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Millionen-Darlehen für die Stadtwerke München
Die DekaBank und die Bayerische Versorgungskammer haben an die Stadtwerke München ein Euro-Schuldscheindarlehen im dreistelligen Millionenbereich vergeben. Das Geld soll in erneuerbare Energien investiert werden.
 
Über die genauen Finanzierungsbedingungen wurde Stillschweigen vereinbart, teilte die DekaBank am 22. April mit. Die Stadtwerke München (SWM) nutzen das Darlehen, um in erneuerbare Energien zu investieren. Bis 2025 wollen die Stadtwerke so viel Ökostrom in eigenen Anlagen produzieren, dass sie den Bedarf von ganz München bilanziell decken können. Damit soll die bayerische Landeshauptstadt weltweit die erste Millionenstadt sein, die dieses Ziel erreicht.

Ein erstes Etappenziel wollen die SWM am 8. Mai bei einer Podiumsdiskussion vorstellen. In Kürze wird der Energieversorger nach eigenen Angaben mit erneuerbaren Anlagen so viel Ökostrom ins Netz einspeisen, wie alle Privathaushalte, die MVG und die E-Autos in München benötigen.

Mit den ehrgeizigen Zielen der Ausbauoffensive sind die Stadt München und die Stadtwerke 2008 gestartet. Das Budget soll sich bis 2025 auf insgesamt 9 Mrd. Euro belaufen. Um die Ausbauoffensive voranzutreiben, sind die Stadtwerke mittlerweile an 21 Solaranlagen beteiligt. Zum Portfolio in München und der Region gehören zudem 13 Wasserkraftanlagen, eine Biogas- und eine Biogasaufbereitungsanlage, zwei Geothermieanlagen und eine Windkraftanlage. Auch Offshore engagieren sich die Stadtwerke München: Sie sind zum Beispiel an dem Offshore-Windpark Dan Tysk in der Nordsee sowie an dem Offshore-Windpark Gwynt y Mor in der irischen See beteiligt.

Die Stadtwerke München teilten bei der Vorstellung der Geschäftszahlen am 15. April mit, dass die Brutto-Investitionen in diesem Jahr bei insgesamt 1,35 Mrd. Euro liegen werden. Im vergangenen Jahr lagen sie bei 1,6 Mrd. Euro. Die SWM habe ihre Zukunftsprojekte für München damit fortgesetzt: den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Erdgasgewinnung sowie die Erneuerung und den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs und der Versorgungsinfrastruktur. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) liegt mit 366 Mio. Euro im vergangenen Geschäftsjahr um 38 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 404 Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern der SWM ist von 204 Mio. Euro in 2013 auf 81 Mio. Euro im Berichtsjahr 2014 gefallen.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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Mittwoch, 22.04.2015, 13:58 Uhr

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