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Enerige & Management > Personalie - Kerstin Andreae startet beim BDEW am 1. November
Bild: Aurielaki / Fotolia
PERSONALIE:
Kerstin Andreae startet beim BDEW am 1. November
Der Energieverband BDEW wird künftig von einer ehemaligen Grünen-Parlamentarierin geführt. Der BDEW-Vorstand hat dem Vorschlag des Präsidiums zugestimmt.
 
Führungswechsel beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). „Mit überwältigender Mehrheit“ bei nur einer Enthaltung habe sich der 55-köpfige BDEW-Vorstand für die bisherige Grünen-Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae (50) als neue Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Verbandes ausgesprochen, berichtete Präsidentin Marie-Luise Wolff im Anschluss an die Vorstandssitzung.

Andreae folgt zum 1. November auf Stefan Kapferer, der Vorstandsvorsitzender des Stromnetzbetreibers 50 Hertz wird. Nach der CDU-Frau Hildegard Müller und dem FDP-Mann Kapferer rückt mit der Diplom-Volkswirtin aus Baden-Württemberg die erste Grünen-Politikerin an die Spitze der BDEW-Zentrale in Berlin.
 
Kerstin Andreae wird neue BDEW Hauptgeschäftsführerin
Bild: DBT/Inga Haar

Die aus Schramberg im Schwarzwald stammende Andreae ist derzeit wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Seit 2002 gehört sie dem Bundestag an. Im vergangenen Jahr gründete sie den Wirtschaftsbeirat der Fraktion, für den sie Unternehmerinnen und Unternehmer aus mehreren Branchen gewinnen konnte. Zum 31. Oktober will sie ihr Bundestagsmandat niederlegen.

Andreae erfahre sehr hohe Anerkennung in Politik und Wirtschaft, stehe für eine entschlossene, effiziente Energie- und Klimapolitik sowie wirtschaftliche Kompetenz und sei in Berlin gut vernetzt, lobte BDEW-Präsidentin Wolff.

Die künftige Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung sieht es als „große Herausforderung“, die Energiewende zum Erfolg zu führen. Andreae plädierte dafür, zum Erreichen des Ziels auch die Zusammenarbeit mit anderen Energieverbänden zu suchen. Als wichtige Aufgabe sieht sie, verloren gegangene Akzeptanz von Teilen der Bevölkerung, zum Beispiel für den Bau von Windenergieanlagen, wiederzuerlangen. „Es muss uns gelingen, mit Allen zusammen für die Chancen der Energiewende zu werben.“

Vom Windenergiegipfel und von der Sitzung des Klimakabinetts im September erwartet die BDEW-Führung wichtige Weichenstellungen. Der Einbruch beim Ausbau der Windenergie an Land müsse korrigiert werden. Dazu sei es notwendig den Ausbaudeckel für Windkraft an Land und auf See anzuheben, forderte Präsidentin Wolff. Es müsse bei den Treffen darüber gesprochen werden, „wie wir wieder in die Spur kommen.“
 

Peter Focht
Redakteur
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Dienstag, 13.08.2019, 16:49 Uhr

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