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Enerige & Management > Gasspeicher - Länder plädieren für starke Gasversorgung
Bild: Fotolia.com, B Wylezich
GASSPEICHER:
Länder plädieren für starke Gasversorgung
Der Bundesrat hat mit seinem Beschluss zu LNG-Terminals in Deutschland auch Verbesserungen für den Betrieb von Gasspeichern und ausreichende Kapazitäten für den Gastransport angemahnt.
 
In einer Entschließung stellte der Bundesrat am 7. Juni fest, dass Erdgas eine zentrale Rolle im Energiemix Deutschlands spielt. Seine Bedeutung werden „mittelfristig weiter zunehmen“. Eine sichere und diversifizierte Gasversorgung sei deshalb von besonderem Interesse.

Im Hinblick auf die dafür wichtigen Gasspeicher in Deutschland sieht die Länderkammer die Gefahr, dass diese bei den derzeitigen Rahmenbedingen dauerhaft nicht wirtschaftlich betrieben werden können und dass sie gegenüber Speichern im benachbarten Ausland benachteiligt sind.

Deshalb sei es notwendig, das Abgaben-, Entgelt- und Umlagesystem anzupassen sowie erhöhte Belastungen gegenüber ausländischen Speichern abzubauen. Außerdem plädiert der Bundesrat dafür, die Speicher stärker in die Regelenergiebeschaffung zur Absicherung der Versorgungssicherheit einzubeziehen.

Im Hinblick auf ausreichende Gastransportkapazitäten plädiert die Länderkammer dafür, auf einen bedarfsgerechten Ausbau des Gasnetzes und auf Sicherung fester Transportkapazitäten in ausreichendem Umfang zu achten. „Gerade auch im Hinblick auf die bevorstehende Marktgebietszusammenlegung darf es zu keiner Einkürzung von festen Kapazitäten (FZK) kommen“, heißt es in der Entschließung.

Für neue, zum Erreichen der Energiewende erforderliche Gaskraftwerke sei ein fester, auf frei zuordenbaren Kapazitäten beruhender Zugang zum deutschen virtuellen Handelspunkt zwingend erforderlich. Diese Zusicherung fehle in der bisherigen Gasnetzzugangsverordnung und müsse dringend ergänzt werden.

Die Initiative Erdgasspeicher (Ines) begrüßte die Entschließung des Bundesrates. Sie sei „ein wichtiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Gasspeicher zu verbessern und marktverzerrende Aspekte im aktuellen Rechtsrahmen zu beseitigen“, erklärte Ines-Geschäftsführer Sebastian Bleschke. Er hoffe, „dass die Bundesregierung im Sinne des Antrags konkret und zeitnah handelt“.
 
 

Peter Focht
Redakteur
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Dienstag, 11.06.2019, 13:57 Uhr

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