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Energie & Management > Stromnetz - N-Ergie übernimmt Verteilnetz in Heilsbronn
Niederspannungsleitung. Quelle: Davina Spohn
Stromnetz

N-Ergie übernimmt Verteilnetz in Heilsbronn

Die Stadtwerke Heilsbronn geben ihr Stromnetz an N-Ergie ab. Ab 2028 soll die Netztochter des Nürnberger Energieversorgers den Betrieb übernehmen.
Die Stadtwerke Heilsbronn im bayerischen Landkreis Ansbach ziehen sich aus dem Betrieb ihres örtlichen Stromnetzes zurück. Hintergrund sind die steigenden Anforderungen an die Netzinfrastruktur und der damit verbundene Investitionsbedarf. Künftig soll die N-Ergie AG aus Nürnberg die Verantwortung für das Netz übernehmen. Darauf haben sich die Beteiligten verständigt, wie der Energieversorger am 9. Oktober mitteilt. Zum Kaufpreis und zur Höhe der künftig erforderlichen Investitionen machen die Partner keine Angaben.

Die Vereinbarung betrifft das Stadtgebiet von Heilsbronn und den Ortsteil Weiterndorf. Das Stromnetz umfasst rund 120 Kilometer Mittel- und Niederspannungsleitungen sowie 32 Stationen. Als Termin für die Übergabe ist der 1. Januar 2028 vorgesehen. Den anschließenden Betrieb übernimmt die N-Ergie Netz GmbH, eine Tochtergesellschaft des Nürnberger Energieversorgers.

Die Entscheidung begründet die Stadt Heilsbronn mit den veränderten Rahmenbedingungen für kommunale Netzbetreiber. „Wir haben uns diesen Schritt nicht leicht gemacht“, erklärte Bürgermeisterin Eva Didion (SPD). Insbesondere zunehmende regulatorische Vorgaben und die steigenden Anforderungen durch die Energiewende hätten den Handlungsdruck erhöht. Hinzu kämen die erheblichen Investitionen, die für einen zukunftsfähigen Netzbetrieb erforderlich seien. Mit N-Ergie habe die Stadt einen Partner gefunden, der bereits als vorgelagerter Netzbetreiber tätig sei und mit dem seit vielen Jahren eine Zusammenarbeit bestehe, so Didion.

Stromvertrieb bleibt bei den Stadtwerken

Der Verkauf des Stromnetzes bedeutet allerdings keinen vollständigen Rückzug der Stadtwerke aus der Energieversorgung. Auch nach dem geplanten Eigentümerwechsel bleiben für Stromvertrieb und die örtliche Wasserversorgung die Stadtwerke Heilsbronn zuständig.

Damit behalten sie ihre Aufgaben beim Stromeinkauf, bei der Tarifberatung sowie bei der Verwaltung von Stromlieferverträgen und der Abrechnung gegenüber den Kunden. Lediglich die Verantwortung für die Netzinfrastruktur wechselt zu N-Ergie. Deren Netzgesellschaft stellt künftig auch den Entstörungsdienst rund um die Uhr sicher.

Die N-Ergie Netz GmbH betreibt bereits ein weit verzweigtes Stromnetz in Nordbayern. Das Netzgebiet reicht vom Würzburger Umland bis nach Eichstätt sowie von Weikersheim bis Sulzbach-Rosenberg. Insgesamt umfasst die Infrastruktur nach Unternehmensangaben knapp 29.000 Kilometer Hoch-, Mittel- und Niederspannungsleitungen.

Für N-Ergie ist die Übernahme in Heilsbronn nicht der erste Netzkauf in Mittelfranken. Bereits Anfang 2025 hat der Nürnberger Energieversorger die Stromnetze in Wilhermsdorf (Landkreis Fürth) und Leutershausen (Landkreis Ansbach) übernommen. Hinzu kam der Erwerb der Strom-, Gas- und Trinkwassernetze im Gewerbepark Nürnberg-Feucht. (ds)

Montag, 12.10.2026, 17:05 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > Stromnetz - N-Ergie übernimmt Verteilnetz in Heilsbronn
Niederspannungsleitung. Quelle: Davina Spohn
Stromnetz
N-Ergie übernimmt Verteilnetz in Heilsbronn
Die Stadtwerke Heilsbronn geben ihr Stromnetz an N-Ergie ab. Ab 2028 soll die Netztochter des Nürnberger Energieversorgers den Betrieb übernehmen.
Die Stadtwerke Heilsbronn im bayerischen Landkreis Ansbach ziehen sich aus dem Betrieb ihres örtlichen Stromnetzes zurück. Hintergrund sind die steigenden Anforderungen an die Netzinfrastruktur und der damit verbundene Investitionsbedarf. Künftig soll die N-Ergie AG aus Nürnberg die Verantwortung für das Netz übernehmen. Darauf haben sich die Beteiligten verständigt, wie der Energieversorger am 9. Oktober mitteilt. Zum Kaufpreis und zur Höhe der künftig erforderlichen Investitionen machen die Partner keine Angaben.

Die Vereinbarung betrifft das Stadtgebiet von Heilsbronn und den Ortsteil Weiterndorf. Das Stromnetz umfasst rund 120 Kilometer Mittel- und Niederspannungsleitungen sowie 32 Stationen. Als Termin für die Übergabe ist der 1. Januar 2028 vorgesehen. Den anschließenden Betrieb übernimmt die N-Ergie Netz GmbH, eine Tochtergesellschaft des Nürnberger Energieversorgers.

Die Entscheidung begründet die Stadt Heilsbronn mit den veränderten Rahmenbedingungen für kommunale Netzbetreiber. „Wir haben uns diesen Schritt nicht leicht gemacht“, erklärte Bürgermeisterin Eva Didion (SPD). Insbesondere zunehmende regulatorische Vorgaben und die steigenden Anforderungen durch die Energiewende hätten den Handlungsdruck erhöht. Hinzu kämen die erheblichen Investitionen, die für einen zukunftsfähigen Netzbetrieb erforderlich seien. Mit N-Ergie habe die Stadt einen Partner gefunden, der bereits als vorgelagerter Netzbetreiber tätig sei und mit dem seit vielen Jahren eine Zusammenarbeit bestehe, so Didion.

Stromvertrieb bleibt bei den Stadtwerken

Der Verkauf des Stromnetzes bedeutet allerdings keinen vollständigen Rückzug der Stadtwerke aus der Energieversorgung. Auch nach dem geplanten Eigentümerwechsel bleiben für Stromvertrieb und die örtliche Wasserversorgung die Stadtwerke Heilsbronn zuständig.

Damit behalten sie ihre Aufgaben beim Stromeinkauf, bei der Tarifberatung sowie bei der Verwaltung von Stromlieferverträgen und der Abrechnung gegenüber den Kunden. Lediglich die Verantwortung für die Netzinfrastruktur wechselt zu N-Ergie. Deren Netzgesellschaft stellt künftig auch den Entstörungsdienst rund um die Uhr sicher.

Die N-Ergie Netz GmbH betreibt bereits ein weit verzweigtes Stromnetz in Nordbayern. Das Netzgebiet reicht vom Würzburger Umland bis nach Eichstätt sowie von Weikersheim bis Sulzbach-Rosenberg. Insgesamt umfasst die Infrastruktur nach Unternehmensangaben knapp 29.000 Kilometer Hoch-, Mittel- und Niederspannungsleitungen.

Für N-Ergie ist die Übernahme in Heilsbronn nicht der erste Netzkauf in Mittelfranken. Bereits Anfang 2025 hat der Nürnberger Energieversorger die Stromnetze in Wilhermsdorf (Landkreis Fürth) und Leutershausen (Landkreis Ansbach) übernommen. Hinzu kam der Erwerb der Strom-, Gas- und Trinkwassernetze im Gewerbepark Nürnberg-Feucht. (ds)

Montag, 12.10.2026, 17:05 Uhr
Davina Spohn

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