jährlichen Stromverbrauch ab 1 Million kWh. Damit reagiert Uniper nach eigenen Angaben auf eine steigende Nachfrage nach leichter zugänglichen Lösungen für die Energiebeschaffung.
Volatile Märkte und komplexe Beschaffungsmodelle erschweren aus Sicht des Unternehmens zunehmend den Stromeinkauf. Energiekosten spielen dabei weiterhin eine zentrale Rolle. Uniper setzt vor diesem Hintergrund auf modular aufgebaute Modelle, mit denen mittelständische Betriebe ihren Energieeinkauf übersichtlicher strukturieren sollen. Konkrete Vertragsvarianten oder Preisstrukturen nennt das Unternehmen nicht.
Beschaffung soll besser steuerbar werden
Die Anforderungen der Unternehmen unterscheiden sich laut Uniper deutlich. Einige Betriebe legen vor allem Wert auf Planungssicherheit, andere auf transparente Beschaffungsstrukturen oder schlanke Abläufe. Weitere Unternehmen wollen ihren Energieeinkauf stärker selbst steuern. Uniper will diese unterschiedlichen Bedürfnisse mit verschiedenen Beschaffungslösungen abdecken, ohne die Prozesse zusätzlich zu verkomplizieren.
„Viele mittelständische Unternehmen nehmen ihre Strombeschaffung als zunehmend komplex und schwer vergleichbar wahr“, sagt Nils Beenen, Managing Director der Vertriebsgesellschaft Uniper Energy Sales GmbH. Uniper wolle den Einkauf deshalb planbarer, transparenter und strategisch besser steuerbar machen. Beenen verweist zugleich auf die Bedeutung mittelständischer Unternehmen für die wirtschaftliche Stabilität und die Energiewende in Europa.
Erfahrung aus dem Industriekundengeschäft
Für das erweiterte Angebot greift Uniper nach eigenen Angaben auf seine Erfahrungen mit Industriekunden sowie auf seine Markt- und Handelskompetenz zurück. Der Konzern will damit Beschaffungsansätze, die größere Unternehmen bereits nutzen, gezielter für mittelständische Kunden öffnen. Im Mittelpunkt stehen dabei unterschiedliche Lösungen, die sich an den jeweiligen Anforderungen an Planungssicherheit, Transparenz und eigene Steuerungsmöglichkeiten orientieren.
Uniper beschäftigt nach eigenen Angaben rund 7.000 Mitarbeiter und verfügt über eine Erzeugungskapazität von 18.500 MW. Zu den Kernmärkten zählen Deutschland, Großbritannien, Schweden und die Niederlande. Neben der Stromerzeugung handelt der Konzern mit Gas und importiert Flüssigerdgas. Außerdem investiert Uniper in erneuerbare Energien, Wasserstoff und weitere CO2-arme Energieträger.
In Deutschland versorgt das Unternehmen laut eigenen Angaben rund 1.000 Kommunen und Industrieunternehmen mit Energie und Dienstleistungen. Darüber hinaus betreibt Uniper hierzulande Gasspeicher und Wasserkraftwerke. (ds)
Dienstag, 18.08.2026, 14:29 Uhr
Davina Spohn
© 2026 Energie & Management GmbH