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Der Berliner Büro- und Gewerbeflächenvermieter GSG und die Getec gründen eine gemeinsame Gesellschaft. Das Joint Venture „G2Energy“ soll die Immobilien der GSG energetisch sanieren.
Die GSG Berlin und der Energiedienstleister Getec bündeln ihre Zusammenarbeit bei der Dekarbonisierung in einem gemeinsamen Unternehmen. Das Joint Venture „G2Energy GmbH“ (G2E) soll die Energieversorgung von GSG-Immobilien in Berlin schrittweise neu aufstellen. Dafür wollen die beiden Unternehmen für die einzelnen Gewerbehöfe des Berliner Vermieters standortspezifische Energiekonzepte erstellen.
Insgesamt betrifft die Zusammenarbeit zunächst 16 GSG-Gewerbehöfe mit zusammen rund 270.000 Quadratmetern Mietfläche, teilten die Partner dazu mit. Dafür sind bis ins Jahr 2031 Investitionen in Höhe von mehr als 20 Millionen Euro vorgesehen. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen CO2-Emissionen um rund 4.900 Tonnen pro Jahr beziehungsweise um 80 bis 90 Prozent reduziert werden.
Gemeinsames Unternehmen bündelt Investitionen
Das Gemeinschaftsunternehmen G2E soll die dafür nötige gemeinsame Struktur für Planung, Finanzierung und Betrieb schaffen. „Mit G2E schaffen wir die Grundlage, um standortspezifische Energielösungen über ein größeres Portfolio hinweg wirtschaftlich umzusetzen“, sagt Sebastian Blecke, operativer Geschäftsführer der GSG Berlin.
Für Mietende soll die Transformation ohne Mehrbelastungen erfolgen und zugleich zu einer höheren Planbarkeit der Wärmekosten beitragen. Die GSG Berlin reagiert nach eigenen Aussagen damit auch auf langfristig steigende Kostenrisiken fossiler Energieträger und der CO2-Bepreisung. Die GSG Berlin und Getec wollen für die einzelnen Gewerbehöfe jeweils Lösungen entwickeln, die sich an den Gebäuden, den Nutzungen und den infrastrukturellen Voraussetzungen vor Ort orientieren.
Referenzstandorte entstehen
Ein bereits umgesetzter Referenzstandort ist der Econopark Pankstraße mit rund 45.000 Quadratmetern Fläche. Dort haben die GSG Berlin und Getec die zuvor vollständig gasbasierte Wärmeversorgung auf Luft-Wasser-Wärmepumpen und Pelletanlagen umgebaut. Auch am Standort Zossener Straße haben die GSG Berlin und Getec bereits ein standortspezifisches Wärme- und Kältekonzept umgesetzt beziehungsweise vorbereitet. Mit rund 500 kW Wärme- und 500 kW Kälteleistung kommt dort eine Kombination aus Kälteanlagen und Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz.
Auf diesen Erfahrungen soll G2E nun aufbauen und die Dekarbonisierung auf die weiteren Standorte übertragen. Dabei soll die Infrastruktur nicht zwangsläufig an den Grundstücksgrenzen der GSG Berlin enden. Wo die technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Voraussetzungen gegeben sind, könnten perspektivisch auch benachbarte Immobilien angebunden und mit Wärme beziehungsweise Kälte versorgt werden, teilte die Unternehmen dazu weiter mit.
Die GSG Berlin ist ein privater Büro- und Gewerbeflächenvermieter Berlins. Das Portfolio umfasst Flächen von 20 bis 20.000 Quadratmeter Größe zur Nutzung als Produktionsstätte, Büro, Werkstatt oder Lager in Gewerbehöfen und Gewerbeparks. In den über 40 innerstädtischen Liegenschaften der GSG Berlin haben sich mehr als 1.500 Unternehmen angesiedelt. (hr)
Montag, 5.10.2026, 09:19 Uhr
Heidi Roider
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