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Energie & Management > Österreich - PV-Förderung in Österreich deutlich überzeichnet
Quelle: Shutterstock
Österreich

PV-Förderung in Österreich deutlich überzeichnet

Beim zweiten Förderaufruf für Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen in Österreich gingen knapp 28.000 Anträgen ein. Lediglich 3.000 erhalten eine Förderzusage.
Die Nachfrage nach Investitionszuschüssen für Photovoltaikanlagen bleibt in Österreich hoch. Wie die zuständige EAG-Förderabwicklungsstelle mitteilte, gingen im zweiten Aufruf in diesem Jahr an die 28.000 Förderanträge ein. Aufgrund der begrenzten Mittel konnten jedoch lediglich rund 3.000 Projekte berücksichtigt werden. Die Prüfung der erfolgreichen Anträge ist inzwischen abgeschlossen. Wer keinen Zuschlag erhalten hat, kann das Vorhaben im dritten Fördercall vom 8. bis 22. Oktober erneut einreichen.

Der zweite Fördercall lief vom 16. bis 30. Juni. Dafür standen insgesamt zwölf Millionen Euro zur Verfügung – deutlich weniger als beim ersten Förderaufruf im Frühjahr mit 40 Millionen Euro. Die Mittel verteilten sich auf die vier Anlagenkategorien: Jeweils zwei Millionen Euro entfielen auf die Kategorien A (bis 10 kW) und B (über 10 bis 20 kW), jeweils vier Millionen Euro auf die Kategorien C (über 20 bis 100 kW) und D (über 100 bis 1.000 kW).

„Die große Nachfrage zeigt: Die Menschen wollen Teil der Energiewende sein“, erklärte Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner von der konservativen Österreichischen Volkspartei. Zugleich verwies sie auf die geänderte Ausrichtung der Förderung: „Wir bremsen den Ausbau nicht, wir machen ihn intelligenter.“

Rechnerisch konnte damit nur etwa jeder neunte Antrag bewilligt werden. Die erfolgreiche Antragstellung allein reicht jedoch nicht aus: Nach der Inbetriebnahme der Anlage müssen die Betreiber fristgerecht ihre Endabrechnung einreichen. Erst anschließend zahlt die EAG-Förderabwicklungsstelle den Investitionszuschuss aus.

Europäische Wechselrichter in 46 Prozent der Fälle

Grundlage der Förderung ist das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG). Es soll den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und den zusätzlichen Ausbau von Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft und Biomasse unterstützen. Für kleinere Photovoltaikanlagen gelten feste Fördersätze, größere Anlagen werden im Rahmen eines wettbewerblichen Bieterverfahrens gefördert. Den Zuschlag erhalten die Projekte mit dem geringsten Förderbedarf.

Mit einer Novelle des EAG hat die österreichische Bundesregierung die Förderbedingungen 2026 angepasst (wir berichteten). Die Zuschüsse für kleinere Photovoltaikanlagen wurden reduziert. Gleichzeitig sollen Anreize für ein netz- und systemdienliches Ausbaus geschaffen werden. Zudem wird ein „Made in Europe“-Bonus für Anlagen mit europäischen Komponenten fortgeführt.

Nach Angaben des Bundesministeriums enthalten inzwischen 46 Prozent der Förderanträge europäische Wechselrichter. „Die Energiewende entscheidet sich nicht nur am Dach, sondern auch im Keller, im Netz und am Markt“, sagte Zehetner.
Für den dritten und letzten Fördercall des Jahres stehen nochmals acht Millionen Euro bereit. Angesichts der erneut hohen Nachfrage dürfte auch diese Förderrunde deutlich überzeichnet sein. (sag)

Montag, 13.07.2026, 16:43 Uhr
Stefan Sagmeister
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PV-Förderung in Österreich deutlich überzeichnet
Beim zweiten Förderaufruf für Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen in Österreich gingen knapp 28.000 Anträgen ein. Lediglich 3.000 erhalten eine Förderzusage.
Die Nachfrage nach Investitionszuschüssen für Photovoltaikanlagen bleibt in Österreich hoch. Wie die zuständige EAG-Förderabwicklungsstelle mitteilte, gingen im zweiten Aufruf in diesem Jahr an die 28.000 Förderanträge ein. Aufgrund der begrenzten Mittel konnten jedoch lediglich rund 3.000 Projekte berücksichtigt werden. Die Prüfung der erfolgreichen Anträge ist inzwischen abgeschlossen. Wer keinen Zuschlag erhalten hat, kann das Vorhaben im dritten Fördercall vom 8. bis 22. Oktober erneut einreichen.

Der zweite Fördercall lief vom 16. bis 30. Juni. Dafür standen insgesamt zwölf Millionen Euro zur Verfügung – deutlich weniger als beim ersten Förderaufruf im Frühjahr mit 40 Millionen Euro. Die Mittel verteilten sich auf die vier Anlagenkategorien: Jeweils zwei Millionen Euro entfielen auf die Kategorien A (bis 10 kW) und B (über 10 bis 20 kW), jeweils vier Millionen Euro auf die Kategorien C (über 20 bis 100 kW) und D (über 100 bis 1.000 kW).

„Die große Nachfrage zeigt: Die Menschen wollen Teil der Energiewende sein“, erklärte Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner von der konservativen Österreichischen Volkspartei. Zugleich verwies sie auf die geänderte Ausrichtung der Förderung: „Wir bremsen den Ausbau nicht, wir machen ihn intelligenter.“

Rechnerisch konnte damit nur etwa jeder neunte Antrag bewilligt werden. Die erfolgreiche Antragstellung allein reicht jedoch nicht aus: Nach der Inbetriebnahme der Anlage müssen die Betreiber fristgerecht ihre Endabrechnung einreichen. Erst anschließend zahlt die EAG-Förderabwicklungsstelle den Investitionszuschuss aus.

Europäische Wechselrichter in 46 Prozent der Fälle

Grundlage der Förderung ist das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG). Es soll den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und den zusätzlichen Ausbau von Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft und Biomasse unterstützen. Für kleinere Photovoltaikanlagen gelten feste Fördersätze, größere Anlagen werden im Rahmen eines wettbewerblichen Bieterverfahrens gefördert. Den Zuschlag erhalten die Projekte mit dem geringsten Förderbedarf.

Mit einer Novelle des EAG hat die österreichische Bundesregierung die Förderbedingungen 2026 angepasst (wir berichteten). Die Zuschüsse für kleinere Photovoltaikanlagen wurden reduziert. Gleichzeitig sollen Anreize für ein netz- und systemdienliches Ausbaus geschaffen werden. Zudem wird ein „Made in Europe“-Bonus für Anlagen mit europäischen Komponenten fortgeführt.

Nach Angaben des Bundesministeriums enthalten inzwischen 46 Prozent der Förderanträge europäische Wechselrichter. „Die Energiewende entscheidet sich nicht nur am Dach, sondern auch im Keller, im Netz und am Markt“, sagte Zehetner.
Für den dritten und letzten Fördercall des Jahres stehen nochmals acht Millionen Euro bereit. Angesichts der erneut hohen Nachfrage dürfte auch diese Förderrunde deutlich überzeichnet sein. (sag)

Montag, 13.07.2026, 16:43 Uhr
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