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Eine Umfrage von Eon zeigt eine wachsende Nachfrage nach langfristigen Energieverträgen. Verbraucher achten stärker auf Preisstabilität und die Verlässlichkeit ihres Versorgers.
Für viele Haushalte steht die Absicherung gegen mögliche Preisschwankungen immer häufiger im Vordergrund. Dabei geht es weniger um kurzfristige Preisvorteile als um langfristige Stabilität und zuverlässige Rahmenbedingungen. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Yougov-Umfrage im Auftrag von Eon.
Für 44 Prozent der Befragten hat die Zuverlässigkeit des Anbieters demnach seit Beginn des Konflikts im Iran an Bedeutung gewonnen. Damit gewinnt neben den reinen Energiekosten auch die Wahrnehmung von Versorgungssicherheit und Verlässlichkeit an Gewicht.
„Aktuell würden sich rund 63 Prozent der Deutschen bei Abschluss eines neuen Strom- oder Gasvertrages für einen Tarif mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr entscheiden, 25 Prozent sogar für eine Dauer von 24 Monaten oder länger“, erklärt Martin Endress, CCO bei Eon Energie Deutschland. Tatsächlich verzeichnet auch Eon seit Ausbruch des Iran-Krieges eine steigende Nachfrage nach Tarifen mit längeren Laufzeiten und Preisgarantien.
Anbieter beobachten verändertes Kundenverhalten
Kurzfristige Angebote würden hingegen kritischer bewertet als in den vergangenen Jahren. Der Versorger führt die Entwicklung unter anderem auf das Bedürfnis nach planbaren Ausgaben in einem wirtschaftlich und geopolitisch unsicheren Umfeld zurück. Die Ergebnisse spiegeln eine Entwicklung wider, die sich bereits während der Energiekrise 2022 und 2023 gezeigt hatte. Damals rückten Versorgungssicherheit und kalkulierbare Kosten ebenfalls stärker in den Fokus vieler Haushalte.
Parallel zur Entwicklung im Energievertrieb verzeichnet Eon weiterhin eine hohe Nachfrage nach dezentralen Energielösungen. Besonders bei Photovoltaikanlagen meldet das Unternehmen einen deutlichen Zuwachs. Auch Wärmepumpen und Wallboxen werden nach Unternehmensangaben verstärkt nachgefragt.
Für die Befragung interviewte Yougov zwischen dem 20. und 22. Mai 2026 insgesamt 2.094 Personen online. Die Ergebnisse wurden nach Alter, Geschlecht und Region gewichtet und sind nach Angaben des Instituts repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.
Donnerstag, 4.06.2026, 10:37 Uhr
Heidi Roider
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