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Enerige & Management > F&E - Hochschule Landshut will Energieeffizienz steigern
Bild: shutterstock
F&E:
Hochschule Landshut will Energieeffizienz steigern
Einen wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung will die Hochschule Landshut liefern. Möglich werden soll das durch eine intelligente Kopplung der Bereiche Strom, Wärme oder Kälte.
 
Das Forschungsprojekt trägt den Namen Denu, das steht für Digitale Energienutzung zur Erhöhung der Energieeffizienz durch interaktive Vernetzung. Entwickelt werden soll ein Managementsystem zur Sektorenkopplung, das die verschiedenen Energiearten zusammenbringt.

Ziel ist es, bestehende Energieerzeugungs- und Verteilstrukturen besser zu nutzen oder sie zu entlasten. Das System kann letztendlich Unternehmen und Regionen als Werkzeug dienen und helfen, die Energiewende umzusetzen. Projektleiterin Prof. Diana Hehenberger-Risse ist überzeugt, dass sich durch die ganzheitliche Betrachtung aller Faktoren 50 % Primärenergie einsparen lässt.

Bei dem Projekt werden Mess- und Steuerungsgeräte in verschiedenen Gebäudetypen installiert – etwa in Hotels, Hallenbädern, Verwaltungs- und Fabrikgebäuden – und mit bereits bestehenden Energie- und Gebäudemanagementsystemen vernetzt. Durch Analyse der gewonnenen Daten sollen Algorithmen entwickelt werden, die helfen sollen, den Energieverbrauch zu senken.

Beispiele für den Einsatz gibt es genug. So könnten bei schönem Wetter die Vorlauftemperaturen von Heizungen frühzeitig reduziert werden. Durch das automatische herunterlassen von Rollläden ließe sich der Kühlbedarf von Gebäuden verringern. Energie aus Photovoltaik könnte man zur Warmwasseraufbereitung nutzen. So wäre es möglich, in den Sommermonaten die Nahwärmenetze abzuschalten. Weiterer positiver Effekt: Der Überschussstrom aus der Photovoltaik würde vor Ort genutzt und nicht mehr die Netze verstopfen.

„Das Besondere ist der ganzheitliche und zeitaktuelle Ansatz sowie die sektorenübergreifende Vernetzung verschiedener Energieabnehmer“, erklärt Hehenberger-Risse. Bisher gebe es zwar viele einzelne Energie- und Umweltmanagement-Systeme. Sie arbeiteten jedoch nur mit Daten aus der Vergangenheit und betrachteten keine Gesamtszenarien. Auch beim Städtebau könnte das System zum Einsatz kommen und als Planungsinstrument eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer energieeffizienten Stadt spielen.

Das Projekt Denu läuft bis 2022. Projektpartner der Hochschule Landshut sind das Technologiezentrum Energie, der Generalplaner Sehlhoff, das Ingenieurbüro HPE, die Kommunen Bad Füssing, Markt Ruhstorf und Pocking, die Stadtwerke Landshut sowie die Firmen Leipfinger-Bader und Wolf Heiztechnik. Das Bundeswirtschaftsministerium finanziert das Projekt mit 1,4 Millionen Euro.
 

Günter Drewnitzky
© 2019 Energie & Management GmbH
Freitag, 09.08.2019, 15:58 Uhr

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