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Enerige & Management > Unternehmen - Kartellstrafe gegen Alstom
Bild: Bundeskartellamt
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Kartellstrafe gegen Alstom
Wegen Kundenschutzabsprachen bei Serviceleistungen für Wärmetauscher in Kraftwerken hat das Bundeskartellamt eine Geldbuße in Höhe von 1,89 Mio. Euro gegen die Alstom Power Energy Recovery GmbH verhängt.
 
Beteiligt an der bundesweiten Kundeschutzabsprache war neben der Alstom Power Energy Recovery GmbH die Balcke-Dürr GmbH. Eingeleitet wurde das Verfahren aufgrund eines Kronzeugenantrages der Balcke-Dürr GmbH, gegen die in Anwendung der Bonusregelung des Bundeskartellamtes keine Geldbuße verhängt wurde.
 
„Gegenstand der geahndeten Absprache zwischen Alstom und Balcke-Dürr war es, dass die Serviceaufträge für die Wärmetauscher-Heizflächen an das Unternehmen gehen sollten, welches den Wärmetauscher auch ursprünglich eingebaut hatte. Um dies zu erreichen, gab das jeweils andere Unternehmen gegenüber dem Kraftwerksbetreiber ein überhöhtes Schutzangebot ab, nachdem es den zu schützenden Angebotspreis beim Erstausrüster erfragt hatte. Diese Kartellpraxis wurde zumindest zwischen Dezember 2003 und März 2012 durchgeführt“, erklärte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts.
 
Da von dem Kartell möglicherweise auch öffentliche Ausschreibungen betroffen waren, ermittelt außerdem die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen die an der Absprache beteiligten Personen wegen des Verdachts auf Submissionsbetrug. Das verhängte Bußgeld ist noch nicht rechtskräftig, gegen den Bescheid kann vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf Einspruch eingelegt werden.
 

Andreas Kögler
Redakteur und CvD von E&M powernews
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Freitag, 04.07.2014, 12:31 Uhr

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