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Enerige & Management > Stromnetz - Stromverbrauch auf dem Weg zur Normalität
Bild: Fotolia.com, Silviu G Halmaghi
STROMNETZ:
Stromverbrauch auf dem Weg zur Normalität
Im Gebiet der Westnetz steigt der Verbrauch von Industrie- und Gewerbekunden wieder, während er bei den Haushaltskunden zurückgeht.
 
Im Zeitraum zwischen dem 11. und 17. Mai habe die Gesamtentnahme aus den Stromnetzen der Westnetz im Vergleich zu dieser Woche im Vorjahr um 8 % niedriger gelegen, heißt es in einer Mitteilung der Tochtergesellschaft von Innogy Westenergie. Allerdings seien Tendenzen einer Normalisierung zu beobachten.

Durch den Produktionsrückgang beziehungsweise Produktionsstopp bei großen Industriekunden könne man nach wie vor nicht von einem Normalbetrieb sprechen, sagt Katherina Reiche. „Wir bemerken aber, dass insbesondere Gewerbe und Industrie wieder anziehen und ihre Stromverbräuche steigern. Deren Stromverbrauch liege zwar noch um 12 % unter dem Vorjahresniveau, aber bereits wieder 18 % über dem gemessenen Tiefstwert im April“, so die Vorsitzende der Geschäftsführung der Innogy Westenergie. Für die ehemalige parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium und Hauptgeschäftsführerin des VKU ist das ein erster Hinweis auf eine Belebung der Wirtschaft.

Haushaltsverbräuche nur leicht über Vorjahresniveau

Vor allem Ausgangsbeschränkungen und vermehrte Homeoffice-Tätigkeit seien dafür verantwortlich, dass Privathaushalte in den vergangenen Wochen bis zu 10 % mehr Strom als im Vorjahreszeitraum nachgefragt haben, so Westnetz-Geschäftsführer Diddo Diddens.

Bei den Daten, auf denen die Erkenntnisse des Verteilnetzbetreibers über die Industrie- und Gewerbekunden beruhen, handelt es sich um direkt online ermittelte Messwerte. Die Haushaltsverbräuche wurden im Projekt „Smarte Haushalte“ ermittelt, in dem gemessene Viertelstunden-Werte von mehr als 600 repräsentativen Haushaltskunden aus dem gesamten Westnetz-Gebiet gesammelt wurden. Die Daten seien dann so statistisch aufbereitet worden, dass sie einen durchschnittlichen Haushaltskunden im Netzgebiet der Innogy-Tochter repräsentieren, heißt es in der Mitteilung. Üblicherweise werde so der Verbrauchsverlauf von Haushaltskunden prognostiziert.

Die Westnetz GmbH mit Sitz in Dortmund betreibt nach eigenen Angaben ein Stromnetz mit 180.000 km und ein Gasnetz mit 24.000 km Länge im Westen Deutschlands.

 
 

Fritz Wilhelm
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