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Bild: Fotolia.com, Dario Sabljak
EFFIZIENZ:
Positive Bilanz der Förderung für energetische Stadtsanierung
Die Förderung für energetische Stadtsanierung über ein KfW-Programm wirkt. Das hat die Evaluierung durch ein Forschungskonsortium ergeben.
 
Fünf Jahre lang haben Wissenschaftler und Experten von zwei Stadtplanungsbüros, der Klima- und Energieeffizienzagentur (KEEA) sowie des Instituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung die Effekte des KfW-Programms 432 untersucht, mit dem das Bundesbauministerium quartiersbezogene Konzepte für die energetische Stadtsanierung fördert.

Das Programm „Energetische Stadtsanierung“ besteht aus zwei Förderbausteinen: „Konzepterstellung“ und „Sanierungsmanagement“. Analysiert wurde vor allem die Konzeptförderung. Laut Angaben des Bundesumwelt- und Bauministeriums wurden seit 2011 760 Konzepte mit einem Zusagevolumen von rund 35 Mio. Euro gefördert.

Positiv werten die Verfasser des Forschungsberichtes vor allem den integrierten Handlungsansatz der "Energetischen Stadtsanierung", der in den Konzepten im Mittelpunkt steht. Dabei geht es um die Kombination von Maßnahmen zur Gebäudesanierung, zur Wärme- und Stromversorgung sowie die Nutzung erneuerbarer Energien bis hin zur Mobilität und Verbraucherverhalten.

Energetische Sanierung dient auch der Lebensqualität in Quartieren

„Wir möchten mit der KfW-Förderung Akteure im Quartier unterstützen, die sich für eine sozialverträgliche Gebäudesanierung in Verbindung mit energieeffizienten Versorgungslösungen und klimafreundlichem Verbraucherverhalten einsetzen“, erläutert Bau-Staatssekretär Gunther Adler. Der Bericht bestätige, dass man mit diesem innovativen Förderprogramm auf einem guten Weg sei. Adler betont, dass nicht nur den Klimaschutz gestärkt werde, sondern sich gleichzeitig auch der soziale Zusammenhalt und die Lebensqualität in den geförderten Quartieren verbessern.

Handlungsbedarf sehen die Experten vor allem im ländlichen Bereich bei der Ansprache von Kommunen wie auch bei der Entwicklung von Maßnahmen für eine klimafreundliche Mobilität. Auch die Verknüpfung des Sanierungsmanagements mit anderen Stadtentwicklungsprozessen müsse verbessert werden. „Diese Anregungen werden wir aufgreifen und prüfen, an welchen Stellen wir in diesen Bereichen Unterstützung leisten können“, so der Bau-Staatssekretär.

Der Bericht findet sich hier.  
 

Angelika Nikionok-Ehrlich
Redakteurin
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Dienstag, 05.12.2017, 12:55 Uhr

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