E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Regenerative - Marktwert für Solarstrom steigt weiter
Quelle: Shutterstock / Jevanto Productions
Regenerative

Marktwert für Solarstrom steigt weiter

Der Marktwert für Solarstrom ist im Juni weiter gestiegen. Die Windmarktwerte gaben dagegen nach. Auch der Spotmarktpreis für Graustrom legte zu.
Die Marktwerte entwickelten sich im Juni nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber unterschiedlich. Während Solarstrom gegenüber dem Vormonat deutlich zulegte, gingen die Marktwerte für Windenergie zurück, ist auf der Plattform Netztransparenz.de nachzulesen. Auch der durchschnittliche Spotmarktpreis für Graustrom stieg. Kaum verwunderlich kam es auch im Juni wieder häufig zu negativen Börsenstrompreisen.

Im Juni rutschte der Spotmarktpreis an 199 Viertelstunden ins Minus. Der niedrigste Wert lag bei minus 5,299 Cent/kWh (minus 52,99 Euro/MWh) und wurde am 13. Juni erreicht. Die meisten negativen Preise verzeichnete der 14. Juni mit 44 Viertelstunden unter null. Im Vergleich zum Mai traten negative Preise (Mai: minus 49,999 Cent/kWh beziehungsweise minus 499,99 Euro/MWh) damit deutlich seltener und weniger stark ausgeprägt (Mai: 315 Viertelstunden) auf.

Der durchschnittliche Spotmarktpreis für Graustrom stieg im Juni auf 10,952 Cent/kWh. Im Mai hatte er noch 9,754 Cent/kWh betragen. Damit erhöhte sich der durchschnittliche Spotmarktpreis um 1,198 Cent/kWh.

Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Solarstrom aus. Der technologiespezifische Marktwert erhöhte sich von 3,163 auf 6,190 Cent/kWh und lag damit 3,027 Cent/kWh über dem Maiwert. Damit setzte sich die Erholung nach dem außergewöhnlich niedrigen Aprilwert von 1,317 Cent/kWh fort.

Unterschiedliche Erlösprofile

Anders entwickelte sich der Marktwert der Windenergie. Für Strom aus Onshore-Windanlagen sank der durchschnittliche Erlös im Juni auf 7,855 Cent/kWh. Gegenüber Mai entspricht das einem Rückgang um 1,679 Cent/kWh. Auch Offshore-Wind verlor an Wert. Der Marktwert verringerte sich von 9,235 auf 7,979 Cent/kWh und damit um 1,256 Cent/kWh.

Die Entwicklung verdeutlicht erneut die unterschiedlichen Erlösprofile der einzelnen Erzeugungstechnologien. Während Solarstrom von höheren Börsenpreisen während der Stunden mit hoher PV-Einspeisung profitierte, lagen die Erlöse der Windenergie unter den hohen Maiwerten.

Die einzelnen Marktwerte geben an, welchen durchschnittlichen Erlös Strom aus Wind-, Solar- oder anderen erneuerbaren Energien an der Strombörse erzielt. Sie werden monatlich von den Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht und dienen als Grundlage für die Berechnung der Marktprämie im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Je niedriger der Marktwert, desto höher fällt bei geförderten Anlagen die Marktprämie aus – und umgekehrt. (sag)

Montag, 13.07.2026, 12:25 Uhr
Stefan Sagmeister
Energie & Management > Regenerative - Marktwert für Solarstrom steigt weiter
Quelle: Shutterstock / Jevanto Productions
Regenerative
Marktwert für Solarstrom steigt weiter
Der Marktwert für Solarstrom ist im Juni weiter gestiegen. Die Windmarktwerte gaben dagegen nach. Auch der Spotmarktpreis für Graustrom legte zu.
Die Marktwerte entwickelten sich im Juni nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber unterschiedlich. Während Solarstrom gegenüber dem Vormonat deutlich zulegte, gingen die Marktwerte für Windenergie zurück, ist auf der Plattform Netztransparenz.de nachzulesen. Auch der durchschnittliche Spotmarktpreis für Graustrom stieg. Kaum verwunderlich kam es auch im Juni wieder häufig zu negativen Börsenstrompreisen.

Im Juni rutschte der Spotmarktpreis an 199 Viertelstunden ins Minus. Der niedrigste Wert lag bei minus 5,299 Cent/kWh (minus 52,99 Euro/MWh) und wurde am 13. Juni erreicht. Die meisten negativen Preise verzeichnete der 14. Juni mit 44 Viertelstunden unter null. Im Vergleich zum Mai traten negative Preise (Mai: minus 49,999 Cent/kWh beziehungsweise minus 499,99 Euro/MWh) damit deutlich seltener und weniger stark ausgeprägt (Mai: 315 Viertelstunden) auf.

Der durchschnittliche Spotmarktpreis für Graustrom stieg im Juni auf 10,952 Cent/kWh. Im Mai hatte er noch 9,754 Cent/kWh betragen. Damit erhöhte sich der durchschnittliche Spotmarktpreis um 1,198 Cent/kWh.

Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Solarstrom aus. Der technologiespezifische Marktwert erhöhte sich von 3,163 auf 6,190 Cent/kWh und lag damit 3,027 Cent/kWh über dem Maiwert. Damit setzte sich die Erholung nach dem außergewöhnlich niedrigen Aprilwert von 1,317 Cent/kWh fort.

Unterschiedliche Erlösprofile

Anders entwickelte sich der Marktwert der Windenergie. Für Strom aus Onshore-Windanlagen sank der durchschnittliche Erlös im Juni auf 7,855 Cent/kWh. Gegenüber Mai entspricht das einem Rückgang um 1,679 Cent/kWh. Auch Offshore-Wind verlor an Wert. Der Marktwert verringerte sich von 9,235 auf 7,979 Cent/kWh und damit um 1,256 Cent/kWh.

Die Entwicklung verdeutlicht erneut die unterschiedlichen Erlösprofile der einzelnen Erzeugungstechnologien. Während Solarstrom von höheren Börsenpreisen während der Stunden mit hoher PV-Einspeisung profitierte, lagen die Erlöse der Windenergie unter den hohen Maiwerten.

Die einzelnen Marktwerte geben an, welchen durchschnittlichen Erlös Strom aus Wind-, Solar- oder anderen erneuerbaren Energien an der Strombörse erzielt. Sie werden monatlich von den Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht und dienen als Grundlage für die Berechnung der Marktprämie im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Je niedriger der Marktwert, desto höher fällt bei geförderten Anlagen die Marktprämie aus – und umgekehrt. (sag)

Montag, 13.07.2026, 12:25 Uhr
Stefan Sagmeister

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.