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Energie & Management > Mobilität - H2Sky liefert Ergebnisse für die Luftfahrt
Quelle: Pixabay / Albrecht Fietz
Mobilität

H2Sky liefert Ergebnisse für die Luftfahrt

Ein Konsortium unter Aerostack-Führung hat in Dettingen an der Erms ein Brennstoffzellensystem für Flugzeuge erfolgreich demonstriert. Es wurde vom Bundesverkehrsministerium gefördert.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat das Verbundprojekt „H2Sky“ bei einer Abschlussveranstaltung am 26. März in Dettingen an der Erms als Beitrag zur Entwicklung eines wasserstoffbasierten Luftverkehrs eingeordnet. Laut dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) wurde im Rahmen des Projekts ein Brennstoffzellen-Stack entwickelt, der speziell auf Anforderungen der Luftfahrt ausgelegt ist und im Projektverlauf demonstriert wurde.

Schnieder erklärte, klimafreundliche Mobilität setze sich dort durch, wo Innovationsfähigkeit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zusammenwirken. Wasserstoff komme dabei in der Luftfahrt eine zentrale Rolle zu. Projekte wie H2Sky zeigten, dass technologische Entwicklungen aus Deutschland Fortschritte in Richtung eines emissionsärmeren Flugverkehrs ermöglichen könnten.

26 Millionen Euro Förderung

Das Projekt wurde im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit rund 26,5 Millionen Euro gefördert. Laut dem BMV gehört H2Sky zu den umfangreicheren Vorhaben zur Entwicklung wasserstoffbasierter Brennstoffzellentechnologien für die Luftfahrt in Deutschland. Ziel war es, einen luftfahrttauglichen Stack zu entwickeln, der insbesondere Anforderungen an Leistungsdichte, Effizienz, Zuverlässigkeit und Lebensdauer erfüllt.

Die Koordination des NIP liegt bei der NOW GmbH, einer bundeseigenen Organisation mit Sitz in Berlin, die Förderprogramme im Bereich nachhaltiger Mobilität und Energie koordiniert. Die Umsetzung erfolgt über den Projektträger Jülich (PtJ), der Forschungs- und Innovationsprojekte betreut. NOW-Geschäftsführerin Dagmar Fehler erklärte, H2Sky zeige, wie Förderprogramme dazu beitragen könnten, Partnerschaften zu stärken und technologische Risiken zu adressieren. Ziel sei es, Entwicklungen bis an die Schwelle der Marktreife zu begleiten.

Weitere Entwicklung notwendig

Die Aerostack GmbH mit Sitz in Dettingen an der Erms ist ein Joint Venture des Luftfahrtkonzerns Airbus und des Automobilzulieferers Elring Klinger. Das Unternehmen entwickelt Brennstoffzellensysteme für die zivile Luftfahrt. Geschäftsführer Andreas Hubert erklärte, im Projekt sei die Technologie gezielt an die Anforderungen der Luftfahrt angepasst und ihr technologischer Reifegrad gesteigert worden. Die Ergebnisse könnten als Grundlage für weitere Entwicklungsschritte dienen.

Neben Aerostack waren mehrere Industrie- und Forschungspartner beteiligt. Dazu zählen die EKPO Fuel Cell Technologies GmbH, ein Anbieter von Brennstoffzellenkomponenten mit Sitz in Dettingen an der Erms, das Forschungsinstitut Hahn-Schickard mit Standorten in Baden-Württemberg sowie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. Ebenfalls beteiligt waren die Technische Universität München, das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg sowie die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Der Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellen gilt als Option, um den Verkehrssektor langfristig zu defossilisieren. Voraussetzung dafür seien laut dem Konsortium jedoch weitere Entwicklungsschritte sowie der Aufbau entsprechender Infrastruktur und regulatorischer Rahmenbedingungen.

Freitag, 27.03.2026, 12:30 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Mobilität - H2Sky liefert Ergebnisse für die Luftfahrt
Quelle: Pixabay / Albrecht Fietz
Mobilität
H2Sky liefert Ergebnisse für die Luftfahrt
Ein Konsortium unter Aerostack-Führung hat in Dettingen an der Erms ein Brennstoffzellensystem für Flugzeuge erfolgreich demonstriert. Es wurde vom Bundesverkehrsministerium gefördert.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat das Verbundprojekt „H2Sky“ bei einer Abschlussveranstaltung am 26. März in Dettingen an der Erms als Beitrag zur Entwicklung eines wasserstoffbasierten Luftverkehrs eingeordnet. Laut dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) wurde im Rahmen des Projekts ein Brennstoffzellen-Stack entwickelt, der speziell auf Anforderungen der Luftfahrt ausgelegt ist und im Projektverlauf demonstriert wurde.

Schnieder erklärte, klimafreundliche Mobilität setze sich dort durch, wo Innovationsfähigkeit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zusammenwirken. Wasserstoff komme dabei in der Luftfahrt eine zentrale Rolle zu. Projekte wie H2Sky zeigten, dass technologische Entwicklungen aus Deutschland Fortschritte in Richtung eines emissionsärmeren Flugverkehrs ermöglichen könnten.

26 Millionen Euro Förderung

Das Projekt wurde im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit rund 26,5 Millionen Euro gefördert. Laut dem BMV gehört H2Sky zu den umfangreicheren Vorhaben zur Entwicklung wasserstoffbasierter Brennstoffzellentechnologien für die Luftfahrt in Deutschland. Ziel war es, einen luftfahrttauglichen Stack zu entwickeln, der insbesondere Anforderungen an Leistungsdichte, Effizienz, Zuverlässigkeit und Lebensdauer erfüllt.

Die Koordination des NIP liegt bei der NOW GmbH, einer bundeseigenen Organisation mit Sitz in Berlin, die Förderprogramme im Bereich nachhaltiger Mobilität und Energie koordiniert. Die Umsetzung erfolgt über den Projektträger Jülich (PtJ), der Forschungs- und Innovationsprojekte betreut. NOW-Geschäftsführerin Dagmar Fehler erklärte, H2Sky zeige, wie Förderprogramme dazu beitragen könnten, Partnerschaften zu stärken und technologische Risiken zu adressieren. Ziel sei es, Entwicklungen bis an die Schwelle der Marktreife zu begleiten.

Weitere Entwicklung notwendig

Die Aerostack GmbH mit Sitz in Dettingen an der Erms ist ein Joint Venture des Luftfahrtkonzerns Airbus und des Automobilzulieferers Elring Klinger. Das Unternehmen entwickelt Brennstoffzellensysteme für die zivile Luftfahrt. Geschäftsführer Andreas Hubert erklärte, im Projekt sei die Technologie gezielt an die Anforderungen der Luftfahrt angepasst und ihr technologischer Reifegrad gesteigert worden. Die Ergebnisse könnten als Grundlage für weitere Entwicklungsschritte dienen.

Neben Aerostack waren mehrere Industrie- und Forschungspartner beteiligt. Dazu zählen die EKPO Fuel Cell Technologies GmbH, ein Anbieter von Brennstoffzellenkomponenten mit Sitz in Dettingen an der Erms, das Forschungsinstitut Hahn-Schickard mit Standorten in Baden-Württemberg sowie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. Ebenfalls beteiligt waren die Technische Universität München, das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg sowie die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Der Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellen gilt als Option, um den Verkehrssektor langfristig zu defossilisieren. Voraussetzung dafür seien laut dem Konsortium jedoch weitere Entwicklungsschritte sowie der Aufbau entsprechender Infrastruktur und regulatorischer Rahmenbedingungen.

Freitag, 27.03.2026, 12:30 Uhr
Susanne Harmsen

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