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Schucht beendet seine Tätigkeit für 50 Hertz
50 Hertz-Chef Boris Schucht verlässt das Unternehmen. Er war neun Jahre bei dem ostdeutschen Übertragungsnetzbetreiber tätig.
 
Schucht, bislang Vorsitzender der Geschäftsführung des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz, wird nur noch bis zum 28. Februar 2019 das Unternehmen führen. Er habe sich entschlossen, sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen, teilte der Netzbetreiber am 5. Dezember mit. Darauf haben sich Schucht und der 50-Hertz-Aufsichtsrat sowie die Gesellschafter Elia und KfW am 4. Dezember geeinigt, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens weiter.

„Für 50 Hertz beginnt nach den Anteilsübergängen in diesem Jahr eine neue Phase. Nach neun sehr spannenden und überaus erfolgreichen Jahren im Kreis einer wirklich großartigen 50-Hertz-Mannschaft ist dies für mich der richtige Zeitpunkt, den Staffelstab weiterzugeben“, teilte Schucht schriftlich zu dieser Entscheidung mit.
 
Boris Schucht
Bild: 50 Hertz

Was er in seinem Statement anspricht, sind die Veränderungen der vergangenen Monate bei dem Übertragungsnetznetzbetreiber (E&M berichtete). Im Sommer dieses Jahres ist die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit eingestiegen. Die Bundesregierung wollte dadurch verhindern, dass sich der chinesische Netzbetreiber State Grid Corporation of China (SGCC) einkauft.

Im April 2018 hatte zuvor der belgische Übertragungsnetzbetreiber Elia seine Anteile um 20 auf 80 % aufgestockt. Die restlichen 20 % verblieben bis zum Anteilskauf durch die KfW bei dem australischen Infrastrukturfonds und Minderheitsgesellschafter IFM Investors, der zuvor 40 % der Anteile gehalten hatte. Aktuell hält damit Elia 80 % und die KfW 20 % der Anteile von 50 Hertz.

Vor allem der KfW-Einstieg war kontrovers diskutiert worden. Die Transaktion wurde vielfach als Bemühen der deutschen Politik bewertet, den chinesischen Staatskonzern nicht zum Zuge kommen zu lassen. Das Bundeswirtschaftsministerium begründete die Maßnahme auch mit sicherheitspolitischen Aspekten.

Boris Schucht gilt als einer der profiliertesten deutschen Energiemanager. Im Jahr 2017 wurde er mit dem E&M-Preis "Energiemanager des Jahres" ausgezeichnet. „Wann immer man Sie trifft, Sie verströmen positive Energie”, so hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Schucht bei der Verleihung gewürdigt.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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Mittwoch, 05.12.2018, 11:06 Uhr

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