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WINDKRAFT:
Tübingen kommt beim Windkraftausbau voran
Die Stadtwerke Tübingen (SWT) setzen ihre Windkraft-Offensive fort: Nach der symbolischen Übernahme des Windparks Nassau in Weikersheim im Main-Tauber-Kreis Anfang des Jahres verkündete der Kommunalversorger vom Neckar jüngst den Erwerb eines weiteren Windparks in Oberkochen im schwäbischen Ostalbkreis
 
Die vier dort von der Juwi-Gruppe geplanten Nordex-Anlagen vom Typ N117/2400 mit einer Gesamtleistung von 9,6 MW sollen im November alle am Netz sein. Auch die beiden Enercon-Windturbinen im Windpark Nassau (Gesamtleistung 4,7 MW) hatte SWT von der Juwi-Gruppe erworben, die seit Ende vergangenen Jahres mehrheitlich im Besitz von MVV Energie AG ist. „Mit unserem Engagement beim Windpark Oberkochen haben wir einen Anteil von 46 Prozent an erneuerbaren Energien bezogen auf den gesamten Tübinger Stromabsatz. Damit sind wir schon jetzt auf die Zielgerade – bis 2020 50 Prozent – eingebogen“, kommentierte Ortwin Wiebecke, Sprecher der SWT-Geschäftsführung, den Kauf des neuen Windparks. Nassau und Oberkochen sind die ersten beiden Windparkprojekte, die SWT innerhalb von Baden-Württemberg übernommen hat. Alle bisherigen Beteiligungen lagen außerhalb des Ländles.

Die vier Nordex-Anlagen in Oberkochen werden auf einer Fläche des Landesbetriebs Forst-BW errichtet, die rund 700 m über dem Meeresspiegel liegt. Dank dieser exponierten Lage soll der Windpark jährlich rund 23 Mio. kWh erzeugen. Bereits Ende März hatte SWT verkündet, das Windkraft-Engagement fortzusetzen. So ist der Kommunalversorger eine Kooperation mit der in Dettingen unter Teck ansässigen W-I-N-D Energien GmbH eingegangen. Zusammen wollen beide Unternehmen einen etwa 25 MW Leistung umfassenden Windpark entlang der Bundesautobahn A7 auf der Höhe Ellenberg entwickeln. Wenn alles klappt, soll dieser Windpark noch Ende 2016 in Betrieb gehen.

Ganz zur Freude von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. „Autobahnen zu Windparks war ein Ziel, das mein langjähriger Freund Hermann Scheer visionär ausgegeben hat. Ich freue mich sehr, dass unsere Stadtwerke nun an einem Projekt mitwirken, dass daraus Wirklichkeit werden lässt. Ein Windpark dieser Größe ist in Baden-Württemberg wegen der langjährigen Verhinderungspolitik noch eine Seltenheit“, wird der grüne Lokalpolitiker in einer SWT-Pressemitteilung zitiert.
 

Ralf Köpke
© 2017 Energie & Management GmbH
Freitag, 10.04.2015, 12:22 Uhr

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