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Enerige & Management > Österreich - OMV-Chef Stern will Gasgeschäft verkaufen
Quelle: Pixabay / Jürgen Sieber
ÖSTERREICH:
OMV-Chef Stern will Gasgeschäft verkaufen
Laut einem Bericht der Tageszeitung Die Presse wünscht Stern die Übernahme der OMV Gas durch die Republik Österreich, die dem Unternehmen einen Versorgungsauftrag erteilen könnte.
 
OMV-Generaldirektor Alfred Stern will die Gashandelsgesellschaft "OMV Gas Marketing & Trading" (OMV Gas) aus dem Öl-, Gas- und Chemiekonzern herauslösen und gegen eine entsprechende Abgeltung der Republik Österreich übertragen. Das berichtet die Tageszeitung Die Presse unter Berufung auf ein Gespräch mit Stern. Die Republik könnte laut Stern dem dann in ihrem Eigentum stehenden Unternehmen den Auftrag erteilen, die Gasversorgung Österreichs zu gewährleisten.

Der Hintergrund: Für die kommenden Tage ist eine Studie der Österreichischen Beteiligungs-AG (ÖBAG) und des Beratungsunternehmens McKinsey im Auftrag des österreichischen Finanzministeriums angekündigt. Sie soll sich unter anderem mit der Sicherung der Gasversorgung Österreichs befassen. In Diskussion steht, der OMV oder dem Stromkonzern Verbund einen entsprechenden Auftrag zu erteilen. Der Verbund hält 51 Prozent an der Gas Connect Austria (GCA), die das österreichische Fernleitungsnetz betreibt. Sowohl die OMV als auch der Verbund lehnen die Übernahme eines Versorgungsauftrags vehement ab. Ebenfalls überlegt wird, eine staatliche Agentur mit der Gewährleistung der Gasversorgung Österreichs zu beauftragen. Dies käme den nun geäußerten Vorstellungen Sterns nahe. Als politisch heikles Thema gelten die bis 2040 laufenden Gasbezugsverträge mit der russischen Gazprom, die 2018 vorzeitig verlängert worden waren. Kein Thema in der Studie ist laut der Presse dagegen, das OMV-Gasgeschäft an ein Konsortium um einen norwegischen Öl- und Gaskonzern zu verkaufen.

Laut ihrem Geschäftsbericht für das Jahr 2021 verkaufte die OMV im Jahr 2021 rund 156,2 Milliarden kWh Gas, um 36 Prozent mehr als 2020. Ihre Erlöse aus dem Gasgeschäft beziffert sie mit 252 Millionen Euro, um 25 Prozent weniger als 2021. Dies war vor allem durch den Verkauf der GCA-Mehrheit an den Verbund bedingt.
 

Klaus Fischer
© 2023 Energie & Management GmbH
Dienstag, 06.12.2022, 11:05 Uhr

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