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Die Leipziger Gruppe hat 2025 ihre Investitionen auf 374 Millionen Euro erhöht. Der Gewinn der Konzernholding sank auf 32,7 Millionen Euro.
Die in Leipzig ansässige kommunale Leipziger Gruppe, die Energie-, Wasser- und Mobilitätsangebote bündelt, hat ihre Investitionen 2025 erhöht. Der Gewinn ihrer Konzernholding Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) sank zugleich von 39,2 Millionen Euro im Vorjahr auf 32,7 Millionen Euro.
Auch das operative Ergebnis des Gesamtkonzerns ging zurück. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank von 322,4 auf 313,1 Millionen Euro. Der Umsatz sank um rund 300 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro. Als wesentlichen Grund nennt die Leipziger Gruppe niedrigere Preise an den Energiehandelsbörsen. Der kaufmännische Geschäftsführer Volkmar Müller führt den Umsatzrückgang auf die Normalisierung des Energiemarkts zurück. Die starken Preisschwankungen der Vorjahre hätten sich abgeschwächt.
Investitionen steigen um 43 Millionen Euro
In den Geschäftsfeldern Energie, Mobilität und Wasser investierte der kommunale Unternehmensverbund eigenen Angaben nach insgesamt 374 Millionen Euro. Das waren 43 Millionen Euro mehr als 2024. In den vergangenen fünf Jahren summierten sich die Investitionen laut der Leipziger Gruppe auf rund 1,8 Milliarden Euro.
Zugleich stieg die Zahl der Beschäftigten von rund 5.300 auf etwa 5.500. Aus eigenen Mitteln stellte die Gruppe den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) 94,1 Millionen Euro zur Verfügung. Im Vorjahr waren es 90,6 Millionen Euro gewesen. Damit erfüllte der Konzern nach eigenen Angaben erneut den Verkehrsleistungsfinanzierungsvertrag mit der Stadt Leipzig.
Die LVB beförderten 2025 rund 171,2 Millionen Fahrgäste, nach 166,9 Millionen im Vorjahr. Die Zahl der Abo-Kunden nahm um 3 Prozent auf gut 220.000 zu. Die Leipziger Gruppe führt die Entwicklung unter anderem auf Angebotsverbesserungen, den höheren Absatz des Deutschlandtickets und Großveranstaltungen wie das Turnfest zurück. Die Verkehrsbetriebe investierten in E-Busse und Ladetechnik sowie in den Erhalt und die Modernisierung der Infrastruktur. Weitere E-Busse und Straßenbahnen sollen folgen.
Fernwärmeausbau prägt Energiegeschäft
Im Energiegeschäft bauten die Leipziger Stadtwerke nach Unternehmensangaben ihre Photovoltaikflächen im Stadtgebiet und im Umland aus und errichteten weitere Ladepunkte. Die Solarthermieanlage Leipzig West speist seit Sommer 2026 Wärme in das Leipziger Fernwärmenetz ein.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die geplante Nutzung von Abwärme aus der Raffinerie Leuna. Der Bau der dafür vorgesehenen 19 Kilometer langen Leitung begann 2025. Von 2028 an könnten die Stadtwerke damit nach eigenen Angaben rund 38 Prozent des Leipziger Fernwärmebedarfs decken. Außerdem schließen sie im Pilotquartier Südvorstadt-Westseite schrittweise weitere Straßen an das Fernwärmenetz an. (ds)
Montag, 20.07.2026, 17:23 Uhr
Davina Spohn
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