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PHOTOVOLTAIK:
Tübingen führt Solarpflicht für Neubauten ein
Künftig müssen in Tübingen neugebaute Häuser verpflichtend eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben. Den Stadtwerken kommt dabei eine besondere Rolle zu.
 
„Als erste Kommune in Deutschland hat Tübingen eine Solarpflicht für praktisch alle neuen Bauvorhaben beschlossen“, heißt es auf der Facebook-Steite der Stadt in Baden-Württemberg. Der grüne Oberbürgermeister Boris Palmer postete die Meldung ebenfalls über Facebook in die Welt. „Ich bin sehr stolz darauf, wie Stadt und Rat in die Rolle ökologischer Pioniere geschlüpft sind“, teilte er mit.
 
Die Solarpflicht für Neubauten regelt die Stadt künftig über Bebauungspläne oder Kaufverträge. Ziel sei, dass „in neuen Baugebieten jedes Haus eine Solaranlage haben muss“, heißt es weiter. Am 3. Juli wurde im Gemeinderat ein entsprechender Beschluss verabschiedet. „Die Diskussion verlief sehr sachlich. Am Ende hatten wir zwei Drittel der Stimmen für den Beschluss“, so der Oberbürgermeister weiter.
 
Bauherren mit schmalen Geldbeutel sollen künftig die Stadtwerke zur Seite stehen. Diese übernimmt den Bau der PV-Anlagen für den Häuslebauer. Abbezahlt wird die Anlage über den Strompreise. Dieser soll trotzdem noch zwei Cent billiger sein als der Strom aus dem Netz.
 
In einem Neubaugebiet am Tübinger Bahnhof wurde die PV-Pflicht bereits getestet, was laut Stadt von allen Bauherren akzeptiert wurde. „Denn Strom vom eigenen Dach ist billiger als aus dem Netz. Jetzt machen wir das in der ganzen Stadt.“ Solarenergie sei in der Stadt die billigste und beste Stromquelle. Palmer: „Eine Pflicht, sie zu nutzen, ist zum Vorteil aller.“
 
Der Tübinger Gemeinderat beschloss eine PV-Pflicht für Neubauten
Bild: Boris Palmer

 
 

Stefan Sagmeister
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Freitag, 06.07.2018, 16:47 Uhr

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