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Bild: Fotolia.com, sasel77
VERBRAUCHERSCHUTZ:
Marktwächter nimmt Fernwärme ins Visier
Um den Fernwärmemarkt transparenter und kundenfreundlicher zu machen, will die Initiative "Marktwächter Energie" Fernwärmekunden befragen.
 
Der Marktwächter Energie, ein Gemeinschaftsprojekt der Verbraucherzentralen und des Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), will den deutschen Fernwärmemarkt untersuchen. Nach Angaben des Marktwächters verfügen die Betreiber von Fernwärmenetzen "in der Regel über eine unregulierte Monopolstellung", da ein Fernwärmeanschluss für die Verbraucher oft "alternativlos" sei. Der Wechsel des Heizsystems scheitere an den baulichen Gegebenheiten, den hohen Kosten oder dem Anschlusszwang.

Gleichzeitig kritisieren die Verbraucherschützer, dass es im Gegensatz zum Strom- oder Gasmarkt bislang keine ausreichenden rechtlichen Rahmenbedingungen gebe, die den Verbraucher im Hinblick auf Transparenz und kartellrechtliche Preiskontrolle schützen. Die fehlende Regulierung bedeute für die Kunden häufig unverständliche Abrechnungen und eine schwer zu durchschauende Zusammensetzung der Preise aus verschiedenen Komponenten. Zudem seien lange Vertragslaufzeiten keine Seltenheit.

Um dies zu ändern, hat der Marktwächter Energie Fernwärmekunden um Mithilfe gebeten und eine Umfrage gestartet. Mit einer umfassenden, bundesweiten Erhebung sollen nun Vertragsanpassungen und Preisänderungen aus Verbrauchersicht untersucht werden. Fernwärmekunden, die in einem Mietverhältnis stehen und deren Fernwärmeverträge von Seiten des Versorgers geändert wurden oder deren Preise in den letzten drei Jahren angepasst wurden, sind nun aufgerufen, dem Marktwächter Energie ihren Fall zu schildern. Verbraucher können sich online, per Post oder Fax an der Befragung beteiligen und ihre Fallbeschreibung einsenden.

Mit den Ergebnissen dieser Untersuchung sollen Verbraucher umfassend informiert und sensibilisiert sowie eventuelle Regelungslücken identifiziert werden. Ziel ist es, die Verbraucherrechte im Fernwärmemarkt langfristig zu stärken, so die Verbraucherschützer.
 

Andreas Kögler
Redakteur und CvD von E&M powernews
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Montag, 16.04.2018, 13:27 Uhr