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Energie & Management > Bilanz - Stadtwerke Tübingen steigern Jahresgewinn
Quelle: Kurhan, Fotolia
Bilanz

Stadtwerke Tübingen steigern Jahresgewinn

Die Stadtwerke Tübingen konnten das Ergebnis im vergangenen Geschäftsjahr wieder leicht verbessern, trotz gesunkener Umsätze. 
Die Stadtwerke Tübingen (SWT) haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 685.281 Euro abgeschlossen, teilte der kommunale Versorger der Stadt Tübingen am 9. Oktober mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen lediglich einen Gewinn von knapp 100.000 Euro erzielt. Zu der Ergebnisverbesserung trugen nach Unternehmensangaben Einsparungen in mehreren Geschäftsbereichen, Prozessoptimierungen, Sondereffekte und höhere Energieabsätze bei. Gleichzeitig sank der Umsatz um 4,4 Prozent von 594,2 Millionen auf 568,3 Millionen Euro. Als einen Grund für den Rückgang nennen die Stadtwerke gesunkene Endverbraucherpreise.

Die Bilanzsumme der Stadtwerke erhöhte sich im Berichtsjahr um 2,8 Prozent auf 395,1 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg von 26,6 auf 27,3 Prozent. Zur Finanzierung des Investitionsprogramms führte die Universitätsstadt Tübingen dem Unternehmen erneut 5 Millionen Euro Eigenkapital zu.

„Besonders die Kosten für die Finanzierung des ÖPNV und die Bäder setzen die Ergebnisse der Stadtwerke unter Druck. Daher war es erforderlich, neben vielen anderen Einsparmaßnahmen auch das Angebot des ÖPNV mit Augenmaß anzupassen“, sagt SWT-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke. „Zukünftig werden höhere Beteiligungen der Stadt nötig sein, um das Niveau bei dem Angebot der Tübinger Bäder und des ÖPNV halten zu können.“

​Bahnstromabsatz wächst um knapp neun Prozent

Trotz Einsparmaßnahmen investierten die SWT im Geschäftsjahr 2025 rund 33,7 Millionen Euro. Davon entfielen 22,9 Millionen Euro auf die Energie- und Wasserversorgung. Zu den Schwerpunkten zählten der Ausbau des Fernwärmenetzes, die Erneuerung und Verstärkung der Stromnetzinfrastruktur sowie Projekte zur Wärme- und Wasserversorgung. Im September 2025 nahmen die Stadtwerke den Solarthermiepark Au in Betrieb. Im Stromnetz verlegten die SWT auf mehreren Strecken im Stadtgebiet neue Kabel, um die Übertragungskapazitäten zu erhöhen. Auch die Elektrifizierung der Busflotte ging weiter: Zwei Elektro-Gelenkbusse und zwei elektrische Solobusse ergänzten den Fahrzeugbestand des „TüBus“.

In sämtlichen Energiesparten verzeichneten die SWT im vergangenen Jahr höhere Absatzmengen. Der Stromabsatz stieg von 1,819 Milliarden auf 1,976 Milliarden kWh. Das entspricht einem Zuwachs von rund 8,6 Prozent. Beim Erdgas erhöhte sich die Absatzmenge von 862,8 Millionen auf 931 Millionen kWh. Der Wärmeabsatz nahm um 10 Prozent von 159 Millionen auf 175 Millionen kWh zu.

Einen wesentlichen Anteil am Stromgeschäft hatte erneut die Belieferung von Eisenbahnunternehmen. Im Bahnstromsegment steigerten die Stadtwerke ihren Absatz von 1,3 Milliarden auf 1,412 Milliarden kWh. Damit entfielen rechnerisch mehr als 71 Prozent des Stromabsatzes auf das Bahnstromgeschäft. Die Stadtwerke übernehmen den größten Teil der Verluste des ÖPNV in Tübingen und die Defizite der Bädersparte. Zusammen mit den Konzessionsabgaben, die an die Universitätsstadt gezahlt werden, tragen die Stadtwerke insgesamt etwa 16 Millionen Euro zum städtischen Haushalt bei. (hr)

Freitag, 9.10.2026, 15:36 Uhr
Heidi Roider
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Stadtwerke Tübingen steigern Jahresgewinn
Die Stadtwerke Tübingen konnten das Ergebnis im vergangenen Geschäftsjahr wieder leicht verbessern, trotz gesunkener Umsätze. 
Die Stadtwerke Tübingen (SWT) haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 685.281 Euro abgeschlossen, teilte der kommunale Versorger der Stadt Tübingen am 9. Oktober mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen lediglich einen Gewinn von knapp 100.000 Euro erzielt. Zu der Ergebnisverbesserung trugen nach Unternehmensangaben Einsparungen in mehreren Geschäftsbereichen, Prozessoptimierungen, Sondereffekte und höhere Energieabsätze bei. Gleichzeitig sank der Umsatz um 4,4 Prozent von 594,2 Millionen auf 568,3 Millionen Euro. Als einen Grund für den Rückgang nennen die Stadtwerke gesunkene Endverbraucherpreise.

Die Bilanzsumme der Stadtwerke erhöhte sich im Berichtsjahr um 2,8 Prozent auf 395,1 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg von 26,6 auf 27,3 Prozent. Zur Finanzierung des Investitionsprogramms führte die Universitätsstadt Tübingen dem Unternehmen erneut 5 Millionen Euro Eigenkapital zu.

„Besonders die Kosten für die Finanzierung des ÖPNV und die Bäder setzen die Ergebnisse der Stadtwerke unter Druck. Daher war es erforderlich, neben vielen anderen Einsparmaßnahmen auch das Angebot des ÖPNV mit Augenmaß anzupassen“, sagt SWT-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke. „Zukünftig werden höhere Beteiligungen der Stadt nötig sein, um das Niveau bei dem Angebot der Tübinger Bäder und des ÖPNV halten zu können.“

​Bahnstromabsatz wächst um knapp neun Prozent

Trotz Einsparmaßnahmen investierten die SWT im Geschäftsjahr 2025 rund 33,7 Millionen Euro. Davon entfielen 22,9 Millionen Euro auf die Energie- und Wasserversorgung. Zu den Schwerpunkten zählten der Ausbau des Fernwärmenetzes, die Erneuerung und Verstärkung der Stromnetzinfrastruktur sowie Projekte zur Wärme- und Wasserversorgung. Im September 2025 nahmen die Stadtwerke den Solarthermiepark Au in Betrieb. Im Stromnetz verlegten die SWT auf mehreren Strecken im Stadtgebiet neue Kabel, um die Übertragungskapazitäten zu erhöhen. Auch die Elektrifizierung der Busflotte ging weiter: Zwei Elektro-Gelenkbusse und zwei elektrische Solobusse ergänzten den Fahrzeugbestand des „TüBus“.

In sämtlichen Energiesparten verzeichneten die SWT im vergangenen Jahr höhere Absatzmengen. Der Stromabsatz stieg von 1,819 Milliarden auf 1,976 Milliarden kWh. Das entspricht einem Zuwachs von rund 8,6 Prozent. Beim Erdgas erhöhte sich die Absatzmenge von 862,8 Millionen auf 931 Millionen kWh. Der Wärmeabsatz nahm um 10 Prozent von 159 Millionen auf 175 Millionen kWh zu.

Einen wesentlichen Anteil am Stromgeschäft hatte erneut die Belieferung von Eisenbahnunternehmen. Im Bahnstromsegment steigerten die Stadtwerke ihren Absatz von 1,3 Milliarden auf 1,412 Milliarden kWh. Damit entfielen rechnerisch mehr als 71 Prozent des Stromabsatzes auf das Bahnstromgeschäft. Die Stadtwerke übernehmen den größten Teil der Verluste des ÖPNV in Tübingen und die Defizite der Bädersparte. Zusammen mit den Konzessionsabgaben, die an die Universitätsstadt gezahlt werden, tragen die Stadtwerke insgesamt etwa 16 Millionen Euro zum städtischen Haushalt bei. (hr)

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Heidi Roider

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