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Energie & Management > Regenerative - Studie: Einsparungen in Millionenhöhe durch zirkuläre Energiesysteme
Quelle: Shutterstock
Regenerative

Studie: Einsparungen in Millionenhöhe durch zirkuläre Energiesysteme

Ein Report von „Cradle to Cradle NGO“ und der Eon Foundation sieht große Einsparpotenziale durch kreislauffähige Energiesysteme und fordert politische Leitplanken.
Ein konsequent kreislauffähig gestaltetes Energiesystem könnte die Energiewende kostengünstiger, widerstandsfähiger und unabhängiger machen. Zu diesem Ergebnis kommt der Report „Energie & Cradle to Cradle: Zirkuläre Energiesysteme mit positivem Beitrag für Strom, Wärme und Verkehr“, den die „Cradle to Cradle NGO“ und die Eon Foundation in Berlin vorgestellt haben. Die Studie wurde Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik übergeben.

Grundlage des Reports sind drei Roundtables zu den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr. Daran beteiligten sich nach Angaben der Initiatoren rund 60 Fachleute aus mehr als 50 Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kommunen und Verbänden. Diskutiert wurde, welche Voraussetzungen für ein kreislauffähiges Energiesystem notwendig sind.

Der Report kommt zu dem Schluss, dass weniger technische Hürden als vielmehr politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen die Umsetzung bremsen. Lebenszykluskosten und Materialwerte würden in heutigen Planungssystemen häufig nicht berücksichtigt. Dadurch blieben wirtschaftliche Vorteile zirkulärer Lösungen vielfach unsichtbar.

Zur Untermauerung verweist der Bericht auf eine Studie der Boston Consulting Group und des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Demnach könnten konsequent zirkuläre Ansätze die Kosten der Energiewende bis 2045 um 38 Milliarden Euro senken. Bislang werde dieses Potenzial jedoch kaum genutzt. Als Beispiele nennt der Report nicht recycelbare Rotorblätter von Windkraftanlagen, Batteriesysteme ohne Rücknahmekonzepte oder Wärmenetze ohne Konzepte für das Nutzungsende der Infrastruktur.

Der Bericht formuliert acht Handlungsempfehlungen für Politik, Kommunen und Unternehmen. Als besonders wirkungsvolle Hebel identifizieren die Beteiligten eine standardisierte Batteriezelle für sektorübergreifende Speicher- und Kreislaufkonzepte sowie die Erweiterung der Systementwicklungsstrategie der Bundesregierung um Materialkreisläufe und Rohstoffresilienz.

Nora Sophie Griefahn und Tim Janßen, geschäftsführende Vorstände der Cradle to Cradle NGO, erklärten, die technischen Lösungen für kreislauffähige Energiesysteme seien bereits vorhanden. Ob aus Solarmodulen, Batteriezellen oder anderen Elementen der Energiewende Rohstofflager oder Entsorgungsprobleme werden, entscheide sich heute im Design, in den Förderregimen und im Ordnungsrecht, lassen sie sich in einer Mitteilung zitieren. Nun gehe es darum, Innovationen gezielt zu fördern und regulatorische Hürden abzubauen.

Der Report mit dem Titel „Zirkuläre Energiesysteme mit positivem Beitrag für Strom, Wärme und Verkehr“ steht auf der Website der Eon Foundation zum Download zur Verfügung.

Mittwoch, 20.05.2026, 14:53 Uhr
Fritz Wilhelm
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Studie: Einsparungen in Millionenhöhe durch zirkuläre Energiesysteme
Ein Report von „Cradle to Cradle NGO“ und der Eon Foundation sieht große Einsparpotenziale durch kreislauffähige Energiesysteme und fordert politische Leitplanken.
Ein konsequent kreislauffähig gestaltetes Energiesystem könnte die Energiewende kostengünstiger, widerstandsfähiger und unabhängiger machen. Zu diesem Ergebnis kommt der Report „Energie & Cradle to Cradle: Zirkuläre Energiesysteme mit positivem Beitrag für Strom, Wärme und Verkehr“, den die „Cradle to Cradle NGO“ und die Eon Foundation in Berlin vorgestellt haben. Die Studie wurde Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik übergeben.

Grundlage des Reports sind drei Roundtables zu den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr. Daran beteiligten sich nach Angaben der Initiatoren rund 60 Fachleute aus mehr als 50 Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kommunen und Verbänden. Diskutiert wurde, welche Voraussetzungen für ein kreislauffähiges Energiesystem notwendig sind.

Der Report kommt zu dem Schluss, dass weniger technische Hürden als vielmehr politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen die Umsetzung bremsen. Lebenszykluskosten und Materialwerte würden in heutigen Planungssystemen häufig nicht berücksichtigt. Dadurch blieben wirtschaftliche Vorteile zirkulärer Lösungen vielfach unsichtbar.

Zur Untermauerung verweist der Bericht auf eine Studie der Boston Consulting Group und des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Demnach könnten konsequent zirkuläre Ansätze die Kosten der Energiewende bis 2045 um 38 Milliarden Euro senken. Bislang werde dieses Potenzial jedoch kaum genutzt. Als Beispiele nennt der Report nicht recycelbare Rotorblätter von Windkraftanlagen, Batteriesysteme ohne Rücknahmekonzepte oder Wärmenetze ohne Konzepte für das Nutzungsende der Infrastruktur.

Der Bericht formuliert acht Handlungsempfehlungen für Politik, Kommunen und Unternehmen. Als besonders wirkungsvolle Hebel identifizieren die Beteiligten eine standardisierte Batteriezelle für sektorübergreifende Speicher- und Kreislaufkonzepte sowie die Erweiterung der Systementwicklungsstrategie der Bundesregierung um Materialkreisläufe und Rohstoffresilienz.

Nora Sophie Griefahn und Tim Janßen, geschäftsführende Vorstände der Cradle to Cradle NGO, erklärten, die technischen Lösungen für kreislauffähige Energiesysteme seien bereits vorhanden. Ob aus Solarmodulen, Batteriezellen oder anderen Elementen der Energiewende Rohstofflager oder Entsorgungsprobleme werden, entscheide sich heute im Design, in den Förderregimen und im Ordnungsrecht, lassen sie sich in einer Mitteilung zitieren. Nun gehe es darum, Innovationen gezielt zu fördern und regulatorische Hürden abzubauen.

Der Report mit dem Titel „Zirkuläre Energiesysteme mit positivem Beitrag für Strom, Wärme und Verkehr“ steht auf der Website der Eon Foundation zum Download zur Verfügung.

Mittwoch, 20.05.2026, 14:53 Uhr
Fritz Wilhelm

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