E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Gas - RWE und Staatskonzern ADNOC wollen bei LNG zusammenarbeiten
Quelle: Shutterstock / VladSV
Gas

RWE und Staatskonzern ADNOC wollen bei LNG zusammenarbeiten

RWE hat mit ADNOC und Masdar Vereinbarungen zu LNG-Lieferungen und Batteriespeichern geschlossen. Die Abkommen wurden während des Staatsbesuchs des Bundeskanzlers in den VAE besiegelt.
Der Energiekonzern RWE hat mit dem staatlichen Öl- und Gaskonzern ADNOC sowie mit der Abu Dhabi Future Energy Company PJSC (Masdar) zwei Absichtserklärungen unterzeichnet. Die Vereinbarungen wurden im Beisein von Sheikh Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, und Bundeskanzler Friedrich Merz während dessen Staatsbesuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen.

Die strategische Vereinbarung zwischen RWE und ADNOC sieht vor, Möglichkeiten für die Lieferung von verflüssigtem Erdgas nach Deutschland und weitere europäische Märkte zu prüfen. Vorgesehen ist ein Volumen bis zu 1 Million Tonnen LNG pro Jahr über einen Zeitraum bis zu zehn Jahren. Dies entsprecht laut Mitteilung von RWE bis zu zwölf LNG-Ladungen beziehungsweise bis zu 1,4 Milliarden Kubikmetern Erdgas jährlich. Zudem wollen beide Unternehmen eine Zusammenarbeit im kurzfristigen LNG-Handel zwischen ihren globalen Portfolios ausloten. Die Vereinbarung signalisiere den Anspruch beider Seiten auf eine langfristige Kooperation, heißt es weiter.

Zusammenarbeit bereits seit 2008

Die zweite Absichtserklärung betrifft eine Zusammenarbeit von RWE und Masdar im Bereich von Batteriespeichersystemen (Battery Energy Storage Systems, BESS) in Deutschland. Masdar beabsichtigt demnach, bis 2030 Investitionen in bestehende BESS-Projekte von RWE mit einer Gesamtkapazität bis zu 1 GW zu prüfen. Darüber hinaus wollen beide Unternehmen die gemeinsame Entwicklung neuer Batteriespeicherprojekte mit einer Leistung bis zu einem weiteren Gigawatt bis 2035 bewerten.

Laut der Mitteilung erklärte RWE-Chef Markus Krebber, die Vereinbarung mit ADNOC stärke die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa und erweitere zugleich das LNG-Portfolio von RWE. Die Zusammenarbeit mit Masdar unterstreiche die Bedeutung flexibler Speicherlösungen für Netzstabilität, Versorgungssicherheit und die Integration erneuerbarer Energien.

Masdar-CEO Mohamed Jameel Al Ramahi betonte laut Mitteilung die Rolle von Batteriespeichern für den Ausbau erneuerbarer Energien. Deutschland sei für Masdar ein wichtiger Markt im Rahmen des Ziels, bis 2030 weltweit eine installierte Leistung von 100 Gigawatt zu erreichen.

RWE und Masdar arbeiten bereits seit 2008 zusammen, unter anderem beim Offshore-Windpark London Array. Zuletzt erhielten beide Unternehmen Förderzusagen für die Offshore-Windprojekte Dogger Bank South in Großbritannien, die aus zwei Teilprojekten mit jeweils 1,5 Gigawatt Leistung bestehen und ein Investitionsvolumen von 11 Milliarden britischen Pfund, umgerechnet etwa 12,7 Milliarden Euro, umfassen.
 

Freitag, 6.02.2026, 17:58 Uhr
Fritz Wilhelm
Energie & Management > Gas - RWE und Staatskonzern ADNOC wollen bei LNG zusammenarbeiten
Quelle: Shutterstock / VladSV
Gas
RWE und Staatskonzern ADNOC wollen bei LNG zusammenarbeiten
RWE hat mit ADNOC und Masdar Vereinbarungen zu LNG-Lieferungen und Batteriespeichern geschlossen. Die Abkommen wurden während des Staatsbesuchs des Bundeskanzlers in den VAE besiegelt.
Der Energiekonzern RWE hat mit dem staatlichen Öl- und Gaskonzern ADNOC sowie mit der Abu Dhabi Future Energy Company PJSC (Masdar) zwei Absichtserklärungen unterzeichnet. Die Vereinbarungen wurden im Beisein von Sheikh Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, und Bundeskanzler Friedrich Merz während dessen Staatsbesuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen.

Die strategische Vereinbarung zwischen RWE und ADNOC sieht vor, Möglichkeiten für die Lieferung von verflüssigtem Erdgas nach Deutschland und weitere europäische Märkte zu prüfen. Vorgesehen ist ein Volumen bis zu 1 Million Tonnen LNG pro Jahr über einen Zeitraum bis zu zehn Jahren. Dies entsprecht laut Mitteilung von RWE bis zu zwölf LNG-Ladungen beziehungsweise bis zu 1,4 Milliarden Kubikmetern Erdgas jährlich. Zudem wollen beide Unternehmen eine Zusammenarbeit im kurzfristigen LNG-Handel zwischen ihren globalen Portfolios ausloten. Die Vereinbarung signalisiere den Anspruch beider Seiten auf eine langfristige Kooperation, heißt es weiter.

Zusammenarbeit bereits seit 2008

Die zweite Absichtserklärung betrifft eine Zusammenarbeit von RWE und Masdar im Bereich von Batteriespeichersystemen (Battery Energy Storage Systems, BESS) in Deutschland. Masdar beabsichtigt demnach, bis 2030 Investitionen in bestehende BESS-Projekte von RWE mit einer Gesamtkapazität bis zu 1 GW zu prüfen. Darüber hinaus wollen beide Unternehmen die gemeinsame Entwicklung neuer Batteriespeicherprojekte mit einer Leistung bis zu einem weiteren Gigawatt bis 2035 bewerten.

Laut der Mitteilung erklärte RWE-Chef Markus Krebber, die Vereinbarung mit ADNOC stärke die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa und erweitere zugleich das LNG-Portfolio von RWE. Die Zusammenarbeit mit Masdar unterstreiche die Bedeutung flexibler Speicherlösungen für Netzstabilität, Versorgungssicherheit und die Integration erneuerbarer Energien.

Masdar-CEO Mohamed Jameel Al Ramahi betonte laut Mitteilung die Rolle von Batteriespeichern für den Ausbau erneuerbarer Energien. Deutschland sei für Masdar ein wichtiger Markt im Rahmen des Ziels, bis 2030 weltweit eine installierte Leistung von 100 Gigawatt zu erreichen.

RWE und Masdar arbeiten bereits seit 2008 zusammen, unter anderem beim Offshore-Windpark London Array. Zuletzt erhielten beide Unternehmen Förderzusagen für die Offshore-Windprojekte Dogger Bank South in Großbritannien, die aus zwei Teilprojekten mit jeweils 1,5 Gigawatt Leistung bestehen und ein Investitionsvolumen von 11 Milliarden britischen Pfund, umgerechnet etwa 12,7 Milliarden Euro, umfassen.
 

Freitag, 6.02.2026, 17:58 Uhr
Fritz Wilhelm

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.