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Energie & Management > Photovoltaik - Schutz vor Vogelkot soll Ertragsverluste mindern
Edelstahlpins an den Modulrändern sollen verhindern, dass es sich Vögel auf den PV-Anlagen gemütlich machen. Quelle: RoofTech GmbH
Photovoltaik

Schutz vor Vogelkot soll Ertragsverluste mindern

Vogelkot kann bei größeren PV-Anlagen Erträge mindern. Ein schwäbischer PV-Zulieferer will das Problem mit einem neuen Vogelabwehrsystem angehen.

 

Vogelkot auf Solarmodulen kann für Betreiber größerer Photovoltaikanlagen mehr als nur ein optisches Problem sein. Bleiben Verschmutzungen längere Zeit auf den Modulen, können sie Teile der Oberfläche verschatten und dadurch die Stromproduktion beeinträchtigen. Die „RoofTech GmbH“ aus Schönaich, südwestlich von Stuttgart in Baden-Württemberg, greift dieses Problem mit einem Vogelabwehrsystem für gewerbliche und industrielle PV-Anlagen auf.

Vögel setzen sich bevorzugt auf die höchsten Stellen einer PV-Anlage, wie das Unternehmen ausführt. Bei geneigten Modulen sei dies häufig die obere Kante des Modulrahmens. Beim Landen, Sitzen und Starten könne Kot auf die darunterliegenden Modulflächen gelangen. Rooftech zufolge könnten sich hartnäckige Verschmutzungen mit der Zeit zu sogenannten Hotspots entwickeln und außerdem zusätzliche Reinigungszyklen notwendig machen.

Hotspots entstehen, wenn einzelne Bereiche eines Solarmoduls deutlich weniger Strom erzeugen als benachbarte Zellen. Der Strom der übrigen Zellen kann den verschatteten Bereich dann erwärmen. Dauerhaft erhöhte Temperaturen können die Alterung eines Moduls beschleunigen und im ungünstigen Fall Schäden verursachen.

Falk Magnus Strobel, Geschäftsführer von Rooftech, erklärt: „Setzen sich die Flecken fest, entstehen im Laufe der Monate Hotspots, die wiederum die Leistungsdegradation beschleunigen.“ Zudem könnten ungeplante Reinigungen erforderlich werden. Wie hoch Ertragsverluste oder zusätzliche Betriebskosten durch Vogelkot typischerweise ausfallen, beziffert das Unternehmen in seiner Mitteilung allerdings nicht.
 
Pins sollen Landeflächen unattraktiv machen

Rooftech setzt bei seinem System „BirdBlocker TopGuard“ auf Edelstahlpins, die an den oberen Kanten der Modulreihen angebracht werden. Sie sollen verhindern, dass sich Vögel dort niederlassen. Die Pins werden nach Unternehmensangaben mit Edelstahlclips am Modul befestigt; Bohren oder Kleben sei nicht erforderlich. Dadurch lasse sich das System auch an bestehenden Anlagen nachrüsten.

Das System richtet sich insbesondere an Betreiber von PV-Anlagen auf Flachdächern, Freiflächenanlagen und Floating-PV. Bei Anlagen mit geneigten Modulreihen wird der Schutz an deren Oberkante montiert. Für Ost-West-Systeme auf Flachdächern bietet Rooftech eine Variante an, die den oberen Zwischenraum zwischen zwei einander zugeneigten Modulreihen überspannt.

Bei schwimmenden PV-Anlagen sieht das Unternehmen eine größere Zahl von Befestigungsclips vor. Damit soll die Konstruktion höheren Windlasten und Bewegungen der schwimmenden Plattformen standhalten.

Die Roof Tech GmbH vertreibt Komponenten für Metalldächer und Photovoltaikanlagen. Dazu gehören unter anderem Montagesysteme, Kabelmanagement und Vogelabwehrsysteme. Den Bird Blocker des gleichnamigen niederländischen Herstellers vertreibt Rooftech nach eigenen Angaben exklusiv in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ob und in welchem Umfang sich das System wirtschaftlich rechnet, hängt unter anderem von Standort, Vogelaufkommen, Größe der Anlage sowie bisherigen Reinigungs- und Ertragsverlusten ab. Rooftech verweist hierzu auf eine projektspezifische Kalkulation. Unabhängige Angaben zur Wirtschaftlichkeit oder zu vermiedenen Ertragsverlusten nennen die Schwaben nicht. (ds)

Donnerstag, 1.10.2026, 12:41 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > Photovoltaik - Schutz vor Vogelkot soll Ertragsverluste mindern
Edelstahlpins an den Modulrändern sollen verhindern, dass es sich Vögel auf den PV-Anlagen gemütlich machen. Quelle: RoofTech GmbH
Photovoltaik
Schutz vor Vogelkot soll Ertragsverluste mindern
Vogelkot kann bei größeren PV-Anlagen Erträge mindern. Ein schwäbischer PV-Zulieferer will das Problem mit einem neuen Vogelabwehrsystem angehen.

 

Vogelkot auf Solarmodulen kann für Betreiber größerer Photovoltaikanlagen mehr als nur ein optisches Problem sein. Bleiben Verschmutzungen längere Zeit auf den Modulen, können sie Teile der Oberfläche verschatten und dadurch die Stromproduktion beeinträchtigen. Die „RoofTech GmbH“ aus Schönaich, südwestlich von Stuttgart in Baden-Württemberg, greift dieses Problem mit einem Vogelabwehrsystem für gewerbliche und industrielle PV-Anlagen auf.

Vögel setzen sich bevorzugt auf die höchsten Stellen einer PV-Anlage, wie das Unternehmen ausführt. Bei geneigten Modulen sei dies häufig die obere Kante des Modulrahmens. Beim Landen, Sitzen und Starten könne Kot auf die darunterliegenden Modulflächen gelangen. Rooftech zufolge könnten sich hartnäckige Verschmutzungen mit der Zeit zu sogenannten Hotspots entwickeln und außerdem zusätzliche Reinigungszyklen notwendig machen.

Hotspots entstehen, wenn einzelne Bereiche eines Solarmoduls deutlich weniger Strom erzeugen als benachbarte Zellen. Der Strom der übrigen Zellen kann den verschatteten Bereich dann erwärmen. Dauerhaft erhöhte Temperaturen können die Alterung eines Moduls beschleunigen und im ungünstigen Fall Schäden verursachen.

Falk Magnus Strobel, Geschäftsführer von Rooftech, erklärt: „Setzen sich die Flecken fest, entstehen im Laufe der Monate Hotspots, die wiederum die Leistungsdegradation beschleunigen.“ Zudem könnten ungeplante Reinigungen erforderlich werden. Wie hoch Ertragsverluste oder zusätzliche Betriebskosten durch Vogelkot typischerweise ausfallen, beziffert das Unternehmen in seiner Mitteilung allerdings nicht.
 
Pins sollen Landeflächen unattraktiv machen

Rooftech setzt bei seinem System „BirdBlocker TopGuard“ auf Edelstahlpins, die an den oberen Kanten der Modulreihen angebracht werden. Sie sollen verhindern, dass sich Vögel dort niederlassen. Die Pins werden nach Unternehmensangaben mit Edelstahlclips am Modul befestigt; Bohren oder Kleben sei nicht erforderlich. Dadurch lasse sich das System auch an bestehenden Anlagen nachrüsten.

Das System richtet sich insbesondere an Betreiber von PV-Anlagen auf Flachdächern, Freiflächenanlagen und Floating-PV. Bei Anlagen mit geneigten Modulreihen wird der Schutz an deren Oberkante montiert. Für Ost-West-Systeme auf Flachdächern bietet Rooftech eine Variante an, die den oberen Zwischenraum zwischen zwei einander zugeneigten Modulreihen überspannt.

Bei schwimmenden PV-Anlagen sieht das Unternehmen eine größere Zahl von Befestigungsclips vor. Damit soll die Konstruktion höheren Windlasten und Bewegungen der schwimmenden Plattformen standhalten.

Die Roof Tech GmbH vertreibt Komponenten für Metalldächer und Photovoltaikanlagen. Dazu gehören unter anderem Montagesysteme, Kabelmanagement und Vogelabwehrsysteme. Den Bird Blocker des gleichnamigen niederländischen Herstellers vertreibt Rooftech nach eigenen Angaben exklusiv in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ob und in welchem Umfang sich das System wirtschaftlich rechnet, hängt unter anderem von Standort, Vogelaufkommen, Größe der Anlage sowie bisherigen Reinigungs- und Ertragsverlusten ab. Rooftech verweist hierzu auf eine projektspezifische Kalkulation. Unabhängige Angaben zur Wirtschaftlichkeit oder zu vermiedenen Ertragsverlusten nennen die Schwaben nicht. (ds)

Donnerstag, 1.10.2026, 12:41 Uhr
Davina Spohn

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